Beste Orte zum Drohnen-Fliegen in Europa: 20 Top-Spots 2026
Die 20 besten Drohnen-Spots in Europa — Von Lofoten bis Santorini
Als Drohnen-Reise-Creator mit Reisen in 82 Ländern habe ich eine ziemlich klare Meinung, wo in Europa die spektakulärsten Aufnahmen entstehen. Ich fliege professionell Drohne, aktuell die DJI Mini 5 Pro — und habe dabei gelernt, dass die besten Spots selten die offensichtlichen sind. Klar, Santorini von oben ist beeindruckend. Aber kennst du die Lofoten im Winter? Oder die Färöer-Inseln bei Sturm? Oder die verlassenen Dörfer in Albanien?
- Basis der Auswahl: Meine Reisen in 82 Ländern prägen die 20 besten Spots in Europa.
- Nordeuropa-Podium: Lofoten (Reine, Hamnøy) sind die Nummer eins; dazu Färöer mit Múlafossur, Trolltunga und Lapplands Nordlichter aus der Luft.
- Südeuropa-Klassiker: Santorini, Cinque Terre, Amalfiküste und die Benagil-Höhle an der Algarve – ikonische Motive mit klaren Flug-Fenstern und Regeln.
- Geheimtipps & Berge: Kotor-Bucht, Meteora und Kappadokiens Ballone liefern Variationen; dazu kommen die Albanische Riviera und Transsilvanien.
- Praxis pro Spot: Jeder Eintrag enthält Besonderheiten und praktische Tipps; Drohnenregeln und Flughafen-Check gehören vor jedem Start dazu.
In diesem Guide teile ich meine 20 absoluten Favoriten — sortiert nach Region, mit Besonderheiten des Ortes, Hinweisen zur Drohnen-Gesetzgebung und meinen persönlichen Tipps für die perfekte Aufnahme.
Nordeuropa — Dramatik pur
1. Lofoten, Norwegen — Der König der Drohnen-Spots
Die Lofoten sind der beste Drohnen-Spot in Europa. Punkt. Die Kombination aus schroffen Bergen, die direkt ins türkise Meer fallen, den ikonischen roten Fischerhütten (Rorbuer), und dem Licht — im Sommer Mitternachtssonne, im Winter Nordlichter — ist einmalig. Mein Favorit: Reine und Hamnøy von oben, wenn die Morgensonne die Berge in goldenes Licht taucht.
Beste Zeit: September-Oktober (Herbstfarben + Nordlichtchance) oder Juni-Juli (Mitternachtssonne). Drohnengesetz: Norwegen: Auch unter 250 g brauchst du eine Betreiberregistrierung; geflogen werden darf in den meisten Gebieten. Achtung: Nicht über Naturschutzgebieten und nicht näher als 5 km an Flughäfen fliegen. Die Lofoten haben einen kleinen Flughafen bei Svolvær — GPS-Check vor dem Start!
2. Färöer-Inseln, Dänemark — Wild & Unberührt
Die Färöer sind das, was Island vor 15 Jahren war — dramatisch, menschenleer, komplett unspoiled. Der Múlafossur-Wasserfall, der direkt über eine Klippe ins Meer stürzt, ist einer der ikonischsten Drohnen-Shots überhaupt. Dazu: Mykines mit seinen Papageientaucher-Kolonien und Trælanípa, der See über dem Meer.
Beste Zeit: Mai-August (aber selbst dann: Regenjacke obligatorisch). Drohnengesetz: Unter 250g genehmigungsfrei, aber Vogelschutzgebiete sind streng geschützt — bei Mykines nur mit Genehmigung und außerhalb der Brutzeit.
3. Trolltunga, Norwegen — Der Zungen-Felsen
Trolltunga (die Trollzunge) ist ein Felsvorsprung, der 700 Meter über dem Ringedalsvatnet-See in die Luft ragt. Von oben mit meiner Drohne gefilmt, sieht es aus, als würde eine Steinzunge aus dem Berg wachsen. Die Wanderung dorthin ist 28 km lang und anspruchsvoll (10-12 Stunden) — aber die Drohnenaufnahmen entschädigen für jeden Muskelkater.
Beste Zeit: Juni-September (im Winter nur mit Guide und Winterausrüstung). Tipp: Starte den Drohnenflug VOR dem Felsvorsprung, nicht darauf. Die Windverhältnisse an der Kante sind unberechenbar.
4. Lappland, Finnland — Nordlichter von oben
Nordlichter mit meiner Drohne zu filmen ist technisch anspruchsvoll (lange Belichtung bei Minusgraden, Akku-Management bei -20°C), aber die Ergebnisse sind atemberaubend. Die DJI Mini 5 Pro schafft mit dem Nachtmodus Belichtungen bis 2 Sekunden — genug für Nordlichter. Akkus in die Jackentasche statt in die Drohne lagern bis zum Start — bei -20°C verlieren sie 40% Kapazität in Minuten.
Beste Zeit: Oktober-März. Ort: Inari oder Saariselkä (wenig Lichtverschmutzung).
Südeuropa — Mittelmeer-Magie
5. Santorini, Griechenland — Der Klassiker
Santorini ist einer der meistfotografierten Orte Europas — aus gutem Grund. Die weißen Häuser mit den blauen Kuppeln vor dem Vulkankrater und dem tiefblauen Meer sind aus der Luft noch spektakulärer als vom Boden. Mein Spot: Oia bei Sonnenuntergang, wenn die Sonne die weißen Mauern in goldenes und rosa Licht taucht.
Drohnengesetz Griechenland: ACHTUNG — Griechenland hat seit 2023 strenge Drohnenregeln. Flüge in der Nähe archäologischer Stätten (Akropolis, Delphi, Meteora-Klöster) sind verboten. In Santorini ist Fliegen über Oia theoretisch erlaubt, aber die Behörden sind sensibel. Auch unter 250 g brauchst du eine Betreiberregistrierung, und eine Fluggenehmigung über die HCAA-App wird empfohlen.
6. Cinque Terre, Italien — Bunte Dörfer an der Steilküste
Die fünf Dörfer der Cinque Terre (Monterosso, Vernazza, Corniglia, Manarola, Riomaggiore) kleben an den Klippen der ligurischen Küste wie bunte Legosteine. Von oben mit meiner Drohne: ein Traum. Jedes Dorf hat seinen eigenen Charme, aber Manarola bei Sonnenuntergang ist der Shot, den du willst.
Drohnengesetz Italien: Unter 250g (Kategorie OPEN A1) genehmigungsfrei. ENAC-Registrierung seit 2024 Pflicht, auch für Sub-250g-Drohnen. Online in 5 Minuten erledigt.
7. Amalfiküste, Italien — Positano von oben
Positano mit seinen pastellfarbenen Häusern, die den Berg zum Meer hinunter kaskadieren, ist von oben ein Traum. Die kurvige Amalfi-Küstenstraße als Band zwischen Berg und Meer. Ravello mit seinem Blick über die gesamte Küste. Ein Drohnen-Paradies — wenn der Wind mitspielt (die Klippen erzeugen starke Aufwinde).
Beste Zeit: April-Mai oder September-Oktober (weniger Touristen, milderes Licht). Im Sommer ist die Küste so voll, dass du kaum einen Startplatz findest.
8. Benagil-Höhle, Algarve, Portugal
Die Benagil Sea Cave ist eine riesige Meereshöhle mit einem natürlichen Oberlicht in der Decke. Wenn die Sonne mittags senkrecht durch das Loch fällt und den Strand im Inneren beleuchtet — einer der magischsten Drohnen-Shots der Welt. Erreichbar meist per Kajak, SUP oder Boot.
Mitteleuropa — Versteckte Perlen
9. Plitvice-Seen, Kroatien
16 kaskadierende Seen, verbunden durch Wasserfälle, eingebettet in dichten Wald. Von oben: Die unterschiedlichen Blautöne der Seen (von türkis bis smaragdgrün) sind surreal. Achtung: Drohnenflüge im Nationalpark sind offiziell verboten — aber von den umliegenden Hügeln außerhalb des Parks kannst du reinzoomen.
10. Bleder See, Slowenien
Die kleine Insel mit der Kirche mitten im See, die Burg auf dem Felsen darüber, die Julischen Alpen im Hintergrund — ein perfektes Drohnenmotiv. Am besten bei Morgennebel im Oktober, wenn Nebelschwaden über dem Wasser liegen.
11. Sächsische Schweiz, Deutschland
Ja, auch Deutschland hat weltklasse Drohnen-Spots. Die Basteibrücke und die Felsnadeln der Sächsischen Schweiz sehen aus der Luft aus wie eine Miniatur-Fantasy-Landschaft. Im Herbst mit Nebel in den Tälern und buntem Laub — besser als mancher Nationalpark in den USA.
Drohnengesetz: In der Kernzone des Nationalparks verboten. Am Rand und über dem Elbtal erlaubt.
12. Neuschwanstein, Bayern
Das Märchenschloss von Ludwig II ist von oben noch beeindruckender als vom Boden. Die Alpen im Hintergrund, der Alpsee glitzernd daneben. Drohnenflug in unmittelbarer Nähe des Schlosses ist allerdings verboten (Denkmalschutz + Flugverbotszone). Die besten Aufnahmen gelingen vom Tegelberg aus — 2 km Entfernung, Zoom rein.
Atlantik & Inseln
13. Madeira, Portugal — Steilküste trifft Regenwald
Madeira hat die dramatischste Küste Europas: 580 Meter hohe Klippen (Cabo Girão, eine der höchsten Klippen Europas), Levada-Wanderwege durch Lorbeerwald, und Dörfer, die an vertikalen Felswänden kleben. Von oben ist der Kontrast zwischen grünem Regenwald und schwarzer Lavaküste atemberaubend.
14. Azoren, Portugal — Vulkankrater & Wale
Sete Cidades auf São Miguel — ein Doppelkratersee (einer grün, einer blau) — ist DER Drohnenshot der Azoren. Dazu: Walbeobachtung von oben, heiße Quellen am Strand, und eine Landschaft, die aussieht wie das Auenland aus Herr der Ringe.
15. Fuerteventura, Kanaren — Wüste trifft Atlantik
Die Dünen von Corralejo, die endlosen Strände im Süden, die Lavafelder im Landesinneren — Fuerteventura von oben sieht aus wie Mars mit Strand. Perfekt für Drohnen: wenig Windschatten, kaum Flugbeschränkungen, ganzjährig fliegbar.
Südosteuropa & Türkei — Die Geheimtipps
16. Kotor-Bucht, Montenegro
Die Kotor-Bucht ist Europas südlichster Fjord — und von oben ein Traum. Die alte Stadt Kotor am Ende der Bucht, die serpentinenreiche Straße den Berg hinauf, und südlich bei Budva die Insel Sveti Stefan.
17. Meteora, Griechenland
Klöster auf 300 Meter hohen Sandsteinfelsen — aus der Luft sieht es aus, als würden sie schweben. Bei Nebel im Tal noch surrealer. Drohnenflug über den Klöstern selbst ist verboten, aber von den umliegenden Aussichtspunkten bekommst du perfekte Aufnahmen.
18. Kappadokien, Türkei — Heißluftballons von oben
200 Heißluftballons über den Feenkaminen bei Sonnenaufgang — von oben mit meiner Drohne gefilmt, gehört das zu den surrealistischsten Aufnahmen der Welt. Drohne am besten VOR den Ballons starten (ca. 5:30 Uhr) und auf Höhe bleiben.
19. Albanische Riviera
Ksamil, Himarë und der Llogara-Pass sind Albaniens bestgehütete Geheimnisse. Türkises Wasser wie in der Karibik, keine Drohnenregulierung (2024 noch komplett frei), und ein Bruchteil der Touristen im Vergleich zu Kroatien oder Griechenland. Mein Geheimtipp für 2026.
20. Transsilvanien, Rumänien — Dracula-Land von oben
Die Karpaten im Herbst, mittelalterliche Kirchenburgen in nebelverhangenen Tälern, Bären auf Waldlichtungen — Transsilvanien ist für Drohnenfotografen ein Traum. Die Transfăgărășan-Passstraße (die laut Jeremy Clarkson schönste Straße der Welt) von oben gefilmt ist ein garantierter Viral-Hit. Beste Zeit: September-Oktober, wenn die Wälder in Rot und Gold explodieren.
Equipment & Drohnenrecht — Was du wissen musst
| Drohne | Gewicht | Preis | Meine Bewertung |
|---|---|---|---|
| DJI Mini 5 Pro | 249,9g | ~800 € | Mein Daily Driver — unter 250g = weniger Regulierung |
| DJI Air 3 | 720g | ~1.100 € | Dual-Kamera, besser bei Wind, aber Registration nötig |
| DJI Mavic 4 Pro | 1.063g | ~2.200 € | Profi-Bildqualität, 3 Kameras, Hasselblad-Sensor |
Meine Top-5-Tipps für bessere Drohnenfotos
1. Die Goldene Stunde ist ALLES. Viele meiner besten Drohnenfotos sind in der Stunde nach Sonnenaufgang oder vor Sonnenuntergang entstanden. Das warme, flache Licht erzeugt lange Schatten, dramatische Farben und eine Tiefe, die in der Mittagssonne unmöglich ist. Steh früh auf — die besten Aufnahmen entstehen zwischen 5:30 und 7:00 Uhr.
2. Fliege höher UND tiefer als du denkst. Die meisten Drohnenpiloten fliegen auf 50-100 Metern — dem Standard. Aber die spektakulärsten Perspektiven sind entweder sehr hoch (120m, die maximale Flughöhe in der EU) oder sehr niedrig (5-10m über dem Boden/Wasser). Niedrig über Wasser erzeugt dramatische Spiegelungen und Texturen, die von oben nicht sichtbar sind.
3. Bewege die Drohne während der Aufnahme. Statische Drohnenfotos sind gut, aber Drohnenvideos mit langsamer, fließender Bewegung (Orbit, Dolly, Reveal) sind großartig. Die DJI Mini 5 Pro hat Quickshot-Modi, die das automatisch machen — nutze sie. Ein 15-Sekunden-Orbit um einen Leuchtturm bei Sonnenuntergang schlägt jedes statische Foto um Längen, was Engagement auf Social Media angeht.
4. Symmetrie und Muster suchen. Von oben sieht die Welt anders aus. Felder, Straßen, Küstenlinien, Hafenanlagen — alles hat Muster und Symmetrien, die vom Boden unsichtbar sind. Trainiere dein Auge für diese „Top-Down-Ästhetik“. Die besten Drohnenfotografen denken nicht in 3D wie ein Fotograf, sondern in 2D wie ein Grafikdesigner.
5. Kenne deine Grenzen (und die deiner Drohne). Wind über 35 km/h? Drohne bleibt am Boden. Akku unter 30%? Sofort zurückfliegen. Kein GPS-Signal? Nicht starten. Zu viel Wind über dem Meer kostet Drohnen: Sie werden aufs offene Wasser gedrückt und sind verloren. Wer konservativer fliegt, konzentriert sich besser auf die Komposition — weniger Risiko, bessere Aufnahmen.
Welcher Drohnen-Spot passt zu welchem Motiv?
Kurz gesagt: Europas Drohnen-Spots unterscheiden sich vor allem durch ihre Bildsprache: An der Algarve dominieren goldene Felsen und blaues Wasser, auf Madeira steile Küsten und vulkanische Formen, auf dem E5 Seen und Bergflanken. In Bodrum verbinden sich dagegen Buchten, weiße Orte, Häfen und Boote zu klaren mediterranen Kompositionen.
Für eine gezielte Auswahl hilft deshalb nicht nur eine Rangliste, sondern die Frage nach dem gewünschten Motiv. Die Ponta da Piedade zeigt ein komplexes Geflecht aus Felsnadeln, Bögen und Grotten. An der Praia da Marinha prägt eine doppelte Bogenformation das Bild, während der Blick durch das Deckenloch der Benagil-Höhle Meer, Fels, Licht und den kleinen Sandstrand zusammenführt. Madeira wirkt deutlich vertikaler: An der Nordküste verlaufen Straße, hohe Klippen und Atlantik nebeneinander; bei Porto Moniz setzen natürliche Lava-Becken einen weiteren Kontrast.
| Spot | Hauptmotiv | Bildwirkung |
|---|---|---|
| Ponta da Piedade | Felsnadeln, Bögen | vielschichtig |
| Praia da Marinha | Doppelbogen | ikonisch |
| Madeiras Nordküste | Klippen, Straße | dramatisch |
| Seewisee | See, Spiegelung | ruhig |
| Bodrum | Buchten, Boote | mediterran |
In den Alpen wird die Landschaft selbst zur grafischen Struktur. Die Hängebrücke im Trettachtal bildet ein geometrisches Motiv über der Schlucht; der Seewisee spiegelt seine Umgebung, und der Stausee Vernagt liegt türkis zwischen steilen Bergflanken. So lässt sich schon vor der Reise entscheiden, ob die Aufnahme von Formen, Farbkontrasten, Spiegelungen oder räumlicher Tiefe leben soll.
Atlantikküste im Vergleich: Algarve oder Madeira?
Algarve und Madeira teilen den Atlantik als Kulisse, ergeben aus der Luft aber zwei sehr verschiedene Serien. An der Algarve bestimmen warme Sandsteintöne, tiefblauer Ozean und türkise flache Buchten die Farbpalette. Ponta da Piedade bietet immer neue Ausschnitte aus Felsnadeln, natürlichen Bögen und versteckten Grotten. Die Praia da Marinha ergänzt eine markante Doppelbogenformation, Benagil den senkrechten Blick durch das kreisrunde Deckenloch auf den Strand im Höhleninneren. Zwischen Carvoeiro und Armação de Pêra liegen weitere versteckte Buchten.
Madeiras Nordküste setzt dem eine wildere, schroffere Landschaft entgegen. Die ER101 windet sich zwischen hohen Klippen und Atlantik; aus der Luft wird das Verhältnis von Straße, Fels und Meer besonders deutlich. Bei Porto Moniz liegen natürliche, vom Meer gespeiste Lava-Becken an der Küste. Cabo Girão schafft mit seiner 580 Meter hohen Lage einen steilen Blick auf den Atlantik. Noch einmal anders wirkt die Ponta de São Lourenço: rote Vulkanfelsen treffen dort auf türkises Wasser.
Auch abseits der offenen Küste liefert Madeira eigenständige Motive. Funchal schmiegt sich amphitheaterartig an die Küste, sodass Stadt und Hafen in einer Aufnahme zusammenkommen können. Im Fanal-Wald stehen knorrige alte Lorbeerbäume im Nebel. Wer eine helle, grafische Küstenserie plant, findet an der Algarve die stärkeren Gold-Blau-Kontraste; für vulkanische Formen, steile Dimensionen und den Wechsel zwischen Stadt, Küste und Wald bietet Madeira mehr Gegensätze.
Vom Top-Down-Motiv bis zum Panorama: Perspektiven planen
Ein guter Spot liefert nicht nur ein Wahrzeichen, sondern eine Perspektive, die seine Form lesbar macht. Auf dem E5 eignet sich das türkisfarbene Wasser bei Spielmannsau für eine Top-Down-Aufnahme in der moosbewachsenen Schlucht. Die Hängebrücke im Trettachtal wird von oben zur klaren Geometrie. Am Seewisee bei der Memminger Hütte stehen Spiegelungen im Mittelpunkt, während Braunschweiger Hütte und Gletscher ein Panorama über die Ötztaler Alpen eröffnen. Der Stausee Vernagt funktioniert wiederum über den Farbkontrast zwischen türkisem Wasser und steilen Bergflanken.
An der Küste übernehmen Linien und Flächen dieselbe Aufgabe. In Bodrum rahmen bei der Yalıkavak Marina die Zufahrt und die Berge das Motiv. Gümüşlük verbindet eine kleine Bucht mit versunkenen Ruinen; in der Türkbükü-Bucht bilden Hotels und Yachten die Vogelperspektive. Auf offener See setzt ein Katamaran einen einzelnen Bezugspunkt zwischen Wasser und Küstenlinie. Bodrum Castle und Hafen ergeben zusammen das klassische Stadtmotiv der Halbinsel.
Die Lichtidee kann ebenfalls aus dem Motiv entstehen. Für die goldenen Felsen der Algarve eignen sich die frühen Morgenstunden oder die Zeit kurz vor Sonnenuntergang. Der Seewisee eignet sich als Motiv zum Sonnenaufgang, Bodrum Castle und Hafen am frühen Morgen. In Gümüşlük bringt der hohe Sonnenstand die Bucht zur Geltung, während die Türkbükü-Bucht im Licht des Sonnenuntergangs funktioniert. Damit beginnt die Planung nicht bei einer pauschalen Uhrzeit, sondern bei der Frage, ob Farbe, Spiegelung, Geometrie oder räumliche Staffelung das Bild tragen soll.
Passend dazu: Drohnen-Spots Südamerika, Kitesurfen an der Algarve, Drohnenaufnahmen bearbeiten.
Für Tourism Boards und Marken: Wenn du eine Destination wie diese mit eigenem Reise-Content in Szene setzen willst, findest du Ablauf und Leistungen auf der Seite Travel Content Creator buchen.
Passend dazu: Content Creator Equipment 2026: mein komplettes Setup.
FAQ — Drohne fliegen in Europa
Brauche ich einen Drohnenführerschein in Europa?
Für Drohnen der Klasse C0 (unter 250 g, Kategorie OPEN A1) brauchst du in der EU keinen Kompetenznachweis, aber die Betreiberregistrierung mit e-ID (in Deutschland beim LBA) und eine Haftpflichtversicherung. Beides erledigst du online vor der Reise. Für schwerere Drohnen brauchst du zusätzlich den A2-Fernpilotenschein (Online-Prüfung plus Selbststudium).
Wo darf ich überall fliegen?
Generell: Nicht über Menschenansammlungen, nicht in Flughafen-Nähe (je nach Land 1-8 km), nicht über Militäranlagen, nicht über Naturschutzgebieten (länderspezifisch). Apps wie „DJI Fly“ und „AirMap“ zeigen dir in Echtzeit, wo du fliegen darfst. Mein Tipp: IMMER vor Ort die lokale App checken — die Regeln ändern sich ständig.
Was ist die beste Drohne für Reisefotografie?
DJI Mini 5 Pro. Unter 250g (= weniger Regulierung überall auf der Welt), 1-Zoll-Sensor (gute Bildqualität auch bei wenig Licht), 4K/60fps Video, Hinderniserkennung in alle Richtungen, und passt in jede Jackentasche. Für die meisten Content Creator die perfekte Reisedrohne.
Wie vermeide ich Ärger mit Behörden?
Regel Nummer 1: Sei unsichtbar. Fliege früh morgens oder am späten Nachmittag, wenn wenig Menschen unterwegs sind. Starte diskret und vermeide Flüge über Strände, Promenaden oder Sehenswürdigkeiten mit vielen Zuschauern. Wenn jemand (Polizei, Security, Anwohner) dich anspricht: Sei freundlich, zeig die Drohne, erkläre was du machst. Meist ist die Reaktion positiv, wenn du höflich bist.
Versicherung für Drohnen — brauche ich das?
Ja, in der gesamten EU ist eine Haftpflichtversicherung für Drohnen Pflicht — auch für Sub-250g-Modelle. In Deutschland ab ca. 40–60 Euro/Jahr über die Allianz oder Helden.de Drohnenversicherung. Deckt Personen- und Sachschäden ab. Ohne Versicherung riskierst du Bußgelder bis 50.000 Euro. Manche Privat-Haftpflichtversicherungen inkludieren Drohnen unter 250g — bei deiner nachfragen.
Wo entstehen besonders starke Gold-Blau-Kontraste?
An der Algarve treffen goldene Sandsteinklippen auf tiefblauen Atlantik und türkise flache Buchten. Besonders Ponta da Piedade verbindet diese Farben mit Felsnadeln, Bögen und Grotten.
Welche Motive bietet Madeira aus der Luft?
Madeira verbindet die steile Nordküste, die Straße ER101, Lava-Becken bei Porto Moniz und rote Vulkanfelsen an der Ponta de São Lourenço. Hinzu kommen Funchal mit Stadt und Hafen sowie die Lorbeerbäume im Fanal-Wald.
Welche E5-Spots eignen sich für geometrische Aufnahmen?
Die Hängebrücke im Trettachtal ist das deutlichste geometrische Motiv. Eine Top-Down-Perspektive bietet außerdem die Schlucht mit den Wasserfällen bei Spielmannsau.
Wo lassen sich Spiegelungen und Bergpanoramen fotografieren?
Der Seewisee bei der Memminger Hütte ist für Spiegelungen zum Sonnenaufgang geeignet. Bei der Braunschweiger Hütte öffnet sich ein Panorama über die Ötztaler Alpen mit dem Gletscher.
Welche Motive prägen Bodrum?
Bodrum kombiniert türkisblaues Meer, weiße Orte und grüne Hügel. Zu den konkreten Motiven gehören Castle und Hafen, die Zufahrt der Yalıkavak Marina, Gümüşlüks Bucht, Türkbükü mit Yachten sowie ein Katamaran vor der Küstenlinie.

