Camping Kroatien — Die 15 schönsten Campingplätze
Camping in Kroatien — Warum die Adria das perfekte Camping-Revier ist
Kroatien und Camping gehören zusammen wie Espresso und Strand. Die kroatische Adriaküste ist wie gemacht für Campingurlaub: Über 1.200 Kilometer Küstenlinie, mehr als 1.000 Inseln, kristallklares Wasser und ein Klima, das von Mai bis Oktober zuverlässig Sonne liefert. Dazu kommt eine Campingkultur, die in Europa ihresgleichen sucht — über 500 registrierte Campingplätze, von riesigen 5-Sterne-Anlagen direkt am Meer bis zu kleinen Familien-Camps in Olivenhainen.
Ich habe drei Kroatien-Roadtrips gemacht, jedes Mal mit Zelt und Drohne im Gepäck. Von Istrien im Norden über die Kvarner Bucht und Dalmatien bis runter nach Dubrovnik. In diesem Beitrag teile ich meine 15 liebsten Campingplätze — getestet, bewertet und mit allen Infos die du brauchst. Plus die Fehler, die ich am Anfang gemacht habe, damit du sie nicht wiederholen musst.
Istrien — Camping-Luxus an der Nordadria
1. Camping Stupice (Premantura, bei Pula)
Am südlichsten Punkt Istriens, direkt neben dem Naturpark Kap Kamenjak. Kamenjak ist ein Drohnen-Paradies — schroffe Klippen, versteckte Buchten, türkises Wasser. Der Campingplatz liegt in einem Pinienwald, 200 Meter vom Meer. Stellplätze schattig, Sanitär sauber, kleiner Supermarkt. Kein Luxus, aber perfekte Lage. Preis: ab 25 Euro pro Nacht (2 Personen + Zelt). Highlight: Vom Campingplatz aus erreichst du in 10 Minuten zu Fuß Buchten, die aussehen wie in Thailand — nur ohne die 14 Stunden Flug.
2. Camping Mon Perin (Bale, bei Rovinj)
Glamping auf einem anderen Level. Mon Perin hat Safari-Zelte, Baumhäuser und Mobilheime mit Privatpool — aber auch klassische Stellplätze für Zelt und Wohnmobil. Die Anlage liegt auf einem Hügel mit Blick über das istrische Hinterland bis zum Meer. Zwei Pools, drei Restaurants, und ein Shuttle-Boot nach Rovinj (15 Minuten). Preis: Stellplatz ab 35 Euro, Safari-Zelt ab 120 Euro pro Nacht. Für mich der beste Allround-Campingplatz in Istrien.
3. Camping Porton Biondi (Rovinj)
Direkt am Meer, 15 Gehminuten von Rovinjs Altstadt. Die Stellplätze unter Pinien, der Blick auf die Altstadt bei Sonnenuntergang — der Grund warum Rovinj zu Recht als das schönste Städtchen der Adria gilt. Die Drohne über dem Campingplatz starten und Richtung Altstadt fliegen: Die Kirche auf dem Hügel, die bunten Häuser am Wasser, die Boote im Hafen — eines meiner meistgeteilten Bilder. Preis: ab 30 Euro (Hochsaison teurer). Nachteil: Im Juli/August sehr voll.
Kvarner Bucht — Inseln und Berge
4. Camping Čikat (Mali Lošinj)
Lošinj ist die Wellness-Insel Kroatiens — die Luft ist so sauber, dass hier seit dem 19. Jahrhundert Kuraufenthalte stattfinden. Camping Čikat liegt in einer duftenden Kiefernbucht mit direktem Meerzugang. Die Bademöglichkeiten sind fantastisch: Felsplateaus mit Leitern ins kristallklare Wasser. Abends zum Sonnenuntergang die Drohne über der Bucht — das Licht durch die Kiefern, das glitzernde Meer. Preis: ab 28 Euro. Anfahrt: Fähre ab Valbiska (Krk) nach Merag (Cres), dann über Cres nach Lošinj, insgesamt ca. 2 Stunden.
5. Camping Krk (Insel Krk)
Krk ist die am einfachsten erreichbare Insel — eine Brücke verbindet sie mit dem Festland. Camping Krk liegt direkt an einer flachen, sandigen Bucht — selten in Kroatien, wo die meisten Strände Kiesel sind. Perfekt für Familien. Die Stadt Krk mit ihrer mittelalterlichen Festung ist 5 Gehminuten entfernt. Der Campingplatz hat ein riesiges Aqua-Park-Schwimmbad, Restaurants und sogar einen kleinen Hafen. Preis: ab 30 Euro. Premium-Stellplätze direkt am Wasser: ab 45 Euro.
6. Autocamp Slapić (Duga Resa, bei Karlovac)
Kein Strand, kein Meer — aber einer der schönsten Fluss-Campingplätze Europas. Direkt an der Mrežnica, einem Fluss mit smaragdgrünem Wasser und kleinen Wasserfällen. Du schwimmst in Naturpools, springst von Felsen ins Wasser und paddelst mit dem Kajak zwischen Travertin-Kaskaden. Für mich ein absolutes Highlight abseits der Küste. Drohnenaufnahmen über dem Fluss: Das grüne Wasser, die Stromschnellen, der Wald drumherum — wie ein Miniatur-Plitvice ohne Eintritt. Preis: ab 18 Euro. Perfekter Zwischenstopp auf dem Weg von Zagreb ans Meer.
Dalmatien Nord — Nationalparks und Inseln
7. Camping Šimuni (Insel Pag)
Pag sieht aus wie der Mond — karge, weiße Felslandschaft, kaum Vegetation, dafür aber der berühmte Pager Käse und der Party-Strand Zrće (Kroatiens Antwort auf Ibiza). Camping Šimuni liegt auf der ruhigeren Westseite der Insel: ein weitläufiges Camp mit eigener Marina, Pool und Olivenhain-Stellplätzen. Die Drohne über Pags Mondlandschaft fliegen — die weißen Felsen, das dunkelblaue Meer, die Salinen — das sind Bilder, die nach einem anderen Planeten aussehen. Preis: ab 25 Euro.
8. Camping Park Soline (Biograd na Moru)
Ein 5-Sterne-Campingplatz, der wirklich 5 Sterne verdient. Riesige Poollandschaft, Wassersport-Zentrum, Animation für Kinder, und trotzdem genug ruhige Ecken für Paare. Die Stellplätze direkt am Meer mit Blick auf den Pašman-Kanal und die vorgelagerten Inseln. Von hier aus sind die Kornaten — das Insel-Archipel mit über 100 unbewohnten Inseln — per Bootstour erreichbar (ab 250 HRK, ca. 35 Euro). Die Kornaten von der Drohne: Ein Labyrinth aus Inseln, Buchten und dem klarsten Wasser der Adria. Preis: ab 35 Euro (Premium-Stellplatz am Meer ab 55 Euro).
9. Camping Falkensteiner Premium (Zadar)
Direkt bei Zadar, einer der unterschätztesten Städte der Adria. Der Campingplatz ist modern, mit Infinity-Pool und direktem Strandzugang. Aber der eigentliche Grund hier zu sein: Zadar hat den nach Alfred Hitchcock schönsten Sonnenuntergang der Welt. An der Riva (Uferpromenade) gibt es die Meeresorgel — Stufen, die durch die Wellen Musik erzeugen — und den Gruß an die Sonne, eine Lichtinstallation im Boden. Drohne über die Altstadt-Halbinsel bei Sonnenuntergang: Magisch. Preis: ab 38 Euro.
Dalmatien Süd — Dubrovnik und die Inseln
10. Camping Adriatic (Orebić, Pelješac-Halbinsel)
Pelješac ist Kroatiens Wein- und Austern-Halbinsel. Camping Adriatic liegt in Orebić mit Blick auf die Insel Korčula — ein Panorama, das du nie vergisst. Die Fähre nach Korčula (Geburtsort von Marco Polo) fährt alle 30 Minuten und kostet nur 15 HRK (2 Euro). Die Ston-Mauer, die über die Hügel von Pelješac verläuft, wird oft als kleine Chinesische Mauer bezeichnet — beeindruckend und kaum besucht. Preis: ab 22 Euro.
11. Camping Solitudo (Dubrovnik)
Dubrovnik und Camping — klingt erstmal widersprüchlich. Aber Camping Solitudo liegt im Stadtteil Babin Kuk, nur 20 Minuten mit dem Bus von der Altstadt entfernt. Meerblick, Pool, und der Bus bringt dich für 15 HRK direkt zum Pile-Tor, dem Eingang zur Altstadt. Dubrovnik ist teuer (Eintritt Stadtmauer: 35 Euro), aber vom Camping aus sparst du massiv bei der Unterkunft. Preis: ab 28 Euro. Die Stadtmauer von oben mit der Drohne — leider verboten. Aber die Küste davor ist fair game.
12. Camping Kalac (Trstenik, Pelješac)
Ein kleiner, familiengeführter Campingplatz direkt am Kieselstrand in einem winzigen Fischerdorf. Hier gibt es nichts — kein Pool, kein Restaurant, kein Entertainment. Nur das Meer, die Stille und eine Gastgeberin, die morgens frisches Brot vorbeibringt. Genau das macht es perfekt. Für alle, die Camping in seiner reinsten Form suchen. Preis: ab 15 Euro. Das beste Budget-Camping in Dalmatien.
Wildcard-Picks — Abseits der Küste
13. Camping Plitvice (bei Plitvicer Seen)
Die Plitvicer Seen sind Kroatiens Naturwunder Nummer eins — 16 kaskadenförmige Seen, verbunden durch Wasserfälle. Camping Plitvice liegt 7 Kilometer vom Parkeingang entfernt, in einem ruhigen Waldgebiet. Der Nationalpark ist für Drohnen komplett gesperrt, aber die umliegenden Wälder und Flüsse bieten Alternativen. Eintritt Nationalpark: 40 Euro in der Hochsaison — komm morgens um 7 Uhr, wenn die Boardwalks noch leer sind. Preis: ab 20 Euro.
14. Camping Modra Špilja (Insel Vis)
Vis ist die am weitesten vom Festland entfernte bewohnte Insel Dalmatiens — bis 1989 war sie Militärgebiet und für Touristen gesperrt. Das Ergebnis: Eine fast unberührte Insel mit einer Atmosphäre aus den 1960ern. Camping Modra Špilja in Komiža ist klein, einfach und perfekt. Die namensgebende Blaue Grotte auf der Nachbarinsel Biševo ist per Boot erreichbar (ab 180 HRK, ca. 25 Euro) — das Licht in der Grotte ist surreal. Preis: ab 18 Euro. Fähre ab Split: 2,5 Stunden.
15. Camping Galeb (Omiš)
Omiš liegt an der Mündung des Flusses Cetina — und die Cetina-Schlucht ist das Outdoor-Paradies Dalmatiens. Rafting, Canyoning, Zipline über die Schlucht (150 Meter hoch, 700 Meter lang — Adrenalin pur). Camping Galeb liegt direkt am Kieselstrand, mit den Bergen der Cetina-Schlucht als Kulisse. Die Drohne über die Schlucht fliegen: Das smaragdgrüne Wasser des Flusses, die senkrechten Felswände, die Brücken — absoluter Wahnsinn. Preis: ab 22 Euro. Split ist 25 Kilometer entfernt — perfekte Kombi.
Kosten — Was du für 14 Tage Camping Kroatien einplanen musst
| Kategorie | Budget (Zelt) | Mittelklasse (Wohnmobil) | Komfort (Glamping) |
|---|---|---|---|
| Anreise (ab Süddeutschland) | 60-100 EUR (Sprit) | 100-180 EUR (Sprit+Maut) | 100-250 EUR (Flug+Mietwagen) |
| Campingplatz (13 Nächte) | 250-400 EUR | 400-650 EUR | 900-1.800 EUR |
| Essen und Trinken | 200-350 EUR (Selbstkochen) | 350-550 EUR (Mix) | 500-900 EUR (Restaurant) |
| Benzin in Kroatien | 80-130 EUR | 120-200 EUR | 120-200 EUR |
| Aktivitäten und Eintritte | 50-120 EUR | 100-250 EUR | 200-400 EUR |
| Fähren (wenn Inseln) | 30-80 EUR | 60-150 EUR | 60-150 EUR |
| GESAMT | 670-1.180 EUR | 1.130-1.980 EUR | 1.880-3.700 EUR |
Praktische Tipps für Camping in Kroatien
Wildcamping: Offiziell verboten und wird bestraft (bis zu 400 Euro). In der Praxis toleriert an abgelegenen Stellen, aber ich empfehle es nicht — die Campingplätze sind günstig genug und bieten Sanitär, Strom und Sicherheit.
Reservierung: In der Hochsaison (Juli/August) unbedingt vorbuchen — vor allem Küstenplätze in Istrien und Dalmatien sind wochenlang ausgebucht. In der Nebensaison (Mai, Juni, September) ist meist ohne Reservierung Platz. Buche direkt über die Website des Campingplatzes — Portale wie ACSI oder Booking nehmen Aufschlag.
ACSI-Card: Für die Nebensaison lohnt sich die ACSI Camping Card (20 Euro/Jahr). Damit zahlst du auf vielen Plätzen nur 14-22 Euro statt des regulären Preises. Gilt von Anfang April bis Anfang Juli und wieder ab September.
Strom: Die meisten Plätze haben CEE-Steckdosen (blaue Camping-Stecker). Adapter nicht vergessen. Strom ist oft im Preis enthalten, manchmal kostet er 3-5 Euro extra pro Tag.
Wasser: Leitungswasser in Kroatien ist überall trinkbar. Eine der besten Nachrichten für Camper — keine Wasserkanister schleppen.
Drohne: In Kroatien brauchst du als EU-Bürger nur die EU-Registrierung (EASA), die auch für Deutschland gilt. Unter 250g keine Pilotenlizenz nötig. Nationalparks und Naturparks sind Sperrgebiete. Über Städten und Menschenansammlungen verboten. An der Küste und auf den Inseln: Kein Problem, solange du Abstand zu Menschen hältst.
FAQ — Häufig gestellte Fragen zu Camping in Kroatien
Welche Region ist am besten für Camping-Anfänger?
Istrien. Die Campingplätze sind die am besten ausgestatteten in Kroatien (viele 4 und 5 Sterne), die Anfahrt von Deutschland ist am kürzesten (ab München ca. 6 Stunden), und die Region bietet alles: Strand, Kultur (Pula, Rovinj), Inland (Trüffel-Wälder) und exzellente Infrastruktur. Für Camping-Neulinge ist ein Platz wie Mon Perin oder Porton Biondi ideal — genug Komfort, aber trotzdem echtes Camping-Feeling.
Ist Kroatien noch günstig?
Seit der Euro-Einführung 2023 sind die Preise gestiegen, ja. Aber Camping in Kroatien ist immer noch deutlich günstiger als in Italien, Frankreich oder Spanien. Ein Stellplatz mit Meerblick für 25-35 Euro, ein Fischessen für 15 Euro, ein Bier für 3 Euro — das ist in Südfrankreich undenkbar. Die größte Preiserhöhung gab es bei Nationalpark-Eintritten (Plitvice: 40 Euro) und in touristischen Hotspots wie Dubrovnik. Abseits der Hotspots ist Kroatien nach wie vor fair.
Lohnt sich ein Wohnmobil oder reicht ein Zelt?
Kommt auf deinen Stil an. Mit Zelt bist du flexibler (kleinere Plätze, Insel-Hopping per Fähre ist günstiger) und näher dran. Mit Wohnmobil hast du mehr Komfort, bist aber an größere Plätze gebunden und die Fährkosten steigen. Mein Sweet Spot: Ein Van (VW California oder ähnlich) — kompakt genug für Fähren und enge Küstenstraßen, aber mit Bett und Miniküche. Miete ab 80 Euro pro Tag in der Hochsaison.
Welche Inseln lohnen sich für Camping?
Meine Top 3: Krk (am einfachsten erreichbar, gute Campingplätze, sandige Buchten), Lošinj (die schönste Natur, duftende Kiefernwälder, heilsame Luft) und Vis (die unberührteste und authentischste Insel, aber einfachere Campingplätze). Für einen längeren Aufenthalt: Cres hat das wildeste Interior — du begegnest hier Gänsegeiern mit 2,7 Metern Spannweite.
Kann man in Kroatien auch im Herbst noch campen?
Ja, September und Anfang Oktober sind sogar ideal. Das Meer hat noch 22-24 Grad, die Lufttemperatur liegt bei angenehmen 25 Grad, und die Plätze sind halb leer. Viele Campingplätze haben bis Ende Oktober geöffnet. Ab Mitte Oktober wird es abends frisch (15 Grad), aber mit einem warmen Schlafsack kein Problem. Die Nebensaison-Preise sind oft 30-40% günstiger. Mein Geheimtipp: Letzte Septemberwoche — perfektes Wetter, kaum Touristen, und die Weinlese in Istrien und auf Pelješac ist in vollem Gange.
Über den Autor: Max Haase ist Deutschlands reichweitenstärkster Travel Influencer mit über 4,2 Millionen Followern. Spezialisiert auf Drohnenaufnahmen und Luxusreisen. Kooperationsanfragen hier.






