Südamerika Backpacking – Abenteuer durch Kolumbien, Ecuador & Peru
Südamerika Backpacking – die Reise, die alles verändert hat. 2019 bin ich für mehrere Monate durch Kolumbien, Ecuador und Peru gereist und habe dabei ein Kontinent entdeckt, der so vielfältig und überwältigend ist, dass jedes europäische Reiseziel danach fast langweilig wirkt. Vulkane, Dschungel, Andenhochwüsten, Inkaruinen, Karibikstrände – Südamerika hat alles, und das zu Preisen, bei denen europäische Budgets zu Luxus-Budgets werden.
Kolumbien – Das am meisten unterschätzte Land Südamerikas
Kolumbien war die größte Überraschung der Reise. Das Land hat seinen schlechten Ruf längst abgelegt und ist heute eines der spannendsten Backpacker-Ziele der Welt. Medellín (einst „gefährlichste Stadt der Welt“) ist heute eine innovative, grüne Metropole mit perfektem Klima (ewiger Frühling auf 1.500m). Cartagena an der Karibikküste verzaubert mit kolonialer Altstadt und warmem Meer. Das Cocora-Tal mit seinen 60m hohen Wachspalmen wirkt wie aus einem Fantasyroman.
Kosten: Kolumbien ist spottbillig. Hostel: 5-10 €, Menú del Día: 2-3 €, Inlandsflug: 30-60 €. Du kannst hier mit 25-35 €/Tag komfortabel reisen.
Ecuador – Vulkane, Galápagos-Feeling & die Mitte der Welt
Ecuador ist das kompakteste Land Südamerikas – in der Größe von Italien vereint es Amazonas-Dschungel, Andengipfel, Pazifikküste und die Galápagos-Inseln. Quito (UNESCO-Altstadt auf 2.800m) und der nahe Cotopaxi-Vulkan (5.897m) sind beeindruckend. Die Laguna Quilotoa – ein smaragdgrüner Kratersee auf 3.900m – ist eines der beeindruckendsten Naturwunder Südamerikas.
Peru – Machu Picchu, Cusco & die Anden
Peru ist der Höhepunkt jeder Südamerika-Reise. Cusco, die ehemalige Inka-Hauptstadt, und natürlich Machu Picchu sind absolute Must-Sees. Mein Tipp: Nicht den normalen Touristenzug nehmen, sondern den Salkantay Trek – 5 Tage durch die Anden zu Fuß, mit Machu Picchu als krönender Abschluss. Mehr dazu in meinem Peru Reisebericht.
Backpacking Kosten & Tipps für Südamerika
Tagesbudget: Kolumbien 25-35 €, Ecuador 30-40 €, Peru 25-40 €. Mit Inlandsflügen und Touren (Machu Picchu, Galápagos) steigt das Budget deutlich.
Sicherheit: Deutlich besser als der Ruf. Grundregeln befolgen: Nachts nicht allein in unbekannten Vierteln, Wertsachen im Hostel-Safe, kein Schmuck tragen. In touristischen Gebieten ist die Sicherheitslage gut.
Beste Reisezeit: Mai-September (Trockenzeit in den Anden). Für die Karibikküste Kolumbiens: Dezember-April.
FAQ – Südamerika Backpacking
Wie lange sollte man für Südamerika einplanen?
Minimum 4 Wochen für ein Land, 2-3 Monate für Kolumbien + Ecuador + Peru. Weniger als 4 Wochen fühlt sich gehetzt an.
Braucht man Spanisch?
Hilfreich, aber nicht zwingend. In touristischen Gebieten kommt man mit Englisch durch. Grundkenntnisse (Zahlen, Essen bestellen, nach dem Weg fragen) machen die Reise aber deutlich angenehmer.
Ist Südamerika gefährlich?
Nicht pauschal. Kolumbien, Peru und Ecuador sind in touristischen Gebieten sicher. Grundregeln beachten. Venezuela und Teile Brasiliens sind aktuell schwieriger.
Meine Südamerika-Serie: Peru | Salkantay Trek | Chile & Patagonien | Brasilien | Zusammenarbeit
Da wir ein super Flugschnäppchen nach Brasilien ergattert hatten, startet unser nächstes Abenteuer nun also in Südamerika – ich bin regelmäßig hier, jedoch gibt es immer noch so wahnsinnig viel zu sehen! Und zwar zuerst São Paulo, wo ich direkt erstmal einen Schock bekam. 😂
Nirgends habe ich bisher so viele obdachlose Menschen gesehen wie in São Paulo – und das, obwohl ich schon in vielen internationalen Großstädten war, auch in ärmeren Regionen. São Paulo legte jedoch noch mal eine ordentliche Schippe obendrauf, denn hier findet man Menschen in Zelten, unter Planen und teilweise sogar ohne jegliche Form eines Daches über dem Kopf in jeder einzelnen Straße! Vor der Kathedrale zeigte sich dann das ganze Elend, denn anstatt Touristen fanden sich auch hier nur hunderte Obdachlose und viele Polizisten, die das ganze einigermaßen im Blick behielten. Laut Aussage eines Einheimischen habe sich die Situation gerade jetzt in der Coronapandemie noch einmal erheblich verschlimmert und immer mehr Menschen enden auf der Straße. 😳 Außerdem wurden wir im Laufe unserer 5 Tage in Rio unzählige Male von Einheimischen (mitunter mitten auf der Straße) angesprochen, dass wir auf unsere Sachen, Handy usw. aufpassen sollen – auch dies habe ich vorher so noch nie erlebt – ein komisches Gefühl! 🤨
Nichtsdestotrotz haben wir uns natürlich auch die Stadt angeschaut und einige Dinge unternommen. Besonders begeistert hat uns das Essen in Brasilien – man bezahlt in den einheimischen Restaurants meist pro 100g – so bekommt man einen Teller mit frischen Zutaten und viel Gemüse meist schon für unter 3 € und manchmal gibt es sogar All-you-can-Eat Buffets für unter 5 € pro Person. 😍🔥
Von São Paulo nahmen wir dann einen Flug nach Foz do Iguaçu – die Grenzstadt nach Paraguay. Hier gibt es neben unfassbar vielen Restaurants und Bars vor allem ein touristisches Highlight: die Iguazu Wasserfälle – die größten Wasserfälle der Welt. Ich war zwar schon zwei Mal hier, jedoch ist es für mich immer wieder faszinierend und es sollte definitiv auf keiner Bucket List fehlen! Auf einem riesigen Areal erstrecken sich hier insgesamt 275 einzelne Wasserfälle, egal wohin man auch schaut! 😱 Außerdem kann man mit etwas Glück die kleinen Nasenbären sehen, die überall auf dem Gelände nach unachtsamen Touristen suchen, um ihnen das Essen wegzuschnappen. 😂
Lange blieben wir in Foz do Iguaçu jedoch nicht, da es direkt weiter ging über die Brücke der Freundschaft nach Paraguay. Da es in Paraguay jedoch nicht wirklich viel zu unternehmen gibt, haben wir direkt einen Bus nach Asunción genommen, das soziale und wirtschaftliche Zentrum Paraguays. Hier haben wir viel gearbeitet und ein paar kleinere Unternehmungen gemacht. Außerdem kam hier zum ersten Mal so richtig Weihnachtsstimmung auf, da alles wunderschön dekoriert war – bei 30 Grad im Schatten. 😂
Eigentlich planten wir von Paraguay mit dem Bus weiter nach Argentinien zu fahren, jedoch mussten wir feststellen, dass hier in Südamerika ein Großteil der Landesgrenzen wegen Corona geschlossen ist und die Einreise meist bloß per Flugzeug möglich ist… wir planten also um und buchten mit ausreichend Abstand einen Flug nach Chile. Zur Einreise nach Chile sind aufgrund der Coronabestimmungen jedoch unzählige Dinge zu erfüllen, unter anderem muss man seine Impfungen vom Chilenischen Gesundheitsamt verifizieren lassen. Als wir nach über einer Woche dann am Flughafen standen wurden wir wieder nach Hause geschickt, da diese Verifizierung bis zu 40 Tage in Anspruch nehmen kann! Spontanes Reisen ist so nicht mehr möglich… 🥺
Wir mussten also erneut umplanen und haben uns dann für Flüge nach Peru entschieden, da wir hier nur ein negatives PCR Ergebnis brauchen… mal schauen, ob es dieses Mal klappt! 😁👍


















