Andalusien Rundreise: 14-Tage-Route, Sehenswürdigkeiten & Kosten (2026)
Andalusien Rundreise — der Süden Spaniens ist der emotionale Höhepunkt jeder Reise durch Spanien. Die Mischung aus maurischer Architektur, Flamenco-Kultur, weißen Bergdörfern, atemberaubenden Kathedralen und der wilden Atlantikküste macht Andalusien zu einer der vielfältigsten Regionen Europas. In diesem Andalusien Reisebericht teile ich unsere komplette Route, die schönsten Sehenswürdigkeiten, Geheimtipps abseits der Touristenströme und alle praktischen Tipps für eine perfekte Andalusien Rundreise — vom Tag-für-Tag-Reiseplan bis zum Kostenüberblick.
- 10–14 Tage Rundreise: Granada → Córdoba → Sevilla → Ronda → Cádiz → Costa de la Luz → Málaga/Marbella — die klassische Andalusien-Route mit allen Kern-Sehenswürdigkeiten und den weißen Bergdörfern.
- Alhambra-Pflicht: Die Festung von Granada ist das eindrucksvollste Bauwerk Europas — Tickets müssen Wochen vorher online gebucht werden, vor Ort verkaufte Tickets gibt es praktisch nicht mehr.
- Sevilla & Córdoba: Flamenco in Triana, Tapas für 2–3 €, Giralda-Kathedrale, Alcázar (Game-of-Thrones-Drehort) und die Mezquita als Moschee-in-Kathedrale-Phänomen.
- Weiße Dörfer & Ronda: Die Pueblos Blancos zwischen Ronda und Cádiz sind Andalusien pur; Ronda selbst mit 100 m tiefer Schlucht ist ein Traum aus der Luft.
- Costa del Sol & Marbella: Die glamouröse Küste mit Puerto Banús, Malaga als Picasso-Geburtsort und Nerja mit seinen Tropfsteinhöhlen — perfekter Kontrast zur ruhigen Costa de la Luz.
- Costa de la Luz: Zwischen Cádiz und Tarifa goldene Sandstrände, konstanter Kitesurf-Wind und ein Vibe weit weg von den überlaufenen Bettenburgen der Costa del Sol.
Andalusien Rundreise Route: Tag-für-Tag-Reiseplan für 10–14 Tage
Eine klassische Andalusien Rundreise dauert 10 bis 14 Tage und deckt alle Kern-Sehenswürdigkeiten der Region ab. Weniger als eine Woche lohnt sich nur für Kurztrips nach Sevilla oder Granada — für den kompletten Süden Spaniens brauchst Du Zeit. Hier unser erprobter Reiseplan für eine 14-tägige Tour:
- Tag 1–2 Granada: Alhambra (Tickets vorab online!), Albaicín-Viertel, Sacromonte-Höhlen, Sierra Nevada. Übernachtung: Boutique-Hotel in der Altstadt oder Doppelzimmer ab 70–90 €/Nacht.
- Tag 3–4 Córdoba: Mezquita, jüdisches Viertel (Judería), Alcázar de los Reyes Cristianos, Puente Romano. Tagesausflug-alternativ von Granada machbar, aber zwei Tage sind entspannter.
- Tag 5–7 Sevilla: Giralda-Kathedrale, Alcázar-Palast, Barrio Santa Cruz, Triana-Viertel (Flamenco!), Plaza de España, Bootstour auf dem Guadalquivir.
- Tag 8 Ronda: Puente Nuevo, Arabische Bäder, Plaza de Toros (ältestes Stierkampf-Gebäude Spaniens). Perfekter Stopp auf dem Weg zur Küste.
- Tag 9–10 Weiße Dörfer (Pueblos Blancos): Arcos de la Frontera, Grazalema, Zahara de la Sierra, Setenil de las Bodegas, Olvera. Hier lohnt sich ein Mietwagen wirklich.
- Tag 11–12 Costa de la Luz: Cádiz (älteste Stadt Westeuropas), Tarifa (Kitesurfen, Blick nach Afrika), Strände Bolonia und Zahara.
- Tag 13–14 Costa del Sol & Málaga: Málaga (Picasso-Museum, Kathedrale, Alcazaba), optional Marbella/Puerto Banús oder Nerja mit den Tropfsteinhöhlen.
Anreise zur Andalusien Rundreise: Mit dem Flug am besten nach Málaga (AGP) oder Sevilla (SVQ) — beide Flughäfen haben gute Autovermietungs-Infrastruktur. Ein Mietwagen ist für die Andalusien Rundreise quasi Pflicht: die weißen Dörfer und die Costa de la Luz sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln schwer zu erreichen. Preis: ca. 35–55 €/Tag für einen Kleinwagen.
Andalusien Sehenswürdigkeiten: Granada & die Alhambra
Die Alhambra in Granada ist das beeindruckendste Bauwerk, das ich in Europa gesehen habe — und ich habe viele gesehen. Die Detailverliebtheit der islamischen Ornamente, die Wasserspiele der Generalife-Gärten und der Blick über Granada zur Sierra Nevada sind überwältigend. Die Festung geht auf das 13. Jahrhundert zurück und war der letzte Sitz der Mauren in Spanien, bevor 1492 die Reconquista abgeschlossen wurde.
Alhambra-Tickets: Das Wichtigste zuerst — Tickets MÜSSEN Wochen im Voraus online gebucht werden. Vor Ort ausverkauft heißt keine Chance. Der Alhambra-Komplex umfasst drei Hauptbereiche: die Nasridenpaläste (Herzstück, mit Zeitfenster-Eintritt), die Generalife-Gärten (separate Einlass-Slots) und die Alcazaba (Militärfestung mit 360°-Blick über Granada). Plane mindestens 3–4 Stunden für den kompletten Besuch ein.
Das Albaicín-Viertel (UNESCO-Weltkulturerbe) mit seinen weißen Gassen, Innenhöfen und Aussichtspunkten ist bei Sonnenuntergang magisch — wenn die Alhambra vor der schneebedeckten Sierra Nevada golden leuchtet. Der Mirador de San Nicolás ist DER Sunset-Spot der Stadt, aber erwartet keine Einsamkeit: dort stehen 200 andere Touristen mit Stativen. Geheimtipp: der etwas höher gelegene Mirador de San Cristóbal hat einen fast identischen Blick und ist deutlich leerer.
Unter dem Albaicín liegt das Sacromonte-Viertel — historisch das Zuhause der Roma-Gemeinschaft Granadas und Wiege des Flamenco. Die Höhlenwohnungen im Hügel sind zum Teil noch bewohnt, in anderen finden authentische Flamenco-Shows statt (nicht die Touristen-Versionen aus Sevilla!). Tickets ab 25–35 € inkl. Getränk, die Zambra genannte Form des Flamenco ist einzigartig in Sacromonte.
Ausflug von Granada: Die Sierra Nevada ist ein perfekter Tagesausflug im Winter (Ski!) oder Sommer (Wanderungen). Vom Gipfel Pico del Veleta (3.394 m) hat man bei klarer Sicht Blick bis zum Mittelmeer und nach Marokko. Auf der Rückfahrt unbedingt das Francisco Abellán Reservoir anschauen — ein türkisblauer See inmitten der Berge, perfekt für Picknick und Schwimmen.
Sevilla, Córdoba & die Pueblos Blancos: Die Andalusien Geheimtipps
Sevilla ist die leidenschaftlichste Stadt Spaniens: Flamenco in den Bars des Triana-Viertels, Tapas für 2-3 € pro Portion, die Giralda-Kathedrale (ehemaliges Minarett, größte gotische Kathedrale der Welt) und der Alcázar-Palast — der als Wohnsitz von Dorne in Game of Thrones bekannt wurde. Plane für Sevilla mindestens 3 Tage ein, eher mehr. Die Altstadt Barrio Santa Cruz mit ihren engen Gassen und Innenhöfen ist eine Stadt in der Stadt.
Sevilla Geheimtipps: Die meisten Touristen gehen zur Giralda und zum Alcázar und sind dann abends in den bekannten Tapas-Bars an der Calle Mateos Gago. Unser Tipp: auf die andere Seite des Flusses nach Triana. Hier findest Du die authentischen Flamenco-Peñas, echte Bars ohne Touristenpreise (Tapa für 1,50 €, Glas Wein für 1,80 €), die wunderschöne Iglesia de Santa Ana und den Triana-Markt mit frischen andalusischen Spezialitäten. Das Museo del Baile Flamenco von Cristina Hoyos zeigt die Geschichte des Flamenco anschaulich.
Córdoba beeindruckt vor allem mit der Mezquita — einer Moschee in einer Kathedrale in einer Moschee, ein architektonisches Paradox, das man sehen muss, um es zu verstehen. Die 856 Säulen im Inneren bilden ein Labyrinth aus Hufeisenbögen in Rot und Weiß — und mittendrin die Renaissance-Kathedrale, die im 16. Jahrhundert in die Moschee hineingebaut wurde. Der bis heute umstrittene Eingriff schuf eines der einzigartigsten Bauwerke der Welt.
Das Judería-Viertel (ehemalige jüdische Viertel) in Córdoba mit seinen Patios voller Blumen und der Calleja de las Flores ist eines der meistfotografierten Motive Spaniens. Im Mai findet das berühmte Patio-Festival statt — die Einwohner öffnen ihre Innenhöfe für Besucher, die Altstadt verwandelt sich in ein Blumenmeer. Andalusien Rundreise im Mai = Patios-Pflicht.
Die Pueblos Blancos (Weiße Dörfer) in den Bergen zwischen Ronda und Cádiz sind Andalusien pur: weiß gekalkte Häuser, enge Gassen, Blumentöpfe an jeder Ecke, Störche auf den Kirchtürmen. Unsere Favoriten auf jeder Andalusien-Rundreise:
- Ronda mit seiner spektakulären Brücke Puente Nuevo über die 100 m tiefe El-Tajo-Schlucht — eines der fotogensten Motive Spaniens, aus der Luft mit der Drohne ein Traum
- Arcos de la Frontera — das erste der weißen Dörfer, dramatisch auf einem Felsen über dem Fluss Guadalete
- Zahara de la Sierra mit seiner Burg und dem türkisblauen Stausee im Tal
- Grazalema — regenreichster Ort Spaniens, Ausgangspunkt für Wanderungen im Naturpark
- Setenil de las Bodegas — Häuser, die direkt in die Felsen gebaut sind (man wohnt unter dem Berg)
- Olvera — wunderschöne Burg mit Blick über endlose Olivenhaine
Ronda verdient eine besondere Erwähnung: die Stadt wurde von der Schlucht in zwei Teile gespalten und durch die dramatische Puente Nuevo verbunden — eine 98 m hohe Brücke aus dem 18. Jahrhundert. Wer zu Fuß in die Schlucht hinabsteigt, sieht die Brücke in ihrer vollen Dimension. Ronda ist außerdem die Geburtsstätte des modernen Stierkampfs, die Plaza de Toros ist die älteste Spaniens und heute ein Museum.
Málaga, Marbella & Costa del Sol: Die Glamour-Küste
Die Costa del Sol ist das touristische Herz Andalusiens — und gleichzeitig der meistkritisierte Teil der Region. Zurecht? Teils. Während die Hochburgen wie Torremolinos und Fuengirola tatsächlich aus den 70er-Jahren stehengeblieben wirken, gibt es an der Costa del Sol auch echte Perlen, die auf keiner Andalusien Rundreise fehlen sollten.
Málaga ist die zweitgrößte Stadt Andalusiens und hat sich in den letzten 15 Jahren von einer reinen Durchreise-Stadt zu einem kulturellen Hotspot gewandelt. Der Alcazaba-Palast, die römischen Theaterruinen und die Kathedrale mit ihrem unvollendeten zweiten Turm („La Manquita“ — die Einarmige) sind die Hauptattraktionen der Altstadt. Als Geburtsstadt von Pablo Picasso beherbergt Málaga außerdem das größte Picasso-Museum der Welt neben dem in Paris. Der Puerto de Málaga wurde komplett modernisiert und bietet erstklassige Restaurants mit Blick auf das Mittelmeer.
Málaga Tipps: Direkt außerhalb der Innenstadt liegt der Castillo de Gibralfaro — eine maurische Burg auf einem Hügel mit spektakulärem Blick über Stadt und Meer. Der Aufstieg ist schweißtreibend, aber die Aussicht entschädigt. Abends unbedingt in einer der Chiringuitos am Pedregalejo-Strand essen gehen: frisch gegrillter Fisch (besonders die Sardinen-Spieße „Espetos“) direkt aus dem Meer, mit Blick auf den Sonnenuntergang.
Marbella und Puerto Banús sind die Glamour-Stationen der Costa del Sol. Marbella Altstadt ist überraschend charmant — weiß gekalkte Häuser, enge Gassen, der zentrale Plaza de los Naranjos mit Orangenbäumen. Puerto Banús, 8 km westlich von Marbella, ist der Yachthafen der Schönen und Reichen: Ferraris, Lamborghinis und 50-Meter-Yachten dominieren das Bild. Wer Luxus-Shopping mag, ist hier richtig — der Rest nimmt den Aperitif und fährt weiter.
Nerja östlich von Málaga ist ein Pflicht-Stopp auf jeder Andalusien-Reise: Die Balcón de Europa-Promenade auf einer Felsklippe über dem Meer bietet einen der schönsten Ausblicke Andalusiens. Die Cueva de Nerja — eine riesige Tropfsteinhöhle mit 40.000 Jahre alten Höhlenmalereien — ist eine der eindrucksvollsten Höhlen Europas. Die Strände von Maro und Nerja sind deutlich ruhiger als weiter westlich an der Costa del Sol.
Costa de la Luz & Atlantikküste: Tarifa, Cádiz & Gibraltar
Die Costa de la Luz zwischen Cádiz und Tarifa ist das bestgehütete Geheimnis Andalusiens: endlose, goldene Sandstrände, konstanter Wind zum Kitesurfen und eine Atmosphäre, die Lichtjahre entfernt ist von den Bettenburgen der Costa del Sol. Die „Küste des Lichts“ (so die Übersetzung) ist der wilde, weniger erschlossene Teil der andalusischen Küste — und genau deshalb so besonders.
Cádiz gilt als älteste Stadt Westeuropas (gegründet um 1100 v. Chr. von den Phöniziern). Die Altstadt ist eine Halbinsel, umgeben vom Atlantik, mit alten Wachtürmen auf den Dächern, engen Gassen, und einer der schönsten Strände einer europäischen Großstadt — der Playa de la Caleta. Die Kathedrale von Cádiz mit ihrer goldenen Kuppel ist bei Sonnenuntergang vom Parque Genovés aus ein Traum.
Tarifa ist der südlichste Punkt des europäischen Festlands und die Kitesurf-Hauptstadt Europas — an klaren Tagen siehst Du Afrika am Horizont, nur 14 km entfernt. Insgesamt verbrachten wir zwei Wochen in Tarifa, während denen ich endlich Kitesurfen richtig gelernt habe. Tarifa ist nicht umsonst der Top-Spot zum Kiten in Europa: der „Levante“ (Ostwind) sorgt für perfekte Bedingungen 250+ Tage im Jahr. Eine komplette Kiteausrüstung kostet in Tarifa deutlich weniger als in Deutschland — Kurse gibt es ab 80 €/Tag für Anfänger.
Für Wanderer und Naturliebhaber: der Naturpark Los Alcornocales nördlich von Tarifa ist einer der größten Korkeichen-Wälder der Welt und bietet spektakuläre Wanderungen. Die Strände Bolonia und Zahara sind unberührt, mit römischen Ruinen (Baelo Claudia in Bolonia) und goldenem Sand, der meilenweit reicht. Bei Tarifa gibt es auch die einzige Wüstendüne Europas — die Duna de Bolonia, eine 30 m hohe Wanderdüne, die langsam das Land zurückerobert.
Gibraltar ist ein interessanter Kurzausflug auf jeder Andalusien-Reise — obwohl es formell zu Großbritannien gehört. Der Felsen von Gibraltar mit seinen berühmten Berberaffen (den einzigen freilebenden Affen Europas), der Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave und den Militärbunkern aus dem 2. Weltkrieg ist in einem Tagesausflug gut machbar. Praktischer Tipp: Dein Auto kannst Du auf der spanischen Seite in La Línea parken und zu Fuß über die berühmte Landebahn des Flughafens einreisen.
Costa de la Luz für Camper: Die Küste ist eines der letzten Paradiese für Van Life in Südeuropa. Abseits der Hauptstrände gibt es noch tolerierte Stellplätze direkt am Meer. Wie lange das noch so bleibt, ist fraglich — einige Gemeinden haben bereits Verbote eingeführt, andere sind noch entspannt.
Andalusien Rundreise Kosten, Reisezeit & praktische Tipps
Kosten Andalusien Rundreise (pro Person, ohne Flug, für 14 Tage):
- Budget-Rundreise: 600–900 € (Hostels/günstige Pensionen, selbst kochen, wenige Eintritte) — Doppelzimmer ab 35 €/Nacht in Nebensaison
- Mittelklasse-Rundreise: 1.100–1.500 € (3-Sterne-Hotels, Restaurants, alle wichtigen Eintritte) — Doppelzimmer 70–100 €/Nacht
- Premium-Rundreise: 2.000 €+ (4-Sterne-Hotels, Guided Tours, Fine Dining) — Doppelzimmer 150–250 €/Nacht
- Mietwagen: ca. 500–800 € für 14 Tage inkl. Sprit
- Eintritte (Alhambra, Mezquita, Alcázar etc.): gesamt ca. 80–120 €/Person für die Must-Sees
Beste Reisezeit für Andalusien: Die beste Zeit für eine Andalusien Rundreise ist das Frühjahr (März–Mai) und der Herbst (September–Oktober). In diesen Monaten ist das Wetter angenehm (20–28 °C), die Preise moderat und die Städte nicht überlaufen. Im Hochsommer (Juli/August) wird es unerträglich heiß — in Sevilla und Córdoba regelmäßig über 40 °C, Städtebesuche sind dann quälend. Der Winter (Dezember–Februar) ist mit 12–17 °C mild, ideal für Wandern in den Bergen und für längere Aufenthalte in Malaga oder Nerja.
Andalusien Rundreise mit Flug oder Auto? Aus Deutschland kommend lohnt sich der Flug nach Málaga oder Sevilla plus Mietwagen — Flugpreise ab 80–150 € round-trip (Nebensaison), Mietwagen 35–55 €/Tag. Für eine Van Life Rundreise mit dem Wohnmobil: die Anreise dauert 2–3 Tage einfach, dafür sparst Du die Mietwagen-Kosten und bist flexibler.
Typische Preise in Andalusien (2026): Tapa 2–4 €, Café 1,20–2 €, Menú del Día (Tagesmenü, 3 Gänge + Getränk) 10–15 €, Bier 2–3 €, Taxi-Fahrt in der Stadt 6–10 €, Eintritt Alhambra 19,09 €, Eintritt Mezquita 13 €, Eintritt Alcázar Sevilla 14,50 €. Deutlich günstiger als in Deutschland für vergleichbare Qualität.
Andalusien Sehenswürdigkeiten nach Priorität: Wenn Du nur 7 Tage Zeit hast, konzentriere Dich auf Granada (Alhambra) + Sevilla + Córdoba + eine Küstenetappe. Mit 10 Tagen kommen Ronda und die weißen Dörfer dazu. Ab 14 Tagen lässt sich die komplette Route inkl. Costa de la Luz und Costa del Sol entspannt machen. Wer seinen Andalusien-Urlaub auf drei Wochen ausdehnen kann, sollte der Cabo de Gata Naturpark bei Almeria empfehlenswert — eines der letzten unverbauten Küstengebiete Spaniens.
FAQ: Andalusien Rundreise — Die wichtigsten Fragen
Was muss man in Andalusien gesehen haben?
Die Alhambra in Granada (Tickets vorbuchen!), Sevilla (Alcázar, Kathedrale mit Giralda, Flamenco in Triana), Córdoba (Mezquita, Judería), Ronda (Puente Nuevo) und die Costa de la Luz (Tarifa, Cádiz). Das sind die fünf unbestrittenen Highlights jeder Andalusien Rundreise. Wer mehr Zeit hat, ergänzt die weißen Dörfer (Pueblos Blancos), Málaga und Marbella.
Wie viele Tage braucht man für eine Andalusien Rundreise?
Minimum 7 Tage für Granada + Sevilla + Córdoba + eine kurze Küstenetappe. Ideal sind 10–14 Tage für ein entspanntes Erlebnis inklusive der weißen Dörfer und Costa de la Luz. Drei Wochen lohnen sich, wenn Du auch den Cabo de Gata Naturpark und die Bergregionen der Sierra Nevada mit einbeziehen möchtest.
Wann ist die beste Reisezeit für Andalusien?
März bis Mai (Frühling) und September bis Oktober (Herbst) sind ideal: Temperaturen 20–28 °C, wenig Regen, überschaubare Touristenmassen. Der Mai ist besonders schön wegen der Feria de Abril in Sevilla und des Patio-Festivals in Córdoba. Im Hochsommer (Juli/August) wird es unerträglich heiß — 40 °C+ in Sevilla und Córdoba. Der Winter ist mild (12–17 °C), ideal für Küstenorte wie Málaga oder Nerja.
Was kostet eine Andalusien Rundreise für 2 Personen?
Für 14 Tage: Budget-Reise ab 1.200 € (Hostels, Selbstverpflegung), Mittelklasse ca. 2.200–3.000 € (3-Sterne-Hotels, Restaurants), Premium 4.000 €+ (4-Sterne, Guided Tours). Inkl. Flug, Mietwagen, Unterkunft und Verpflegung — Andalusien-Urlaub ist deutlich günstiger als vergleichbare Reisen und Urlaub in Italien oder Portugal.
Kann man eine Andalusien Rundreise ohne Mietwagen machen?
Die großen Städte (Granada, Sevilla, Córdoba, Málaga) sind mit dem AVE-Hochgeschwindigkeitszug und Regionalbahnen gut verbunden. Für die weißen Dörfer, Ronda, Tarifa und die Küstenregionen brauchst Du aber fast zwangsläufig ein Auto — öffentliche Verbindungen sind dort dürftig. Alternative: organisierte Tagesausflüge ab Sevilla oder Málaga für die Highlights.
Ist eine Andalusien Rundreise 2026 sicher?
Ja, Andalusien gehört zu den sichersten Urlaubsregionen Europas. Kriminalität ist im europäischen Vergleich niedrig, die Einheimischen sind extrem gastfreundlich. Vorsicht vor Taschendieben in Sevilla und Granada (wie in allen Touristenstädten), aber sonst keine besonderen Warnhinweise. Selbst als alleinreisende Frau ist Andalusien unproblematisch.
Alhambra Tickets — wie weit vorher buchen?
Mindestens 2–3 Wochen im Voraus, in der Hochsaison (April–Juni, Oktober) eher 4–6 Wochen. Direkt über die offizielle Seite buchen: alhambra-patronato.es oder tickets.alhambra-patronato.es. Zwischenhändler verlangen Aufschläge. Wenn ausverkauft: die „Generalife + Alcazaba Jardines“-Kombination hat manchmal noch Tickets, allerdings ohne die Nasridenpaläste (das Herzstück).
Was ist typisches Essen in Andalusien?
Die Küche Andalusiens ist stark von der maurischen Vergangenheit und dem Meer geprägt: Gazpacho (kalte Tomatensuppe), Pescaíto Frito (frittierter Fisch), Jamón Ibérico (aus Jabugo/Huelva — der beste Schinken Spaniens), Salmorejo (dickere Version des Gazpacho aus Córdoba), Espetos (Sardinen-Spieße am Strand) und Pestiños (süße Honigteigtaschen). Tapas-Kultur ist in Granada besonders ausgeprägt: zu jedem Getränk gibt es eine gratis Tapa.
Durch die Desierto de Tabernas (die einzige Wüste Europas) und vorbei am Sierra Nevada (Spaniens höchstes Gebirge) ging es nun bis zum Francisco Abellán Reservoir – ein wunderschöner blauer See, inmitten der Berge. Wieder einmal hatten wir Glück und standen direkt mit Blick auf den See. Am nächsten Tag gingen wir sogar noch baden, bevor es dann weiter nach Granada ging. Granada ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt – damals Arabisch besetzt (Königreich Granada). Natürlich schauten wir uns hier auch das Alhambra an – eine alte arabische Festung. Auf dem Parkplatz fiel uns dann wieder etwas ins Auge – wir hatten schon wieder einen Steinschlag! Warum auch immer… unser Sprinter zieht die Steine anscheinend magisch an.
Die Nacht verbrachten wir dann wieder an einem Stausee – es ging nämlich wieder an die Küste! ☺️ Hier hatten wir außerdem einen traumhaften Sternenhimmel und eine absolut wolkenfreie Nacht. 😍
Nach einem weiteren kurzen Zwischenstopp in Malaga ging es dann weiter für uns bis nach Gibraltar. Hier parkten wir zum ersten Mal auf einem Campingplatz (direkt am Hafen vor Gibraltar), da es tatsächlich keine freien Stellplätze gibt und gerade Gibraltar für seinen Parkplatzmangel bekannt ist. Nur 10min zu Fuß von dort war auch direkt die Grenze, sodass wir unseren Rucksack schnappten und zu Fuß über die bekannte Landebahn des Airports nach Gibraltar gingen. Dort erkundeten wir zu Fuß die typisch englische Innenstadt (Gibraltar gehört tatsächlich zu England, dementsprechend ist das Pfund auch die Währung) und umrundeten anschließend bei 35 Grad im Schatten den berühmten Affenfelsen inkl. seiner Attraktionen). Zu den Hauptattraktionen gehört natürlich erstmal der einwandfrei Blick auf das Umland, aber auch eine Tropfsteinhöhle, die durch tolle Audio- und Lichteffekte besticht. Zu guter Letzt schauten wir uns noch die alten Bunker im Affenfelsen an, die geschichtsträchtiger kaum sein könnten. 😬👏
Im Gegensatz zu manch anderen waren wir jedoch gut ausgerüstet… kaum oben angekommen wurden wir von spanischen Touristen überrascht, die uns völlig erschöpft um einen Schluck Wasser baten. 😂
Gibraltar war jedoch noch lange nicht unsere letzte Station in Spanien… es ging weiter zu meinem lang erwarteten Kitespot – Tarifa. 😍In den letzten 2 Jahren habe ich in Südafrika und auf Bali schon ein bisschen Kiten gelernt, aber hab es nie wirklich „fertig gelernt“. Hier hatten wir nun genug Zeit und natürlich auch die besten Bedingungen – Tarifa ist nicht umsonst der Top-Spot zum Kiten in Europa. Zeitgleich war witzigerweise auch ein Freund von mir in Tarifa, den ich vor einem Jahr in Südafrika kennengelernt habe – auch beim Kiten! 😁Hals über Kopf (wie immer) entschied ich dann mir eine Kiteausrüstung zu kaufen, was sich in Tarifa auch als sehr bezahlbar herausstellte.
Mit absolutem Halbwissen ging es dann seit über einem Jahr das erste Mal wieder aufs Wasser. Das erste Mal allerdings noch mehr im Wasser als auf dem Wasser… Auch der zweite Tag war alles andere als erfolgreich, denn direkt beim ersten Startversuch ist mein Chicken Loop (Befestigung des Kites) gerissen und ich durfte mich zum ersten Mal mit Kite aus dem Wasser retten – Übung schadet nicht! 😂Nachdem der Chicken Loop im Store ausgetauscht wurde ging es zwei Tage später wieder aufs Wasser und endlich verbrachte ich zum ersten Mal mehr Zeit auf dem Wasser, als im Wasser! 😋
Insgesamt verbrachten wir zwei Wochen in Tarifa und lernten in dieser Zeit viele tolle Leute kennen. In Tarifa kann man wunderbar direkt am Strand stehen in großer Gesellschaft (dutzende Camper säumen den Strandparkplatz). Außerdem ist jeden Abend viel los an den zwei Strandbars und zweimal wöchentlich finden auch Partys statt. Aufgrund von Covid jedoch im Moment bloß bis 22 Uhr. Was uns jedoch nicht davon abhielt die Party danach am Camper weiterzuführen, was etwas eskalierte, da es zeitweise locker 100 Leute um unsere Camper herum waren und die Party erst am nächsten Morgen um 6 von der Polizei aufgelöst wurde. 😂🥳
Irgendwann war es dann an der Zeit Tarifa hinter uns zu lassen und Richtung Portugal aufzubrechen. Nach einem kurzen Halt in Cadiz hieß der nächste längere Zwischenstopp Sevilla, wo wir die Innenstadt erkundeten und unsere eigene kleine Geburtstagsparty für Janet im Camper feierten. 🎉☺️ Von dort aus ging es dann nach Portugal weiter – vorbei an einer weiteren komplett offenen Grenzstation. 😁






























