Peru Reisebericht 2026: Rainbow Mountain & Machu Picchu
Mein Peru Reisebericht – von Cusco über den Rainbow Mountain bis zu den Highlights der peruanischen Anden. Peru war das dritte Land meines Südamerika-Backpacking-Trips und hat sich als das vielseitigste und beeindruckendste erwiesen. In diesem Artikel teile ich meine Route, die besten Sehenswürdigkeiten und ehrliche Tipps zu Kosten und Höhenkrankheit.
Cusco – Inka-Hauptstadt auf 3.400m
Cusco ist das Herz des ehemaligen Inka-Reichs und der Ausgangspunkt für praktisch alles, was Peru zu bieten hat. Die Stadt auf 3.400m Höhe ist wunderschön: koloniale Kirchen gebaut auf Inka-Mauern, lebendige Märkte und eine Backpacker-Szene, die ihresgleichen sucht. Wichtig: Nimm dir 2-3 Tage zur Akklimatisierung – die Höhe ist real und Höhenkrankheit kann jeden treffen. Coca-Tee hilft.
Must-Sees in Cusco: Sacsayhuamán (megalithische Inka-Festung), San Pedro Markt (1,50 € Menü mit Saft), und der Plaza de Armas bei Nacht.
Rainbow Mountain (Vinicunca) – Lohnt sich der Hype?
Der Rainbow Mountain (Montaña de Siete Colores, 5.036m) ist DER Instagram-Spot Perus. Die Frage die alle stellen: Lohnt es sich? Meine Antwort: Ja, ABER nur bei gutem Wetter. Bei Bewölkung verschwinden die Farben komplett und du stehst auf einem grauen Berg auf 5.000m und frierst.
Die Tour: Tagesausflug ab Cusco (3-4h Fahrt, dann 2h Wanderung auf 5.036m). Kosten: 15-25 € inkl. Transport und Eintritt. Die Wanderung ist technisch einfach, aber die Höhe macht sie anstrengend – Kopfschmerzen und Atemnot sind normal. Tipp: Extra Sauerstoff mitnehmen (gibt es in Cusco zu kaufen).
Das Heilige Tal & Machu Picchu Vorbereitung
Das Heilige Tal der Inka (Valle Sagrado) zwischen Cusco und Machu Picchu ist vollgepackt mit Inka-Ruinen: Ollantaytambo (beeindruckende Terrassenanlage), Pisac (Markt + Ruinen), Moray (kreisförmige Inka-Terrassen, sehen aus wie ein Amphitheater). Alle drei an einem Tag machbar per Colectivo (Sammeltaxi, ~2 € pro Strecke).
Für Machu Picchu empfehle ich den Salkantay Trek statt des überlaufenen Inca Trail. 5 Tage durch spektakuläre Andenlandschaft, deutlich günstiger (200-250 € statt 400-600 €), und du erreichst Machu Picchu über die Hintertür.
Peru Kosten & praktische Tipps
- Hostel: 5-12 €/Nacht (Cusco ist teurer als der Rest)
- Essen: Menú del Día 1.50-3 € (lokales Restaurant), Tourist-Restaurant 8-15 €
- Rainbow Mountain Tour: 15-25 €
- Machu Picchu (Zug): 70-200 € (je nach Zugklasse) + 50 € Eintritt
- Salkantay Trek: 200-250 € (5 Tage, alles inklusive)
- Tagesbudget: 25-40 € realistisch
Höhenkrankheit: Cusco liegt auf 3.400m, Rainbow Mountain auf 5.036m. Mindestens 2 Tage in Cusco akklimatisieren vor dem Rainbow Mountain. Coca-Tee trinken, viel Wasser, langsam gehen. Bei starken Symptomen (Erbrechen, Verwirrtheit): sofort absteigen.
FAQ – Peru Reise
Lohnt sich der Rainbow Mountain?
Ja, bei gutem Wetter (Mai-September, morgens). Bei Bewölkung/Regen nicht – dann sind die Farben unsichtbar.
Wie gefährlich ist die Höhenkrankheit?
Ernst zu nehmen. 2-3 Tage Akklimatisierung in Cusco. Kein Alkohol in den ersten Tagen, viel trinken, langsam bewegen.
Braucht man ein Visum für Peru?
Nein. Deutsche Staatsbürger erhalten bei Einreise 90 Tage Aufenthalt (kostenlos).
Peru-Serie: Salkantay Trek | Südamerika Backpacking | Chile & Patagonien | Zusammenarbeit
Nach dem ganzen Stress mit der Einreise nach Chile haben wir es tatsächlich in ein neues Land geschafft – wir sind in Peru! 🙂 Die erste Besonderheit begegnete uns noch vor der Einreise – im Flugzeug war es nämlich Pflicht 2 Masken zu tragen – so wie auch überall in Peru, woran wir uns auch während der gesamten 2 Monate Aufenthalt einfach nicht gewöhnen konnten/wollten. 😂
Zu Beginn blieben wir eine Woche in der Hauptstadt Lima, genauer gesagt im Stadtteil Miraflores. Von Lima hatten wir uns nicht so viel erhofft, da wir bisher nicht viel Gutes über die Stadt gehört hatten. Allerdings hat sich wieder einmal bestätigt: Mache immer deine eigene Erfahrung! Lima hat uns insgesamt sehr gut gefallen – alles in allem ist es sehr europäisch (zumindest das Touristenzentrum), sehr gepflegt und alles war schön weihnachtlich dekoriert. Außerdem waren die Menschen super freundlich, das Essen gut und auch die Preise ausgesprochen günstig (außer direkt in Miraflores). Ein Besuch in der Hauptstadt gehört für mich also für jeden Peru Trip dazu! ☺️
Von Lima nahmen wir einen Reisebuss ins knapp 4h entfernte Dorf Paracas. Das Dorf hat touristisch eigentlich nichts zu bieten, außer die bekannten Belestas Islands – eine Inselgruppe unter Naturschutz, auf denen man tausende Vögel, Pelikane, Robben und sogar Pinguine beobachten kann. Diese Tour machten wir dann auch am nächsten Tag und haben es auf keinen Fall bereut. 🙂 Länger muss man dann allerdings nicht in Paracas bleiben, also ging es einen Tag später auch wieder weiter…
Unser nächster Stopp war Ica, wo wir eine gesamte Woche blieben, da wir zwischendurch noch viel gearbeitet haben. Ica ist eigentlich überhaupt nicht touristisch, da man hier auch echt nicht viel machen kann – allerdings sieht das in der 15min entfernten Oase Huachina ganz anders aus. Mitten zwischen riesigen Sanddünen liegt Huachina, welches viele Restaurants, Bars und ganz besonders riesige Mengen an Touristen zu bieten hat. 😂 Hier machten wir eine Sand Buggy Tour, welche man sich nicht entgehen lassen sollten! Wir fuhren den ganzen Nachmittag mit dem Buggy durch die Wüste, waren Sandboarden und haben anschließend den Sonnenuntergang in der Wüste genossen – ein tolles Erlebnis! 😬
Von Ica nahmen wir dann wieder einen Bus bis nach Cusco. 18,5h, über Nacht und durch hunderte Kurven – die schlimmste Busfahrt meines Lebens! 😂😂 Jedem der Cusco besuchen möchte (was definitiv auf keiner Bucket List fehlen darf!) empfehle ich den Flug von Lima, welcher fast dasselbe kostet, aber viele Nerven erspart…
Cusco selbst ist wunderschön! In der Stadt selbst und im Umland gibt es so wahnsinnig viele Dinge zu erleben, vor allem wenn man gerne in der Natur ist. Neben grandiosen Aussichtspunkten, vielen Alpacas, traditionellen Inca Bauten und tollen Menschen gibt es natürlich ganz besonders eine Hauptattraktion in der Nähe von Cusco: den Machu Picchu. Hierzu kommt allerdings noch mal ein gesonderter Blog-Post, da dies ein ganz besonderes Abenteuer war. 🙂
Außerdem gibt es in Cusco für jeden Gaumen das richtige Essen und vor allem ganz viele Märkte mit super leckerem Obst & Gemüse für den ganz kleinen Taler. Eben weil es sich hier auch so gut leben lässt, haben wir insgesamt knapp 3 Wochen in Cusco verbracht und ich bin mir sicher, dass dies nicht mein letztes Mal hier war! 😋
In Cusco haben wir dann unseren Plan noch einmal überarbeitet und Arequipa soll nun unser letztes Ziel in Peru sein. Bevor es dort hingeht, haben wir aber noch einmal einen anderen, ganz besonderen Stopp eingelegt, und zwar am Titicacasee, dem höchsten schiffbaren See der Welt! 😎
Wie es sich für so einen besonderen Stopp gehört, haben wir auch eine ganz besondere Unterkunft gehabt – nämlich mitten auf dem See! In unmittelbarer Nähe zu brütenden Titicaca-Tauchern, Schweinen, die auf kleinen Inseln wohnen und vielen anderen heimischen Tierarten haben wir wundervolle Nächte auf unserer kleinen schwimmenden Insel verbracht. Unser Gastgeber Julio hat uns außerdem viel über die Kultur der Floating-Islands Bewohner erklärt und uns alle schöne Ecken auf dem Titicaca See gezeigt. Zudem konnten wir, wann immer wir wollten, mit dem Kayak oder dem Kanu den See auf eigene Faust erkunden. Zum Abend gab es super frisches und regionales Essen und wir haben den Abend an unserem kleinen Kamin, mit Blick auf den See ausklingen lassen. Wer also noch nach einer ganz besonderen Übernachtungsmöglichkeit sucht, schaut einmal bei Titicaca Lodges vorbei! ☺️
Zu guter Letzt stand dann Arequipa auf dem Plan. Auch hierhin sind wir wieder mit dem Bus gefahren und auch diese Busfahrt war schrecklich – das Bussystem in Peru ist zwar gut ausgebaut, aber die Busse würden wahrscheinlich in keinem anderen Land der Welt mehr in Betrieb sein, weil weder Klimaanlage (bei über 30 Grad Außentemperatur), noch die Sitze, funktionieren (manche Sitze lassen sich nicht nach hinten stellen, andere haben nur noch die Liege-Funktion… 😂).
Das Zentrum von Arequipa hat touristisch nicht sonderlich viel zu bieten, im Umland kann man jedoch viele Dinge erkunden, z.B. den Colca Canyon. Da wir nur eine Woche Zeit hatten und erst in Cusco viel wandern waren, haben wir uns dieses Abenteuer jedoch gespart. Stattdessen haben wir nur die Innenstadt erkundet, viel gearbeitet und waren zum ersten Mal Raften – ein ganz besonderes Erlebnis, was wir definitiv nicht zum letzten Mal gemacht haben! 😁
Weiter ging es dann mit dem Flugzeug nach…… Dachten wir uns zumindest! Denn wieder einmal hat uns Covid einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir hatten unsere Taschen mal wieder fertig gepackt und wollten am nächsten Tag zum Flughafen, als die Ergebnisse unserer PCR-Tests eintrudelten. Bei Janet war zwar alles in Ordnung, aber mein Test war positiv – was ein Mist. Ich hatte zwar keinerlei Symptome, aber dennoch hieß es dann natürlich erstmal ab in Quarantäne und Flug verschieben… schon wieder! Na ja, wenn wir eine Sache beim Reisen gelernt haben, dann dass immer alles anders kommt, als man denkt. Und manchmal muss man einfach nur positiv bleiben, auch wenn das Leben einem nicht in die Karten spielt! 😬🙌






















































