Lanzarote Reisebericht – Feuerberge, Vulkanküste & César…
Mein Lanzarote Reisebericht nach einem Tag auf der faszinierendsten Vulkaninsel der Kanaren – und ich muss zugeben: Lanzarote hat mich auf eine Art beeindruckt, die ich nicht erwartet hatte. Die Insel sieht aus wie ein anderer Planet. Schwarze Lavafelder, feuerrote Vulkankrater, weiße Dörfer und türkises Meer – die Kontraste auf Lanzarote sind so extrem, dass jedes Drohnenfoto aussieht wie bearbeitet (ist es nicht). Während unserer Kanaren-Reise im Januar 2024 haben wir Lanzarote als Tagesausflug von Gran Canaria besucht.
Was Lanzarote einzigartig macht: Die gesamte Insel ist UNESCO-Biosphärenreservat und wurde maßgeblich von einem einzigen Künstler geprägt – César Manrique. Er hat durchgesetzt, dass es auf Lanzarote keine Hochhäuser, keine Werbeplakate und nur weiße Häuser mit grünen oder blauen Fensterläden gibt. Das Ergebnis ist eine Insel, die wie ein Gesamtkunstwerk wirkt.
Timanfaya Nationalpark – Feuerberge & Mondlandschaften
Der Timanfaya Nationalpark ist Lanzarotes absolutes Highlight und eine der Sehenswürdigkeiten, die du auf keinen Fall verpassen darfst. Die „Montañas del Fuego“ (Feuerberge) entstanden bei Vulkanausbrüchen zwischen 1730 und 1736, die sechs Jahre andauerten und ein Viertel der Insel unter Lava begruben. Auch fast 300 Jahre später ist die vulkanische Aktivität hier noch spürbar: Wenige Meter unter der Oberfläche herrschen Temperaturen von über 400°C.
Die Busrundfahrt durch Timanfaya (im Eintrittspreis von 12 € enthalten) führt über die „Ruta de los Volcanes“ durch eine surreale Landschaft aus roten, orangefarbenen und schwarzen Vulkankratern. Am Restaurant El Diablo kocht man mit Erdwärme – ein Grill über einem natürlichen Vulkanloch, in dem Fleisch bei über 300°C gebraten wird.
Drohnenfotografie: Im Nationalpark selbst ist Drohnenfliegen verboten. Die besten Drohnenaufnahmen der Vulkanlandschaft gelingen vom Rand des Parks aus – die Lavafelder erstrecken sich weit über die Parkgrenzen hinaus und bieten von oben atemberaubende Muster in Schwarz und Rot.
César Manriques Vermächtnis – Kunst trifft Vulkan
César Manrique (1919-1992) ist auf Lanzarote allgegenwärtig. Der Künstler und Architekt hat die Insel geprägt wie kein anderer Einzelner je eine Landschaft geprägt hat. Seine Werke sind keine Museen im klassischen Sinn – sie sind Verschmelzungen von Kunst, Architektur und Vulkanlandschaft:
- Jameos del Agua – Ein natürliches Höhlensystem, das Manrique in ein unterirdisches Auditorium mit Pool und Restaurant verwandelt hat. Der türkisblaue unterirdische See beherbergt blinde Albino-Krebse, die nur hier vorkommen.
- Cueva de los Verdes – Ein 6 km langer Lavatunnel, der bei geführten Touren begehbar ist. Die Akustik im Tunnel ist so gut, dass hier Konzerte stattfinden.
- Mirador del Río – Ein Aussichtspunkt auf 475m Höhe mit Blick auf die Nachbarinsel La Graciosa, nahtlos in den Fels integriert.
- Fundación César Manrique – Manriques ehemaliges Wohnhaus, gebaut in fünf Lavablasen. Architektur die mit der Natur verschmilzt statt gegen sie zu arbeiten.
Tipp: Ein Kombiticket für alle Manrique-Sehenswürdigkeiten kostet ca. 35 € und lohnt sich, wenn du drei oder mehr besuchen willst.
Strände, Weinanbau & Lanzarotes versteckte Ecken
Neben Vulkanen und Manrique hat Lanzarote einige der schönsten Strände der Kanaren. Die Papagayo-Strände im Süden – eine Reihe geschützter Buchten mit goldenem Sand und kristallklarem Wasser – gehören zu den besten Badestränden der gesamten Kanaren. Der Zugang führt über eine Schotterpiste (5 € Parkgebühr), was die Strände angenehm ruhig hält.
Ein absoluter Insider-Tipp: Die Weinregion La Geria. Inmitten der schwarzen Vulkanlandschaft haben die Winzer eine einzigartige Anbaumethode entwickelt: Jede Weinrebe wächst in einer halbkreisförmigen Mauer aus Vulkanstein, die vor dem ständigen Wind schützt. Von der Drohne aus sehen die tausenden Halbkreise in der schwarzen Lava surreal aus. Den lokalen Malvasía-Wein kann man direkt bei den Bodegas probieren – Bodega El Grifo und Bodega La Geria sind die bekanntesten.
Praktische Lanzarote Tipps – Anreise, Mietwagen & Kosten
Anreise: Lanzarote Airport (ACE) wird direkt von vielen deutschen Flughäfen angeflogen (Ryanair, Condor, Eurowings). Flugzeit ab Frankfurt ~4,5h. Alternativ: Fähre von Fuerteventura (25 Min) oder Gran Canaria (Tagesausflug per Flug oder Fähre möglich).
Mietwagen: Unbedingt empfehlenswert. Lanzarote ist zwar klein (60 km Nord-Süd), aber ohne Auto erreichst du weder Timanfaya noch die Papagayo-Strände komfortabel. Ab ~20 €/Tag bei lokalen Anbietern.
Beste Reisezeit: Ganzjährig angenehm (18-28°C). September bis November und Februar bis Mai bieten das beste Verhältnis aus Wetter, Preisen und Touristenmenge.
Budget: Ähnlich wie Gran Canaria. Essen ab 10-15 € für ein komplettes Menü, Unterkünfte ab 40 €/Nacht.
FAQ – Häufige Fragen zu Lanzarote
Was muss man auf Lanzarote gesehen haben?
Timanfaya Nationalpark, mindestens zwei César-Manrique-Werke (Jameos del Agua + Mirador del Río), die Papagayo-Strände und die Weinregion La Geria.
Wie viele Tage braucht man für Lanzarote?
Minimum 3-4 Tage für die Highlights. Ideal: 5-7 Tage um auch die Nordküste, La Graciosa und die versteckten Buchten zu erkunden.
Kann man von Gran Canaria einen Tagesausflug nach Lanzarote machen?
Ja, per Inlandsflug (ca. 1h, ab 30 € one-way). Eine Fähre von Gran Canaria gibt es nicht direkt – nur über Fuerteventura. Für einen Tag reicht es für Timanfaya + ein Manrique-Werk.
Ist Lanzarote schöner als Fuerteventura?
Kommt auf den Geschmack an. Lanzarote bietet mehr kulturelle Sehenswürdigkeiten (Manrique) und dramatischere Vulkanlandschaften. Fuerteventura hat die besseren Strände und ist ideal für Kitesurfer. Beides zusammen per Fähre (25 Min) ist optimal.
Die Vulkanlandschaften Lanzarotes bieten spektakuläre Motive für Drohnen-Content – besonders die Kontraste zwischen schwarzer Lava, weißen Dörfern und türkisem Meer sind einzigartig. Mehr Kanaren-Berichte: Gran Canaria | Madeira | Zusammenarbeit & Content-Produktion






