Camping Frankreich — Côte d’Azur & Provence Stellplätze
Camping in Frankreich — Warum die Côte d’Azur und Provence mein Camping-Paradies sind
Frankreich ist das Campingland Nummer eins in Europa. Über 8.000 Campingplätze, von simplen Bauernhof-Stellplätzen bis zu Resort-Anlagen mit Wasserparks. Und nirgendwo in Frankreich funktioniert Camping so gut wie an der Côte d’Azur und in der Provence. Die Kombination aus Mittelmeer-Stränden, Lavendelfeldern, exzellentem Essen und diesem typisch südfranzösischen Lebensgefühl macht jeden Campingurlaub hier zu etwas Besonderem.
Ich habe zwei ausgedehnte Camping-Roadtrips durch Südfrankreich gemacht — insgesamt sechs Wochen, von der Camargue über die Côte d’Azur bis ins Hinterland der Provence. In diesem Beitrag teile ich meine besten Stellplätze, die schönsten Drohnen-Spots und alles was du wissen musst, um deinen Camping-Trip perfekt zu planen.
Côte d’Azur — Camping zwischen Glamour und Natur
1. Camping Les Prairies de la Mer (Port Grimaud, bei Saint-Tropez)
Direkt an der Bucht von Saint-Tropez, auf einer Halbinsel zwischen Meer und Lagune. Dieser Platz hat alles: Direkten Strandzugang, einen eigenen Hafen, Pools, Restaurants und eine Atmosphäre, die sich anfühlt wie ein mediterranes Dorf. Die Stellplätze direkt am Wasser (Premium ab 65 Euro in der Hochsaison) bieten morgens den Sonnenaufgang über dem Mittelmeer. Abends nimmst du das Shuttle-Boot nach Port Grimaud — das kleine Venedig der Provence mit seinen bunten Häusern an den Kanälen. Für die Drohne: Fliege über die Lagune bei Sonnenuntergang — die Flamingos, das goldene Licht auf dem Wasser, die Segelboote. Magie.
2. Camping La Baume / La Palmeraie (Fréjus)
Fréjus liegt zwischen Saint-Tropez und Cannes und wird von den meisten übersehen — ein Fehler. Die Stadt hat ein römisches Amphitheater, eine mittelalterliche Altstadt und lange Sandstrände. La Baume ist ein 5-Sterne-Platz unter Pinien und Eichen, 2 Kilometer vom Strand. Die Poollandschaft mit Rutschen ist eine der besten an der Côte d’Azur. Stellplätze ab 35 Euro, Mobilheime ab 70 Euro. Der perfekte Familienplatz — und deutlich günstiger als alles näher an Saint-Tropez oder Cannes.
3. Camping Les Mûres (Porquerolles-Fähre, Presqu’île de Giens)
Die Halbinsel Giens bei Hyères ist der Ausgangspunkt für die Fähre nach Porquerolles — der schönsten Insel der Côte d’Azur. Camping Les Mûres liegt 800 Meter vom Fährhafen entfernt, unter Pinien, mit Blick auf die vorgelagerten Inseln. Porquerolles selbst ist autofrei und hat Strände (Plage Notre Dame, Plage de la Courtade), die locker mit der Karibik mithalten. Miete ein Fahrrad auf der Insel (15 Euro/Tag) und erkunde die Küstenwege. Die Drohne über Porquerolles: Türkises Wasser, weiße Strände, dichte Vegetation — ein Traum. Aber Achtung: Porquerolles ist Nationalpark, Drohnen offiziell verboten auf der Insel. Fliege von Giens aus über die Küste stattdessen. Stellplatz ab 30 Euro.
4. Camping Douce Quiétude (Saint-Raphaël)
Im Estérel-Massiv, dem roten Felsgebirge zwischen Fréjus und Cannes. Die roten Porphyr-Felsen treffen hier auf das blaue Mittelmeer — ein Farbkontrast, der jedes Foto zum Kunstwerk macht. Der Campingplatz liegt mitten in den Felsen, umgeben von Korkeichen und Pinien. Pool mit Blick auf die roten Klippen. Von hier aus: Die Küstenstraße Corniche d’Or nach Cannes fahren — eine der spektakulärsten Küstenstraßen Europas. Jede Bucht ein Drohnen-Spot: Rote Felsen, türkises Wasser, keine Wolke. Stellplatz ab 40 Euro.
Provence — Lavendel, Schluchten und das Hinterland
5. Camping Huttopia Gorges du Verdon (Castellane)
Die Verdon-Schlucht ist Europas Grand Canyon — bis zu 700 Meter tiefe Kalksteinschluchten mit smaragdgrünem Wasser. Huttopia liegt am Nordeingang der Schlucht, mit Pool, Holzhütten und naturnahen Stellplätzen unter Laubbäumen. Von hier aus: Die Route des Crêtes fahren, die Schlucht von oben sehen, und die Drohne über den Lac de Sainte-Croix fliegen — den türkisen Stausee am Ausgang der Schlucht, der aussieht wie die Karibik mitten in der Provence. Stellplatz ab 28 Euro.
Tipp: Miete ein Tretboot oder Kajak am Lac de Sainte-Croix und paddle in die Schlucht hinein. Die Felswände ragen 300 Meter senkrecht auf beiden Seiten in die Höhe. Mit der Drohne von innen nach oben fliegen: Einer der spektakulärsten Shots, die ich je gemacht habe.
6. Camping La Vallée Heureuse (Orgon, Alpilles)
Die Alpilles sind eine Miniatur-Bergkette in der westlichen Provence — Kalksteingipfel, Olivenhaine und das Licht, das schon die Impressionisten verrückt gemacht hat. Dieser kleine, familiengeführte Campingplatz liegt in einem Olivenhain am Fuß der Alpilles. Kein Luxus, aber eine Atmosphäre, die unbezahlbar ist: Zikaden, Lavendelduft, und abends der Blick auf die beleuchteten Felsen. Von hier aus erreichst du Les Baux-de-Provence (15 Minuten), Saint-Rémy-de-Provence (20 Minuten) und Arles (30 Minuten). Stellplatz ab 22 Euro.
7. Camping Le Moulin à Vent (Cucuron, Luberon)
Das Luberon-Tal ist das Postkarten-Provence: Ockerfarbene Dörfer auf Hügeln, Lavendelfelder soweit das Auge reicht, Wochenmärkte mit lokalen Produzenten. Cucuron ist ein verschlafenes Dorf mit einem Becken voller Platanen in der Dorfmitte — hier wurde eine Szene aus Ein gutes Jahr mit Russell Crowe gedreht. Der Campingplatz ist einfach, günstig und zentral. Von hier aus: Roussillon (ockerfarbene Klippen), Gordes (das schönste Dorf Frankreichs laut Umfragen), und die Lavendelfelder von Valensole — Drohnenflüge über lila Lavendelreihen bei Sonnenuntergang sind Instagram-Gold. Stellplatz ab 18 Euro.
8. Camping Lac du Paty (Caromb, Mont Ventoux)
Am Fuß des Mont Ventoux, dem heiligen Berg des Radsports. Ein kleiner See, ein ruhiger Campingplatz, und ringsum Weinberge (Côtes du Ventoux) und Kirschplantagen. Der Mont Ventoux selbst ist 1.912 Meter hoch, und die Drohne von der Spitze starten (wo die Straße endet und die Landschaft wie auf dem Mond aussieht) bietet einen 360-Grad-Blick über die Provence, die Alpen und an klaren Tagen bis zum Mittelmeer. Stellplatz ab 20 Euro. Radfahrer-Tipp: Die Auffahrt von Bédoin ist 21 Kilometer und 1.600 Höhenmeter — eine Legende.
Camargue und Languedoc — Der wilde Westen
9. Camping Le Clos du Rhône (Saintes-Maries-de-la-Mer, Camargue)
Die Camargue ist einzigartig in Europa: Weiße Pferde, schwarze Stiere, rosa Flamingos, endlose Salzwiesen und Reisfelder. Camping Le Clos du Rhône liegt 3 Kilometer von Saintes-Maries-de-la-Mer entfernt — dem Hauptort der Camargue. Von hier aus: Ausritte zu Pferd durch die Salzmarsche (ab 35 Euro/Stunde), Flamingo-Beobachtung am Étang de Vaccarès, und Drohnenflüge über die surreale Landschaft. Die rosa Flamingos vor dem Hintergrund der Salinen — Farben, die kein Filter hinbekommt. Stellplatz ab 22 Euro.
10. Camping Abri de Camargue (Le Grau-du-Roi)
Le Grau-du-Roi ist der Übergang zwischen Camargue und Côte d’Azur — ein Fischereihafen mit dem längsten Sandstrand der Region (Plage de l’Espiguette, 10 Kilometer unberührter Dünenstrand). Der Campingplatz hat Pool, liegt 800 Meter vom Stadtzentrum und ist die perfekte Basis für die Espiguette. Die Drohne über die endlosen Dünen: Sand, Meer und sonst nichts — minimalistisch und atemberaubend. Aigues-Mortes, die mittelalterliche Festungsstadt, ist 10 Minuten entfernt. Stellplatz ab 25 Euro.
Kosten — Was du für 14 Tage Camping in Südfrankreich einplanen musst
| Kategorie | Budget (Zelt) | Mittelklasse (Van/WoMo) | Komfort (Mobilheim) |
|---|---|---|---|
| Anreise (ab Süddeutschland) | 100-160 EUR (Sprit+Maut) | 150-250 EUR | 100-200 EUR (Flug) + 250-400 EUR (Mietwagen) |
| Campingplatz (13 Nächte) | 280-500 EUR | 450-750 EUR | 700-1.400 EUR |
| Essen und Trinken | 300-450 EUR (Markt+Selbstkochen) | 450-700 EUR (Mix) | 600-1.100 EUR (Restaurant) |
| Benzin in Frankreich | 120-200 EUR | 180-280 EUR | 150-250 EUR |
| Maut (Péage) | 50-100 EUR | 70-130 EUR | 50-100 EUR |
| Aktivitäten | 50-120 EUR | 100-250 EUR | 150-350 EUR |
| GESAMT | 900-1.530 EUR | 1.400-2.360 EUR | 2.000-3.800 EUR |
Praktische Tipps für Camping in Südfrankreich
Maut (Péage): Die französischen Autobahnen sind mautpflichtig und nicht billig. Von der deutschen Grenze bis an die Côte d’Azur zahlst du etwa 60-80 Euro einfach. Alternative: Die Route Nationale nehmen — kostenlos, durch Dörfer und Landschaften, dauert aber 3-4 Stunden länger. Mein Kompromiss: Auf dem Hinweg die Autobahn, auf dem Rückweg die Landstraße. So sparst du die Hälfte und siehst mehr.
Reservierung: Von Mitte Juli bis Ende August ist Hochsaison und alles an der Küste ausgebucht. Reserviere 2-3 Monate vorher. Die Provence (Hinterland) ist auch in der Hochsaison weniger überfüllt. Mai, Juni und September sind meine Favoriten: Warm genug, leerer, günstiger.
Wochenmärkte: DER Grund, warum Camping in Frankreich so gut funktioniert. Jeden Tag hat ein anderes Dorf seinen Marché — frisches Obst, Gemüse, Käse, Brot, Oliven, Wein. Ein Einkauf auf dem Markt kostet 15-25 Euro und ergibt Mahlzeiten für zwei Tage. Mein Lieblings-Markt: Apt (Samstags), der größte Markt im Luberon — Trüffel, Lavendelhonig, Ziegenkäse direkt vom Bauern.
Baguette-Ritual: Auf fast jedem Campingplatz gibt es morgens frische Baguettes und Croissants — du bestellst am Vorabend an der Rezeption und holst sie morgens ab. 1,20 Euro für ein knuspriges Baguette, 1,50 Euro für ein Croissant. Die beste Camping-Tradition Frankreichs.
Drohne: Frankreich hat strenge Drohnengesetze. Die App Geoportail (oder AIP Drones) zeigt alle Flugverbotszonen. Unter 250 Gramm brauchst du einen Führerschein (kostenloses Online-Training auf Fox AlphaTango, ca. 20 Fragen) und eine Registrierung. In Nationalparks, über Stränden mit Menschen und Städten verboten. Mein Ansatz: Morgens fliegen, an abgelegenen Küstenabschnitten und im Hinterland. Die Verdon-Schlucht und die Camargue sind die besten Drohnen-Reviere in Südfrankreich.
Wein: Südfrankreich produziert einige der besten Weine der Welt — und auf dem Camping trinkst du sie zu Supermarkt-Preisen. Eine Flasche Côtes de Provence Rosé ab 5 Euro, ein guter Châteauneuf-du-Pape ab 15 Euro. Direkt beim Winzer kaufen (Dégustation = Weinprobe, meist kostenlos) ist noch günstiger und ein Erlebnis. Campingplatz-Tipp: Ein Glas Rosé zum Sonnenuntergang auf dem Stellplatz — das perfekte Ende jedes Tages in der Provence.
FAQ — Häufig gestellte Fragen zu Camping in Südfrankreich
Côte d’Azur oder Provence — was ist besser zum Campen?
Beides, aber für verschiedene Erlebnisse. Die Côte d’Azur ist Strand, Meer, Glamour und action-reichere Campingplätze. Die Provence ist Ruhe, Natur, Kultur und kleinere, familiärere Plätze. Ideal: Kombiniere beides. Eine Woche Küste, eine Woche Hinterland. So bekommst du das Beste aus beiden Welten — und die Kontraste machen den Trip erst richtig vielfältig.
Ist Camping in Frankreich teuer?
Kommt auf die Region an. Die Côte d’Azur ist die teuerste Camping-Region Frankreichs — Stellplätze ab 35-50 Euro in der Hochsaison. Die Provence-Hinterland ist deutlich günstiger: 18-28 Euro. Im Vergleich zu Hotels sparst du aber immer massiv: Ein Hotelzimmer in Nizza kostet 150-300 Euro, ein Stellplatz 30 Kilometer entfernt mit genauso viel Strand 40 Euro. Und das Essen vom Markt ist unschlagbar günstig und qualitativ besser als jedes Touristenrestaurant.
Lohnt sich die Verdon-Schlucht auch ohne Camping?
Die Verdon-Schlucht lohnt sich immer. Aber Camping macht es besonders: Du bist morgens als Erster am Wasser, wenn der See noch spiegelglatt ist. Du kannst abends in der Schlucht bleiben, wenn alle Tagesausflügler weg sind. Und du wachst mit dem Blick auf die Felsen auf. Als Tagesausflug von der Küste: Machbar (1,5 Stunden Fahrt), aber stressig. Besser: 2-3 Nächte einplanen und die Schlucht wirklich erleben.
Welcher Monat ist am besten für Lavendel?
Mitte Juni bis Mitte Juli. Die Blüte beginnt in den tieferen Lagen (Luberon) Mitte Juni und wandert bis Anfang Juli auf die Hochebene von Valensole. Die Ernte ist meist Mitte bis Ende Juli. Für die besten Fotos und Drohnenaufnahmen: Erste Juliwoche auf dem Plateau de Valensole — endlose Reihen von lila Lavendel vor den Bergen. Aber bitte die Felder nicht betreten — die Bauern sind (zu Recht) genervt von Touristen, die für Instagram Pflanzen zertrampeln.
Kann ich mit Kindern an der Côte d’Azur campen?
Absolut. Die 5-Sterne-Plätze (La Baume in Fréjus, Les Prairies de la Mer in Grimaud) haben riesige Pools, Animation, Kinderclubs und flache Strände. Die Camargue mit ihren Pferden und Flamingos ist für Kinder ein Abenteuerland. Und das Baguette-Holen am Morgen wird zum täglichen Highlight. Tipp: Die Plätze im Hinterland sind ruhiger und günstiger — und ein Lavendelfeld hat für Kinder den gleichen Wow-Faktor wie der schickste Strandclub.
Über den Autor: Max Haase ist Deutschlands reichweitenstärkster Travel Influencer mit über 4,2 Millionen Followern. Spezialisiert auf Drohnenaufnahmen und Luxusreisen. Kooperationsanfragen hier.






