Portugal Roadtrip – Lissabon, Algarve & Van Life an der Atlantikküste
Ein Portugal Roadtrip gehört zu den besten Reiseerlebnissen, die Europa zu bieten hat – und ich sage das nach Roadtrips durch über 30 Länder. Im Frühjahr 2024 sind wir mehrere Monate mit dem Van durch Portugal gefahren, von der Algarve im Süden über Lissabon bis hoch in den Norden. Die Kombination aus spektakulären Küsten, erschwinglichen Preisen, hervorragendem Essen und einer entspannten Van-Life-Kultur macht Portugal zum perfekten Roadtrip-Land. In diesem ausführlichen Guide teile ich unsere Route, alle Kosten und die Stops, die du nicht verpassen darfst.
Portugal ist kompakt genug, um in zwei Wochen die wichtigsten Highlights zu sehen, aber groß genug, um auch in einem Monat noch Neues zu entdecken. Von den goldenen Sandsteinklippen der Algarve über die Wellenreiter-Mekka Nazaré und das kosmopolitische Lissabon bis zu den Weinbergen des Douro-Tals – jede Region hat ihren eigenen Charakter. Und das Beste: Portugal ist eines der günstigsten Reiseländer Westeuropas.
Portugal Roadtrip Route – Von der Algarve bis Porto in 2 Wochen
Hier unsere empfohlene Portugal Roadtrip Route für 14 Tage, die wir selbst gefahren sind:
| Tag | Region | Highlights | Nächte |
|---|---|---|---|
| 1-3 | Algarve Ost (Tavira, Faro) | Ria Formosa, Tavira Altstadt, Ilha Deserta | 2 |
| 4-6 | Algarve West (Lagos, Sagres) | Ponta da Piedade, Benagil-Höhle, Cabo de São Vicente | 3 |
| 7-8 | Alentejo-Küste | Porto Covo, Zambujeira do Mar, Rota Vicentina | 2 |
| 9-11 | Lissabon & Umgebung | Alfama, Sintra, Cascais, Belém | 3 |
| 12 | Nazaré | Big-Wave-Surfspot, Leuchtturm, Altstadt | 1 |
| 13-14 | Porto & Douro | Ribeira, Portwein-Kellereien, Douro-Tal | 2 |
Gesamtstrecke: ~700 km (reine Fahrzeit ~8 Stunden, verteilt auf 14 Tage)
Algarve – Goldene Klippen, Höhlen & die schönsten Strände Europas
Die Algarve war für uns das absolute Highlight des Portugal Roadtrips. Die goldenen Sandsteinklippen, das türkisblaue Wasser und die versteckten Buchten sind nicht umsonst weltberühmt. Besonders beeindruckend von der Drohne: die Ponta da Piedade bei Lagos – ein Labyrinth aus goldenen Felsnadeln und natürlichen Bögen, das von oben wie ein abstraktes Kunstwerk aussieht.
Die berühmte Benagil-Höhle ist am besten per Kajak erreichbar (ab 25 € für eine geführte Tour). Der kreisrunde Lichteinfall durch das Deckenloch ist das ikonischste Fotomotiv der Algarve. Tipp: Die Kajak-Tour früh morgens buchen, dann ist die Höhle weniger überfüllt.
Am westlichsten Punkt liegt Sagres und das Cabo de São Vicente – der südwestlichste Punkt Europas. Die mächtigen Klippen fallen über 70m senkrecht ins Meer, und der Sonnenuntergang hier gehört zu den eindrucksvollsten, die ich je gesehen habe.
Für alle Details zur Algarve: Mein ausführlicher Algarve Reisebericht mit den besten Kite-Spots und Drohnen-Aufnahmen.
Lissabon, Sintra & die Atlantikküste – Kultur trifft Küste
Lissabon ist eine der aufregendsten Hauptstädte Europas und verdient mindestens 2-3 volle Tage. Die Alfama mit ihren verwinkelten Gassen, dem Fado-Gesang aus den Bars und den Miradorouro-Aussichtspunkten hat eine Atmosphäre, die süchtig macht. Der Tipp, den in keinem Reiseführer steht: Vergiss die Tram 28 (endlose Schlangen) und lauf stattdessen durch die Altstadt – die Stadt ist kompakt und die schönsten Ecken findest du nur zu Fuß.
Ein absolutes Muss ist ein Tagesausflug nach Sintra (30 Min mit dem Zug). Die märchenhaften Paläste (Pena-Palast, Quinta da Regaleira) wirken wie aus einem Fantasy-Film. Tipp: Tickets online im Voraus kaufen – die Schlangen vor Ort können 1-2 Stunden lang sein.
Nazaré ist weltberühmt für seine Riesenwellen (Weltrekord: 26m hohe Welle, gesurft von Sebastian Steudtner). Auch wenn du nicht surfst, ist der Anblick der Wellen vom Leuchtturm am Forte de São Miguel beeindruckend. In den Wintermonaten (Oktober-März) sind die Wellen am größten.
Van Life in Portugal – Stellplätze, Regeln & was du wissen musst
Van Life in Portugal hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Seit 2021 ist wildes Campen an der Küste (besonders Algarve und Alentejo) offiziell verboten und wird mit Bußgeldern bis zu 200 € geahndet. Die Polizei kontrolliert aktiv, besonders in der Hochsaison.
Legale Optionen:
- Campingplätze: Ab 15-25 €/Nacht für 2 Personen + Van. Viele mit Pool, WiFi und Gemeinschaftsküche.
- Park4Night-App: Die wichtigste App für Van Life in Portugal. Legale Stellplätze, Bewertungen, Fotos.
- Autocaravaning Areas: Kostenlose oder günstige offizielle Wohnmobil-Stellplätze in vielen Städten.
- Inland: Im Landesinneren (Alentejo, Douro) wird Wildcampen deutlich lockerer gehandhabt als an der Küste.
Weitere Van Life Erfahrungen: Unser Van Life Europa Abenteuer und der Kroatien Van Life Guide.
Portugal Roadtrip Kosten – Budget-Überblick
| Posten | Budget (Van) | Mietwagen + Hotel |
|---|---|---|
| Unterkunft/Nacht | 15-25 € (Camping) | 50-100 € |
| Essen/Tag | 15-20 € (Selbstkochen + Restaurant) | 25-40 € |
| Transport/Tag | 10-15 € (Diesel) | 25-40 € (Mietwagen + Benzin) |
| Aktivitäten/Woche | 50-100 € (Kajak, Eintritte, Sintra) | |
| 2 Wochen Gesamt (p.P.) | ~700 € | ~1.500 € |
FAQ – Häufige Fragen zum Portugal Roadtrip
Welche Route für einen Portugal Roadtrip?
Klassisch: Algarve → Alentejo-Küste → Lissabon → Nazaré → Porto. In 2 Wochen gut machbar (~700 km). Wer mehr Zeit hat: den Norden (Minho, Peneda-Gerês Nationalpark) und das Douro-Tal dazunehmen.
Wie viele Tage braucht man für einen Portugal Roadtrip?
Minimum 10 Tage für Algarve + Lissabon + Porto. Ideal: 14-21 Tage für ein umfassendes Erlebnis inklusive Alentejo und Norden.
Ist Portugal günstig?
Für Westeuropa sehr günstig. Ein komplettes Menü (Fisch + Wein) kostet 12-20 €. Unterkünfte ab 30 €/Nacht. Benzin und Mautgebühren sind die größten Kostenfaktoren beim Roadtrip.
Braucht man eine Vignette für Portugal?
Nein. Portugal hat ein elektronisches Mautsystem. Am einfachsten: An der Grenze oder am Flughafen eine EasyToll-Karte für die Kreditkarte registrieren. Alternativ: Autobahnen meiden und die kostenfreien Nationalstraßen (N-Straßen) nehmen – oft schöner als die Autobahn.
Kann man in Portugal mit dem Van wild campen?
An der Küste nein – seit 2021 streng verboten und wird kontrolliert. Im Landesinneren lockerer. Legale Alternativen: Campingplätze (ab 15 €), Park4Night-App, offizielle Wohnmobil-Stellplätze.
Wann ist die beste Reisezeit für einen Portugal Roadtrip?
April-Juni und September-Oktober. Angenehme Temperaturen (20-28°C), weniger Touristen als im Hochsommer, günstigere Preise. Juli/August: heiß (35°C+), voll und teurer.
Portugal gehört zu meinen absoluten Lieblingsdestinationen als Drohnen- und Content Creator – die Kombination aus dramatischer Küste und perfektem Licht macht das Land ideal für professionelle Reise-Content-Produktion. Mehr: Zusammenarbeit | Algarve Reisebericht | Gran Canaria
Direkt zu Beginn ging es für uns entlang der wunderschönen Algarve – das touristische Highlight Portugals. Meist sind diese Regionen nicht umsonst von Touristen überflutet – so auch die Algarve. Eine Woche sollte man hier mindestens einplanen, da es so wahnsinnig viel zu entdecken gibt. Neben traumhaften Stränden und Steilküsten gibt es auch viele weitere Aktivitäten. Wir schauten uns ziemlich viel an und an den schönen Stränden gab es auch für mich wieder die ein oder andere Möglichkeit zu Kiten. 🏄♂️
2020 wurde in Portugal ein Gesetz eingeführt, welches das Campen in der Wildnis verbietet und hohe Strafen für den Verstoß anfallen. Kurz bevor wir in Portugal ankamen, wurde dieses Gesetz aber laut Einheimischen wieder etwas gelockert – zumindest inoffiziell. Während unserem gesamten Monat in Portugal wurden wir nur einmal unseres Platzes verwiesen und das auch ohne eine Strafe – frei stehen geht also nach wie vor noch, man sollte aber auf die Bewertungen bei Park4Night achten. 🙂
Ein weiteres Highlight an der Algarve ist Lagos – eine kleine Fischerstadt, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Hier haben wir eine traumhafte Kanutour gemacht inkl. Sunset – definitiv empfehlenswert! Abends waren wir dann mit den anderen Teilnehmern der Tour etwas trinken und feiern in den Bars von Lagos. Am nächsten Tag ging es für uns zum Leuchtturm am Cap von Sao Vicente – der westlichste Punkt Europas, wo es die letzte Bratwurst vor Amerika gibt! 😂 Die Deutschen sind halt echt überall…
Am Abend wurden wir dann am Camper noch von einer Wildschweinfamilie heimgesucht. Während wir drinnen saßen, konnten wir sie ganz entspannt beim Essen beobachteten. Unsere „Nachbarn“ mussten allerdings mitten beim Essen draußen flüchten und warteten über eine Stunde in ihrem Auto, eh sie weiter essen konnte. 😁
Die Westküste & Lissabon
Entlang der Westküste ging es nun bis zur Hauptstadt Portugals: Lissabon. Die Westküste hat touristisch nicht so viel zu bieten, hier finden sich aber die schönsten Strände Portugals und riesige Steinküsten. An dem ein oder anderen Strand machten wir kurz halt, leider war der Wind aber nicht ausreichend, sodass ich meine Kiteausrüstung nicht auspacken konnte. Lissabon selbst hat uns leider etwas enttäuscht, da es für eine so große Stadt sehr wenig zu tun gibt und wir es in der Innenstadt auch ziemlich dreckig fanden. Außerdem ist eine Großsstadt mit dem Camper sowieso immer nicht so toll. 😜 Nach 3 Tagen ging es für uns also auch schon wieder weiter…
Porto: unser Highlight!
Ganz anders sah es für uns jedoch in Porto aus… auch wenn unser Stellplatz auch hier nicht gerade toll war, die Stadt hat uns aber begeistert! Nicht nur die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem der „Flair“ machten Porto zu einem unserer Highlights in Portugal. Ganz besonders hat uns die Barmeile am Fluss gefallen, wo es an jedem Abend Livemusik gab und man entspannt mit wunderbarem Blick einen Cocktail schlürfen konnte.
Porto war allerdings auch schon wieder unser letzter längerer Stopp in Portugal. Von hier aus ging es dann durch den Nationalpark Peneda-Gerês zurück nach Spanien, dieses Mal aber an die Nordküste! ☺️
Direkt zu Beginn ging es für uns entlang der wunderschönen Algarve – das touristische Highlight Portugals. Meist sind diese Regionen nicht umsonst von Touristen überflutet – so auch die Algarve. Eine Woche sollte man hier mindestens einplanen, da es so wahnsinnig viel zu entdecken gibt. Neben traumhaften Stränden und Steilküsten gibt es auch viele weitere Aktivitäten. Wir schauten uns ziemlich viel an und an den schönen Stränden gab es auch für mich wieder die ein oder andere Möglichkeit zu Kiten. 🏄♂️
2020 wurde in Portugal ein Gesetz eingeführt, welches das Campen in der Wildnis verbietet und hohe Strafen für den Verstoß anfallen. Kurz bevor wir in Portugal ankamen, wurde dieses Gesetz aber laut Einheimischen wieder etwas gelockert – zumindest inoffiziell. Während unserem gesamten Monat in Portugal wurden wir nur einmal unseres Platzes verwiesen und das auch ohne eine Strafe – frei stehen geht also nach wie vor noch, man sollte aber auf die Bewertungen bei Park4Night achten. 🙂
Ein weiteres Highlight an der Algarve ist Lagos – eine kleine Fischerstadt, die man sich keinesfalls entgehen lassen sollte. Hier haben wir eine traumhafte Kanutour gemacht inkl. Sunset – definitiv empfehlenswert! Abends waren wir dann mit den anderen Teilnehmern der Tour etwas trinken und feiern in den Bars von Lagos. Am nächsten Tag ging es für uns zum Leuchtturm am Cap von Sao Vicente – der westlichste Punkt Europas, wo es die letzte Bratwurst vor Amerika gibt! 😂 Die Deutschen sind halt echt überall…
Am Abend wurden wir dann am Camper noch von einer Wildschweinfamilie heimgesucht. Während wir drinnen saßen, konnten wir sie ganz entspannt beim Essen beobachteten. Unsere „Nachbarn“ mussten allerdings mitten beim Essen draußen flüchten und warteten über eine Stunde in ihrem Auto, eh sie weiter essen konnte. 😁
Die Westküste & Lissabon
Entlang der Westküste ging es nun bis zur Hauptstadt Portugals: Lissabon. Die Westküste hat touristisch nicht so viel zu bieten, hier finden sich aber die schönsten Strände Portugals und riesige Steinküsten. An dem ein oder anderen Strand machten wir kurz halt, leider war der Wind aber nicht ausreichend, sodass ich meine Kiteausrüstung nicht auspacken konnte. Lissabon selbst hat uns leider etwas enttäuscht, da es für eine so große Stadt sehr wenig zu tun gibt und wir es in der Innenstadt auch ziemlich dreckig fanden. Außerdem ist eine Großsstadt mit dem Camper sowieso immer nicht so toll. 😜 Nach 3 Tagen ging es für uns also auch schon wieder weiter…
Porto: unser Highlight!
Ganz anders sah es für uns jedoch in Porto aus… auch wenn unser Stellplatz auch hier nicht gerade toll war, die Stadt hat uns aber begeistert! Nicht nur die Vielzahl an Sehenswürdigkeiten, sondern vor allem der „Flair“ machten Porto zu einem unserer Highlights in Portugal. Ganz besonders hat uns die Barmeile am Fluss gefallen, wo es an jedem Abend Livemusik gab und man entspannt mit wunderbarem Blick einen Cocktail schlürfen konnte.
Porto war allerdings auch schon wieder unser letzter längerer Stopp in Portugal. Von hier aus ging es dann durch den Nationalpark Peneda-Gerês zurück nach Spanien, dieses Mal aber an die Nordküste! ☺️




































