Philippinen Reisebericht 2025
Die Philippinen standen seit Jahren ganz oben auf meiner Bucket List. Dezember 2024 war es endlich soweit: 5 Wochen durch den wohl schönsten Inselstaat Südostasiens. 7.641 Inseln, türkisblaues Wasser, Wasserfälle mitten im Dschungel und eine Gastfreundschaft, die mich komplett umgehauen hat. In diesem Philippinen Reisebericht teile ich alles, was du für deine eigene Reise wissen musst — von den besten Inseln über praktische Tipps bis zu den realen Kosten.
Spoiler: Die Philippinen sind das beste Preis-Leistungs-Reiseziel in ganz Südostasien. Und das sage ich als jemand, der über 80 Länder bereist hat.
Meine Route: 5 Wochen durch die Philippinen
Ich bin Anfang Dezember 2024 in Cebu gelandet und habe mich von dort aus nach Süden und später Richtung Palawan vorgearbeitet. Meine Route im Überblick:
- Woche 1-2: Cebu & Umgebung — Kawasan Falls, Oslob (Walhaie), Moalboal (Sardinenschwarm), Canyoneering
- Woche 3: Bohol — Chocolate Hills, Tarsier Sanctuary, Panglao Strände
- Woche 4-5: Palawan — El Nido (Island Hopping A, B, C), Port Barton, Underground River Puerto Princesa
Rückblickend war das Timing perfekt. Dezember bis Februar ist Hochsaison, aber die Monate vor Weihnachten sind noch nicht komplett überrannt. Die Preise waren fair, die Strände nicht zu voll, und das Wetter war an 90% der Tage sonnig.
Die schönsten Philippinen Inseln — Meine Top 5
Bei 7.641 Inseln ist die Auswahl natürlich absurd gross. Aber nach 5 Wochen vor Ort kann ich dir ziemlich genau sagen, welche Inseln sich wirklich lohnen:
1. Palawan (El Nido & Port Barton)
El Nido ist der Grund, warum die Philippinen auf Instagram explodiert sind. Und ja — es sieht in echt genauso aus. Kalksteinfelsen, die aus türkisem Wasser ragen, versteckte Lagunen, Strände die aussehen wie aus einem Film. Ich habe alle drei Island Hopping Touren gemacht (A, B und C) und Tour A war mit Abstand die beste. Small Lagoon, Big Lagoon, Shimizu Island — jeder einzelne Stopp war ein Highlight. Port Barton ist das ruhige Gegenstück zu El Nido: weniger Touristen, günstigere Preise, genauso schönes Wasser.
2. Cebu (Moalboal & Kawasan Falls)
Moalboal war für mich eine Überraschung. Der Sardinenschwarm direkt vor der Küste ist komplett surreal — tausende Sardinen, die sich wie eine lebende Wolke durch das Wasser bewegen. Dazu kam Canyoneering bei den Kawasan Falls: 3 Stunden durch Schluchten klettern, von Felsen springen und durch natürliche Pools schwimmen. Mit Abstand das abenteuerlichste, was ich auf den Philippinen gemacht habe.
3. Bohol
Die Chocolate Hills sind ikonisch, aber ehrlich — der Tarsier hat mich mehr beeindruckt. Diese winzigen Primaten mit ihren riesigen Augen gibt es nur auf den Philippinen. Panglao Beach war nice, aber kein Vergleich zu Palawan.
4. Siargao
Hab ich diesmal nicht geschafft, steht aber für den nächsten Trip ganz oben. Surfer-Vibes, Cloud 9, weniger touristisch als El Nido.
5. Coron
Wenn du auf Tauchen und Wracktauchen stehst, ist Coron dein Ort. Die japanischen Schiffswracks aus dem Zweiten Weltkrieg sind weltberühmt.
Philippinen Kosten — So viel habe ich wirklich ausgegeben
Die Philippinen sind günstig. Sehr günstig sogar, wenn du weisst wie. Hier meine realen Kosten pro Tag als Backpacker mit Komfort (kein Dorm, aber auch kein Luxusresort):
| Kategorie | Kosten pro Tag | Details |
|---|---|---|
| Unterkunft | 25-45 € | Privatzimmer mit AC, Pool-Hostels oder Boutique-Hotels |
| Essen | 10-20 € | Local Food 2-4 €, Restaurant 8-15 €, Bier 1-2 € |
| Transport | 5-15 € | Tricycle 1-3 €, Roller 8-12 €/Tag, Fähre 10-25 € |
| Aktivitäten | 10-30 € | Island Hopping 15-25 €, Canyoneering 20-30 € |
| Inlandsflüge | ~3 €/Tag | Cebu-Palawan ca. 50-80 € (Cebu Pacific) |
| GESAMT | 50-110 €/Tag | Im Schnitt ca. 75 €/Tag bei meinem Reisestil |
Für 5 Wochen habe ich insgesamt rund 2.600 € ausgegeben (ohne internationalen Flug). Der Flug Frankfurt-Cebu mit Umstieg lag bei ca. 650 € (Cathay Pacific über Hongkong). Gesamtkosten für 5 Wochen Philippinen: ca. 3.250 €. Für ein Land, das so krass schön ist, sind das Erdnüsse.
Praktische Philippinen Tipps — Was du vor der Reise wissen musst
Visum
Deutsche brauchen für bis zu 30 Tage kein Visum. Am Flughafen bekommst du automatisch einen Stempel. Für längere Aufenthalte kannst du vor Ort bei der Immigration für ca. 70 € auf 59 Tage verlängern. Wichtig: Du brauchst ein Rück- oder Weiterflugticket bei der Einreise.
Beste Reisezeit
November bis Mai ist Trockenzeit — optimal für die meisten Inseln. Peak Season ist Dezember bis Februar (Weihnachten + chinesisches Neujahr). Mein Tipp: Anfang Dezember oder März/April. Da ist das Wetter top, aber die Preise noch human. Die Regenzeit (Juni-Oktober) ist machbar, aber Taifune können Pläne durchkreuzen.
Inlandsflüge
Cebu Pacific und Philippine Airlines sind die zwei grossen Airlines. Cebu Pacific ist der Billigflieger — Flüge ab 20 € wenn du früh buchst. Mein Tipp: 2-3 Wochen vorher buchen, Handgepäck reicht meistens (7kg). Ich bin Cebu nach El Nido über Puerto Princesa geflogen für 55 €.
SIM-Karte & Internet
Am Flughafen Cebu direkt eine Globe oder Smart SIM kaufen. Ich hatte Globe mit 30GB für 30 Tage — hat ca. 12 € gekostet. Das Netz ist in den Städten solide (4G), auf den Inseln eher durchwachsen. In El Nido hatte ich überall Empfang, in Port Barton war es eher 50/50.
Roller mieten
Der beste Weg, die Inseln zu erkunden. 8-12 € pro Tag, kein Führerschein nötig (theoretisch schon, fragt aber keiner). Helm wird meistens mitgeliefert. Tanken an kleinen Straßenständen — Flasche Benzin für 1-2 €. Vorsicht: Die Straßen auf den Philippinen sind… abenteuerlich. Hunde, Hühner, Gegenspur — immer defensiv fahren.
Geld & Bezahlen
Philippinischer Peso (PHP). 1 € waren zum Zeitpunkt meiner Reise ca. 62 PHP. Bargeld ist King — viele kleine Läden und Straßenstände nehmen keine Kartenzahlung. Geldautomaten gibt es in jeder größeren Stadt, aber auf kleineren Inseln kann es eng werden. Mein Tipp: Immer genug Cash dabei haben für 2-3 Tage.
Drohne auf den Philippinen — Meine Erfahrungen
Ich fliege seit Jahren die DJI Mini-Serie (aktüll DJI Mini 5 Pro) und die Philippinen sind ein absolutes Drohnen-Paradies. Die Aufnahmen, die du aus der Luft bekommst, sind einfach auf einem anderen Level — türkise Lagunen, winzige Inseln, Wasserfälle mitten im Dschungel.
Rechtliche Lage: Die Philippinen sind vergleichsweise entspannt was Drohnen angeht. Unter 250g (also DJI Mini) brauchst du keine Registrierung. Trotzdem solltest du dich von Flughäfen, Militärgebieten und Menschenmengen fernhalten. In El Nido habe ich an jedem Strand geflogen ohne Probleme. Am Kawasan Falls war es enger — da habe ich früh morgens geflogen, bevor die Touristenmassen kamen.
Mein Setup: DJI Mini 5 Pro + 3 Akkus + ND-Filter. Reicht für ca. 90 Minuten Flugzeit. Die Aufnahmen in 4K sind der Wahnsinn — gerade bei den Inseln und Wasserfällen. Wenn du als Content Creator auf die Philippinen gehst, pack definitiv eine Drohne ein.
Sicherheit auf den Philippinen
Ich habe mich auf den Philippinen zu keinem Zeitpunkt unsicher gefühlt. Die Filipinos sind extrem freundlich und hilfsbereit. Trotzdem ein paar Hinweise:
- Petty Crime: In Manila und Cebu City aufpassen — Taschendiebstahl kommt vor. Auf den Inseln quasi null Kriminalität.
- Mindanao: Die südliche Insel würde ich aktüll meiden. Reisewarnung vom Auswärtigen Amt.
- Straßenverkehr: Das größte Risiko auf den Philippinen. Chaotisch, keine Regeln, nachts ohne Licht fahren ist normal. Immer vorsichtig sein.
- Wasser: Kein Leitungswasser trinken. Überall gibt es günstige Wasserkanister (20L für ca. 40 Cent).
- Versicherung: Auslandskrankenversicherung ist Pflicht. Ich nutze seit Jahren die von der HanseMerkur — hat mich bisher nie im Stich gelassen.
Philippinen Backpacking — Für wen lohnt es sich?
Die Philippinen sind perfekt für:
- Backpacker: Günstige Preise, einfache Infrastruktur, Hostel-Kultur
- Abenteurer: Canyoneering, Tauchen, Klettern, Kajakfahren
- Fotografen & Content Creator: Die Landschaft ist ein einziges Fotomotiv. Drohnenbilder hier sind einfach auf einem anderen Level.
- Paare: Romantische Sonnenuntergänge, einsame Strände, bezahlbare Luxus-Resorts
Nicht optimal, wenn du:
- Perfekte Infrastruktur erwartest (Straßen, Pünktlichkeit, Internet)
- Probleme mit Hitze und Feuchtigkeit hast (35°C + 90% Luftfeuchtigkeit)
- Auf Party aus bist (Bali und Thailand sind dafür besser)
Häufig gestellte Fragen zu den Philippinen
Wie viel kostet eine 3-wöchige Philippinen Reise?
Rechne mit 1.500-2.500 € ohne Flug, je nach Reisestil. Backpacker kommen mit 40-50 €/Tag aus, mit etwas Komfort sind 70-90 €/Tag realistisch. Der internationale Flug liegt bei 500-800 € je nach Buchungszeitpunkt.
Sind die Philippinen gefährlich?
Nein, die touristischen Gebiete (Cebu, Bohol, Palawan, Siargao) sind sehr sicher. Meide Mindanao und nimm in Manila die üblichen Großstadt-Vorsichtsmaßnahmen. Ich habe mich in 5 Wochen nie unsicher gefühlt.
Wann ist die beste Reisezeit für die Philippinen?
November bis Mai (Trockenzeit). Dezember bis Februar ist Hochsaison. März und April sind heißer, aber günstiger. Regenzeit (Juni-Oktober) geht auch, aber Taifun-Risiko steigt ab August.
Brauche ich ein Visum für die Philippinen?
Nein, nicht als deutscher Staatsbürger. Du bekommst bei Einreise automatisch 30 Tage. Verlängerung auf 59 Tage vor Ort bei der Immigration möglich (ca. 70 €). Wichtig: Rückflugticket nachweisen.
Kann ich auf den Philippinen Drohne fliegen?
Ja, unter 250g (DJI Mini Serie) brauchst du keine Registrierung. Halte Abstand zu Flughäfen und Militärgebieten. An touristischen Spots ist Drohnenfliegen meistens kein Problem — ich habe überall geflogen ohne Ärger.
Philippinen oder Thailand — Was ist besser?
Kommt drauf an. Thailand hat bessere Infrastruktur, mehr Party, einfacheres Reisen. Die Philippinen haben die schönere Natur, türkiseres Wasser, weniger Massentourismus und sind günstiger. Für Abenteurer und Naturliebhaber: Philippinen. Für Erstzeit-Südostasien-Reisende: Thailand.
Wie komme ich zwischen den Inseln hin und her?
Fähren und Inlandsflüge. Cebu Pacific bietet Flüge ab 20 €. Fähren sind günstiger (5-25 €) aber dauern länger. Zwischen Cebu und Bohol fährt eine schnelle Fähre (2h, ca. 12 €). Cebu nach Palawan besser fliegen — per Fähre dauert das ewig.
Mein Fazit nach 5 Wochen Philippinen
Die Philippinen sind das schönste Land, das ich in Südostasien bereist habe. Punkt. Die Kombination aus unberührten Inseln, türkisem Wasser, abenteuerlichen Aktivitäten und unglaublich herzlichen Menschen ist einzigartig. Dazu kommen Preise, die selbst für Südostasien günstig sind.
Ist es perfekt? Nein. Die Infrastruktur ist manchmal abenteuerlich, das Internet fällt auf kleinen Inseln schon mal aus, und der Verkehr ist chaotisch. Aber genau das macht es authentisch. Hier spürst du noch echtes Abenteuer — nicht die durchkommerzialisierte Version, die du in Bali oder Phuket bekommst.
Wenn du überlegst, ob die Philippinen was für dich sind: Ja, sind sie. Buch den Flug, pack den Rucksack, und mach dich bereit für das Abenteuer deines Lebens. Du wirst es nicht bereuen.
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Über den Autor
Max Haase ist Deutschlands reichweitenstärkster Travel & Lifestyle Creator mit über 4 Millionen Followern auf Instagram. Als Drohnen-Content Creator dokumentiert er seit über 10 Jahren die schönsten Orte der Welt aus einzigartigen Perspektiven. 82+ bereiste Länder, 500+ Markenkooperationen mit internationalen Tourism Boards, Hotels und Premium-Marken. Equipment: DJI Mini 5 Pro, Sony A7 IV, DJI Action 6 Pro.






