Mein Equipment 2022 — Was hat sich geändert?
Mein Equipment 2022 — Was hat sich geändert und was ich heute nutze
Als Travel Content Creator ist mein Equipment mein wichtigstes Werkzeug. Über die Jahre habe ich tausende Euro in Kameras, Drohnen und Zubehör investiert — und dabei viel Lehrgeld bezahlt. In diesem Beitrag zeige ich dir, was sich seit 2022 in meinem Setup verändert hat, welche Ausrüstung ich aktuell nutze und warum ich bestimmte Entscheidungen getroffen habe.
Mein Equipment-Setup 2022 vs. heute
2022 war für mich ein Wendejahr in Sachen Ausrüstung. Ich habe mehrere wichtige Upgrades gemacht, die meine Content-Qualität auf ein neues Level gehoben haben. Hier der direkte Vergleich:
| Kategorie | Vorher (2021) | 2022 Upgrade | Heute (2024) |
|---|---|---|---|
| Kamera | Sony A7 III | Sony A7 IV | Sony A7 IV |
| Drohne | DJI Mavic Air 2 | DJI Mini 3 Pro | DJI Mini 5 Pro |
| Action-Cam | GoPro Hero 9 | DJI Action 3 | DJI Action 6 Pro |
| Stativ | Manfrotto Befree | Peak Design Travel Tripod | Peak Design Travel Tripod |
| Speicher | 64GB SD | Kingston 256GB V60 | Kingston 512GB V60 |
Kamera: Sony A7 IV — Warum ich dabei bleibe
Die Sony A7 IV war 2022 mein wichtigstes Upgrade. Der Sprung von der A7 III war enorm: 33 Megapixel statt 24, ein deutlich besserer Autofokus mit Echtzeit-Augenerkennung, 4K60p-Video und ein verbesserter Bildstabilisator. Für Travel-Fotografie ist sie perfekt — kompakt genug für den Rucksack, aber leistungsstark genug für professionelle Ergebnisse.
Warum ich nicht auf die neuere A7 V gewechselt bin? Ehrlich gesagt: Die Verbesserungen rechtfertigen für mich den Aufpreis nicht. Die A7 IV liefert bereits alles, was ich brauche. Der Bildqualitätsunterschied ist marginal, und das Geld investiere ich lieber in Reisen und Content.
Meine Objektive
Ein Kamerabody ist nur so gut wie seine Objektive. Hier mein aktuelles Lineup:
- Sony FE 16-35mm f/2.8 GM: Mein Weitwinkel für Landschaften und Architektur. Dieses Objektiv kommt auf jede Reise mit — die Bildschärfe ist unglaublich, und für Drohnen-Perspektiven vom Boden aus (wenn Drohnenflug verboten ist) unverzichtbar.
- Sony FE 24-70mm f/2.8 GM II: Der Allrounder. Von Porträts über Streetfotografie bis zu Food — damit decke ich 70% meiner Shots ab.
- Sony FE 70-200mm f/4 G: Für Wildtiere, Details und Kompositionen aus der Ferne. In Kenia war dieses Objektiv Gold wert für die Safari-Aufnahmen.
Gesamtgewicht meiner Kameraausrüstung: etwa 4,2 kg. Das klingt nach viel, aber für ein professionelles Full-Frame-Setup ist das vergleichsweise leicht. Sony’s spiegelloses System ist einer der Hauptgründe, warum ich nie zu Canon oder Nikon gewechselt bin.
Drohne: Von DJI Mini 3 Pro zur DJI Mini 5 Pro
Die Drohne ist für mich als Travel Creator DAS differenzierende Equipment. Jeder kann ein Handyfoto von einem Strand machen — aber eine perfekte Drohnenaufnahme aus 100 Metern Höhe? Das ist der Content, der auffällt und der mich von anderen Creatorn unterscheidet.
2022 habe ich von der Mavic Air 2 auf die DJI Mini 3 Pro gewechselt. Der Hauptgrund: das Gewicht. Die Mini 3 Pro wiegt unter 249 Gramm und fällt damit in vielen Ländern in die Kategorie „registrierungsfrei“. Das spart Papierkram und ermöglicht Flüge an Orten, wo schwerere Drohnen verboten sind.
Mittlerweile bin ich bei der DJI Mini 5 Pro angekommen. Der Sensor ist deutlich besser, der Dynamikumfang größer und die Hinderniserkennung auf allen Seiten gibt mir mehr Sicherheit bei schwierigen Flugmanövern. Die Bildqualität der Mini 5 Pro kommt erstaunlich nah an die größeren Mavic-Modelle heran — bei einem Bruchteil des Gewichts.
Drohnenaufnahmen, die meine Karriere geprägt haben
Einige meiner erfolgreichsten Instagram-Posts sind Drohnenaufnahmen: Die Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria, die Küste von Madeira, die Vulkanlandschaft auf Lanzarote, die Fjorde in Norwegen. Drohnenbilder generieren durchschnittlich 40-60% mehr Engagement als normale Fotos — weil die Perspektive einfach einzigartig ist.
Action-Cam: DJI Action 6 Pro
Von GoPro zu DJI zu wechseln war eine der besten Entscheidungen. Die DJI Action 6 Pro hat eine bessere Stabilisierung als jede GoPro, die ich je hatte, die Farbwiedergabe ist natürlicher und die Magnethalterung ist genial für schnelle Wechsel.
Ich nutze die Action-Cam hauptsächlich für:
- Kitesurfen: Helm-Mount, POV-Perspektive, 4K120fps für Slow-Mo
- Wanderungen: Zeitraffer-Aufnahmen des gesamten Trails
- Unterwasser: Die DJI Action 6 Pro ist bis 20m wasserdicht — perfekt für Schnorcheln
- Vlogs: Der Flip-Screen macht Selfie-Vlogs einfach
Zubehör, das den Unterschied macht
Peak Design Travel Tripod
Das kompakteste Reisestativ auf dem Markt. Zusammengefaltet kleiner als eine Wasserflasche, aber stabil genug für meine Sony A7 IV mit dem schweren 70-200mm. Nicht billig (350 €), aber jeden Cent wert.
Kingston Canvas React Plus SD-Karten
Ich nutze ausschließlich Kingston V60-Karten — schnell genug für 4K60p-Video und zuverlässig. Nach einem Datenverlust mit einer No-Name-Karte in Vietnam spare ich nicht mehr an Speicherkarten. Aktuell habe ich drei 256GB-Karten und eine 512GB für längere Trips.
ND-Filter
Für Drohne und Kamera unverzichtbar. Auf der Drohne nutze ich ein ND-Filter-Set (ND8, ND16, ND32, ND64) von Freewell. Für die Sony verwende ich variable ND-Filter von K&F Concept — günstig und qualitativ überraschend gut.
Externe Festplatte
Auf Reisen produziere ich schnell 100-200 GB an Rohdaten pro Woche. Meine Seagate Expansion (4TB) reist immer mit — und alle Bilder werden zusätzlich in die Cloud hochgeladen (Google Drive Business). Doppelte Sicherung ist Pflicht — eine verlorene Festplatte mit unbezahlbaren Reisefotos wäre eine Katastrophe.
Was ich NICHT mehr mitnehme
Über die Jahre habe ich gelernt, was ich wirklich brauche — und was nur unnötiges Gewicht ist:
- Laptop: Ich bearbeite unterwegs nur noch am iPad Pro. Lightroom Mobile + LumaFusion reichen für 90% meiner Arbeit.
- Gimbal: Die In-Body-Stabilisierung der Sony A7 IV und die DJI Action 6 Pro machen einen separaten Gimbal überflüssig.
- Blitz: Für Travel-Fotografie nutze ich fast ausschließlich Available Light. Ein Blitz kommt nur bei speziellen Indoor-Shoots mit.
- Zweite Kamera: Früher hatte ich immer ein Backup-Body dabei. Heute vertraue ich der A7 IV — in vier Jahren hatte ich keinen einzigen Ausfall.
Equipment-Kosten — eine ehrliche Auflistung
| Equipment | Kaufpreis | Nutzungsdauer | Kosten/Monat |
|---|---|---|---|
| Sony A7 IV + Objektive | ~6.500 € | 4+ Jahre | ~135 € |
| DJI Mini 5 Pro (Fly More) | ~1.100 € | 2 Jahre | ~46 € |
| DJI Action 6 Pro | ~400 € | 2 Jahre | ~17 € |
| Stativ + Zubehör | ~600 € | 5+ Jahre | ~10 € |
| Gesamt | ~8.600 € | — | ~208 € |
208 € pro Monat für professionelles Equipment — das ist weniger als viele für ihr Hobby ausgeben. Und als Content Creator sind diese Kosten voll steuerlich absetzbar.
Tipps für Einsteiger — welches Equipment brauchst du wirklich?
Wenn du gerade erst mit Travel Content anfängst, brauchst du NICHT mein komplettes Setup. Hier meine Empfehlung für verschiedene Budget-Stufen:
Budget-Setup (unter 1.000 €)
- Smartphone (dein aktuelles!) — moderne Handykameras sind erstaunlich gut
- DJI Mini 4K (~300 €) — günstige Einsteigerdrohne mit gutem Video
- Gorillapod (~30 €) — flexibles Mini-Stativ für Handy und Action-Cam
Mittleres Setup (2.000-4.000 €)
- Sony A6700 oder Fujifilm X-T5 (~1.400-1.700 €) — APS-C Kameras mit hervorragender Bildqualität
- DJI Mini 3 Pro (~760 €) — unter 249g, exzellente Bildqualität
- Ein gutes Kit-Objektiv + ein Festbrennweiten-Objektiv
Profi-Setup (6.000 €+)
- Sony A7 IV oder A7C II — Vollformat, maximale Bildqualität
- DJI Mini 5 Pro — beste Mini-Drohne auf dem Markt
- DJI Action 6 Pro — vielseitigste Action-Cam
- Premium-Objektive, Stativ, ND-Filter
FAQ — Häufige Fragen zu meinem Equipment
Warum Sony und nicht Canon oder Nikon?
Ich bin 2018 zu Sony gewechselt, als das spiegellose System deutlich weiter war als die Konkurrenz. Mittlerweile sind Canon und Nikon aufgeholt — aber ein Systemwechsel kostet tausende Euro (Objektive!), und es gibt keinen zwingenden Grund zu wechseln. Sony’s Autofokus ist nach wie vor der beste auf dem Markt.
Hast du Probleme mit Drohnengesetzen auf Reisen?
Ja, ständig. Drohnengesetze sind weltweit ein Flickenteppich. In manchen Ländern (Marokko, Indien, Kuba) sind Drohnen komplett verboten. In der EU gelten einheitliche Regeln, aber Nationalparks sind fast immer Flugverbotszonen. Ich checke vor jeder Reise die lokalen Vorschriften auf der App „Drone Buddy“ und der Website der lokalen Luftfahrtbehörde.
Wie transportierst du das ganze Equipment?
Alles passt in einen Peak Design Travel Backpack (45L). Kamera und Objektive im gepolsterten Camera Cube, Drohne und Action-Cam in der Seitentasche, Stativ außen befestigt. Im Flugzeug geht der Rucksack als Handgepäck mit — Equipment kommt bei mir NIE ins aufgegebene Gepäck.
Versicherst du dein Equipment?
Ja, über eine separate Fotoausrüstungs-Versicherung. Kostet mich etwa 200 €/Jahr und deckt Diebstahl, Beschädigung und sogar Verlust durch Airlines ab. Bei Equipment im Wert von über 8.000 € ist das ein absoluter No-Brainer.
Fazit — Equipment ist wichtig, aber nicht alles
Gutes Equipment hilft, besseren Content zu produzieren. Aber die beste Kamera der Welt nützt nichts, wenn du nicht weißt, wie du sie einsetzt. Investiere in dein Wissen genauso wie in dein Gear: Lerne Bildkomposition, verstehe Licht, übe Nachbearbeitung. Die Kombination aus gutem Equipment und dem Wissen, es richtig einzusetzen, macht den Unterschied zwischen durchschnittlichem und herausragendem Travel Content.
Über den Autor: Max Haase ist Deutschlands reichweitenstärkster Travel Influencer mit über 4,2 Millionen Followern. Spezialisiert auf Drohnenaufnahmen und Luxusreisen. Kooperationsanfragen hier.
Equipment-Pflege auf Reisen — So schütze ich mein Gear
Reisen sind hart für Equipment. Sand am Strand, Feuchtigkeit im Dschungel, Staub in der Wüste, Salzwasser am Meer — all das kann deine Ausrüstung beschädigen oder zerstören. Hier meine bewährten Tipps für die Equipment-Pflege unterwegs:
Kamera-Pflege
- Sensor-Reinigung: Ich reinige den Sensor alle 2-3 Wochen mit einem Rocket Air Blaster und bei Bedarf mit Sensor-Swabs. In staubigen Umgebungen (Wüste, Vulkanlandschaft) öfter.
- Objektivreinigung: Ein Mikrofasertuch und Lens-Wipes reisen immer mit. Nach jedem Tag am Meer wird die Frontlinse gereinigt — Salzwasser-Ablagerungen können die Vergütung angreifen.
- Feuchtigkeitsschutz: In tropischen Ländern lege ich Silica-Gel-Pakete in die Kameratasche. Schimmel auf Objektiven ist ein reales Problem in feuchten Klimazonen.
- UV-Filter: Auf jedem Objektiv sitzt ein günstiger UV-Filter als Kratzschutz. Kostet 20 € und schützt ein 2.000 €-Objektiv.
Drohnen-Pflege
- Propeller prüfen: Vor jedem Flug Propeller auf Risse und Beschädigungen checken. Ein defekter Propeller = Absturz.
- Akkus bei Raumtemperatur lagern: Drohnenakkus mögen keine Extreme. Nicht im heißen Auto lassen, nicht bei unter 10°C fliegen ohne Aufwärmphase.
- Firmware updaten: Immer vor einer Reise die neueste Firmware installieren. Mitten in einem Shoot ein Update durchführen zu müssen, ist der GAU.
- Gimbal-Schutz: Der Gimbal der DJI Mini 5 Pro ist empfindlich. Immer die Gimbal-Abdeckung nutzen beim Transport.
Allgemeine Tipps
- Backup ist Pflicht: Jeden Abend Bilder auf die externe Festplatte UND in die Cloud sichern. Ein verlorenes SD-Karten-Image ist nicht wiederherstellbar.
- Akkus im Handgepäck: Lithium-Akkus müssen laut Flugvorschriften ins Handgepäck — nicht ins aufgegebene Gepäck. Das gilt für Kamera-Akkus, Drohnen-Akkus und Powerbanks.
- Equipment-Liste führen: Ich habe eine Spreadsheet mit allen Seriennummern. Bei Diebstahl oder Verlust ist das für die Versicherung essentiell.
- Reparatur-Kit mitnehmen: Ein kleines Set mit Schraubendrehern, Gaffer-Tape und Kabelbindern hat mir schon mehrfach den Tag gerettet.
Was kommt als Nächstes? — Meine Equipment-Wunschliste
Technologie steht nie still, und auch mein Setup entwickelt sich weiter. Was mich aktuell reizt:
- Sony A9 III: Die erste Kamera mit Global Shutter — kein Rolling-Shutter-Effekt mehr, ultraschneller Autofokus. Für Action-Fotografie beim Kitesurfen ein Gamechanger. Preis: ~6.500 € — muss sich noch lohnen.
- DJI Air 3S: Für Situationen, wo die Mini 5 Pro an ihre Grenzen stößt — größerer Sensor, längere Flugzeit, robuster bei Wind. Aber: 900g = Registrierungspflicht in der EU.
- Insta360 X4: 360-Grad-Kameras werden für Social Media Content immer wichtiger. Die „unsichtbare Selfie-Stick“-Shots sind genial für Instagram Reels.
Aber jedes Upgrade muss sich rechnen: Verbessert es meinen Content wirklich spürbar? Oder ist es nur ein „Nice-to-have“? Diese Frage stelle ich mir bei jeder Anschaffung — und spare dadurch jedes Jahr tausende Euro, die ich stattdessen in Reisen investiere.
Equipment für verschiedene Reisetypen
Nicht jede Reise erfordert das volle Setup. Hier meine Equipment-Konfigurationen für verschiedene Reisetypen:
Strandurlaub (Kanaren, Algarve, Karibik): Sony A7 IV + 16-35mm, DJI Mini 5 Pro, DJI Action 6 Pro für Unterwasser. Die Action-Cam ist am Strand der Star — wasserdicht, sandresistent und perfekt für spontane Shots.
Roadtrip (Norwegen, Island, Neuseeland): Volle Ausrüstung. Beim Roadtrip habe ich Platz im Auto und brauche maximale Flexibilität — Landschaften, Drohnenaufnahmen, Action-Shots am Straßenrand.
Citytrip (Städtereise, kurz): Sony A7 IV + 24-70mm. Nur eine Kamera, ein Objektiv, kein Stativ. Leicht und schnell — perfekt für Street Photography und Restaurant-Besuche.
Trekking/Wanderung (E5, Annapurna, Inca Trail): Sony A7 IV + 16-35mm, DJI Mini 5 Pro. Jedes Gramm zählt. Action-Cam nur wenn Gewicht es erlaubt. Stativ bleibt zu Hause — dafür ein Gorillapod.
Die richtige Equipment-Auswahl pro Trip spart Gewicht, schont den Rücken und sorgt trotzdem für Top-Content. Weniger ist oft mehr — gerade auf Reisen.






