Welche Kanarische Insel passt zu dir? Karte & Vergleich 2026
Die Kanaren — sieben Inseln, jede mit eigenem Charakter. Ich habe alle sieben Hauptinseln bereist und sage dir ehrlich: Die Frage ist nicht OB du auf die Kanaren sollst, sondern WELCHE Insel zu dir passt. Denn Gran Canaria ist so anders wie Lanzarote, und Teneriffa hat mit La Palma kaum Gemeinsamkeiten.
- Inseln im Direktvergleich: Alle sieben Hauptinseln plus Madeira – von Gran Canaria als Miniaturkontinent bis El Hierro als wildestem Außenposten mit eigenem Profil.
- Teneriffa für Wanderer: Der Teide (3.718 m) ist Spaniens höchster Berg; dazu Anaga-Lorbeerwald und Whale-Watching vor Costa Adeje – Budget rund 60–110 € pro Tag.
- Lanzarote als Mars auf Erden: Timanfaya-Nationalpark mit Lavafeldern, César-Manrique-Architektur und Weinanbau in den Kraterkesseln von La Geria – Drohnen-Favorit der Kanaren.
- Fuerteventura & La Palma: Fuerteventura bietet endlose Strände und Kitesurf-Wind; La Palma punktet als grünste Wanderinsel mit einem der besten Sternenhimmel Europas.
- Entscheidungshilfe: Familien und Allrounder: Gran Canaria. Ruhe und Natur: La Gomera oder El Hierro. Surfer: Fuerteventura. Kultur und Fotografie: Lanzarote.
In diesem Guide vergleiche ich alle sieben Inseln nach Landschaft, Wetter, Aktivitäten, Kosten und Vibe — damit du sofort weißt, welche Kanaren-Insel dein nächstes Reiseziel wird.
Kanarische Inseln auf der Karte — Lage & Geografie

Die Kanarischen Inseln Karte oben zeigt die Lage auf einen Blick: Die Inseln gehören politisch zu Spanien und sind als autonome Region organisiert — geografisch liegen sie aber deutlich näher an Afrika als am spanischen Festland. Der östlichste Punkt der Inseln (Lanzarote) ist nur 125 km von der marokkanischen Küste entfernt, Madrid dagegen 1.800 km weit weg. Diese Lage in subtropischer Breite (27–29° Nord) ist auch der Grund für das ganzjährige Frühlingswetter, mit dem die Kanaren so bekannt sind.
Die Inselgruppe besteht aus sieben Hauptinseln und mehreren kleinen Nebeninseln. Von West nach Ost: El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote. Alle sind vulkanischen Ursprungs — daher die dramatische Landschaft mit Kratern, Lavafeldern und schwarzen Stränden.
Die 7 Kanaren-Inseln im Vergleich
| Insel | Charakter | Perfekt für | Budget/Tag |
|---|---|---|---|
| Gran Canaria | Allrounder, Miniaturkontinent | Familien, Strand + Berge, Nachtleben | 60–100 € |
| Teneriffa | Vulkan-Gigant, vielfältig | Wanderer, Teide, Whale Watching | 60–110 € |
| Fuerteventura | Wüste & Endlos-Strände | Kitesurfer, Strandurlauber, Ruhe | 50–90 € |
| Lanzarote | Vulkan-Kunst, Mars-Landschaft | Kultur, Drohne, Weinliebhaber | 55–95 € |
| La Palma | Grüne Wanderinsel, Sternenhimmel | Wanderer, Natur, Astrofotografie | 50–85 € |
| La Gomera | Urwald, mystisch, Garajonay | Wanderer, Ruhe-Suchende | 45–80 € |
| El Hierro | Kleinste, wildeste, am ruhigsten | Taucher, Aussteiger, Abenteurer | 40–70 € |
Gran Canaria — Der Miniaturkontinent
Gran Canaria packt alles auf eine Insel: Sahara-Dünen (Maspalomas), grüne Bergtäler (Barranco de Guayadeque), kosmopolitische Städte (Las Palmas) und einsame Bergdörfer. Ich nenne sie den „Miniaturkontinent“, weil du morgens am Strand liegen und nachmittags auf 1.900m Höhe wandern kannst.
Highlights: Maspalomas-Dünen (besonders bei Sonnenuntergang), Roque Nublo (Wahrzeichen der Insel), Las Palmas Altstadt Vegueta, Puerto de Mogán (das „Venedig der Kanaren“).
Lies meinen ausführlichen Gran Canaria Reisebericht mit allen Drohnenaufnahmen.
Lanzarote — Wo Vulkane auf Kunst treffen
Lanzarote ist die filmreifste Insel der Kanaren. Die Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalparks sieht aus wie der Mars — rote, schwarze und ockerfarbene Lavafelder soweit das Auge reicht. Dazu die Weinanbaugebiete von La Geria, wo Reben in vulkanischen Kratern wachsen.
Der Künstler César Manrique hat die Insel geprägt wie kein anderer. Seine Werke — Jameos del Agua, Mirador del Río, Fundación César Manrique — sind Kunstwerke, die sich nahtlos in die Vulkanlandschaft einfügen.
Aus der Luft ist Lanzarote ein absoluter Traum. Die Farbkontraste zwischen schwarzer Lava, rotem Sand und türkisem Meer sind surreal. Mein Lanzarote Reisebericht zeigt die besten Spots.
Fuerteventura — Wind, Wellen und Weite
Fuerteventura ist die Insel für Kitesurfer, Surfer und alle, die endlose Strände ohne Menschenmassen suchen. Die Insel ist flach, trocken und windig — perfekte Bedingungen für Wassersport.
Die Strände sind die schönsten der Kanaren: Playa de Cofete (wild und einsam), Playa de Sotavento (Kite-Paradies), El Cotillo (Surfer-Dorf). Die Wüstenlandschaft im Inland ist fotogen, aber weniger spektakulär als Lanzarotes Vulkane.
Alle Details in meinem Fuerteventura Reisebericht.
Teneriffa — Der Teide und mehr
Teneriffa wird von Spaniens höchstem Berg dominiert — dem Teide (3.718m). Die Caldera um den Vulkan ist eine Mondlandschaft, die besonders bei Sonnenaufgang magisch wirkt. Die Seilbahn bringt dich auf 3.555m (Gipfel nur mit Genehmigung).
Im Norden ist Teneriffa grün und üppig (Anaga-Gebirge, Lorbeerwälder), im Süden trocken und touristisch (Playa de las Américas). Puerto de la Cruz im Norden ist der charmanteste Ort der Insel.
La Palma — Die grüne Wanderinsel
La Palma ist die grünste und am wenigsten touristische der Kanaren-Hauptinseln. Während Lanzarote als Mars-Landschaft und Fuerteventura als Wüste inszeniert werden, ist La Palma der leise Gegenpart: subtropische Lorbeerwälder, tiefe Vulkan-Schluchten und einer der dunkelsten Sternenhimmel Europas. Die Insel ist offiziell UNESCO-Biosphärenreservat und Starlight-Reserve.
Für wen: Wanderer, Naturliebhaber, Astro-Fotografen, Ruhesuchende.
Must-See:
- Caldera de Taburiente — der größte Erosionskrater der Welt, spektakuläre Wanderungen
- Ruta de los Volcanes — 24 km Fernwanderweg über eine Vulkankette
- Roque de los Muchachos (2.426 m) — Sternwarte und einer der besten Sternenhimmel Europas
- Los Tilos — mystischer Lorbeerwald mit Wasserfällen
Budget: 55–85 € pro Tag (günstiger als die großen Inseln, wenig Pauschaltourismus).
Einschränkungen: Nach dem Vulkanausbruch 2021 sind einige Regionen im Süden noch in der Wiederaufbauphase. Die touristischen Hauptregionen (Santa Cruz, El Paso, Los Llanos) sind davon nicht betroffen.
La Gomera — Das wilde Bergparadies
La Gomera ist eine der kleinsten Kanaren-Inseln (370 km²) und erreicht man nur per Fähre von Teneriffa. Genau das macht sie zum Geheimtipp: keine Direktflüge, kaum Pauschaltouristen, stattdessen endlose Bergpfade, versteckte Buchten und das einzigartige UNESCO-Welterbe des Garajonay-Nationalparks — einem der letzten Lorbeerwälder Europas.
Für wen: Wanderer, Backpacker, Kulturinteressierte, Off-the-beaten-path-Reisende.
Must-See:
- Garajonay-Nationalpark — UNESCO-Welterbe, Nebelwald mit bis zu 1.000 Jahre alten Bäumen
- Valle Gran Rey — die Hippie-Bucht der Kanaren, schwarzer Sandstrand und Sonnenuntergänge
- Los Órganos — spektakuläre Basaltsäulen nur vom Boot sichtbar
- Silbo Gomero — die berühmte Pfeifsprache (UNESCO-Kulturerbe), wird noch heute gesprochen
Budget: 60–90 € pro Tag (Unterkünfte günstig, Restaurants teuer durch Insellage).
Anreise: Fähre ab Los Cristianos (Teneriffa), 50 Minuten. Flüge gibt es nur aus Teneriffa Nord.
El Hierro — Der wildeste Außenposten
El Hierro ist die kleinste und westlichste Kanaren-Insel — bis 1492 galt sie als das Ende der bekannten Welt. Heute ist sie eines der wenigen Reiseziele Europas, die energetisch zu 100 Prozent mit erneuerbaren Ressourcen versorgt werden können. Die Insel hat keine klassischen Strände, dafür dramatische Klippen, Vulkankrater und eines der besten Tauchreviere Europas.
Für wen: Taucher, Geologie-Fans, Off-Grid-Reisende, Minimalisten.
Must-See:
- Mar de las Calmas — geschütztes Meeresreservat mit Delfinen, Schildkröten, Walen und kristallklarem Wasser
- El Sabinar — windgeformte Wacholderbäume, eines der surrealsten Motive der Kanaren
- Mirador de la Peña — von César Manrique gestalteter Aussichtspunkt mit Blick auf die gesamte Insel
- Faro de Orchilla — der westlichste Punkt Spaniens und ehemaliger Null-Meridian (vor Greenwich)
Budget: 50–80 € pro Tag (günstige Insel, wenig Luxus-Angebot).
Anreise: Direktflüge nur aus Teneriffa oder Gran Canaria, oder per Fähre.
Madeira — Die Blumeninsel (Bonus-Empfehlung)
Technisch keine Kanaren-Insel (sondern zu Portugal gehörig), aber oft im gleichen Trip kombiniert. Madeira ist das Wanderparadies des Atlantik — die berühmten Levada-Wanderungen führen entlang historischer Wasserkanäle durch Lorbeerwälder und spektakuläre Schluchten.
Mehr dazu in meinem Madeira Reisebericht.
Welche Insel passt zu dir? — Entscheidungshilfe
- Erster Kanaren-Trip: Gran Canaria oder Teneriffa — am vielfältigsten
- Strand + Kitesurfen: Fuerteventura
- Fotografie + Drohne: Lanzarote (Vulkane) oder La Palma (Sternenhimmel)
- Wandern: La Palma, La Gomera oder Madeira
- Ruhe + Aussteigen: El Hierro oder La Gomera
- Nachtleben: Gran Canaria (Las Palmas, Playa del Inglés)
- Familie: Gran Canaria (beste Infrastruktur) oder Teneriffa
Beste Reisezeit & welche Insel ist am wärmsten?
Die Kanaren werden zurecht als „Inseln des ewigen Frühlings“ vermarktet — die Durchschnittstemperatur liegt das ganze Jahr zwischen 18 und 25 °C. Aber es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Inseln und zwischen Nord- und Südseite jeder Insel.
Welche kanarische Insel ist am wärmsten?
Die wärmste Kanaren-Insel ist Fuerteventura, dicht gefolgt von Gran Canaria (Süden) und Lanzarote. Der Grund: Ihre Lage im Osten, näher am afrikanischen Festland, plus flache Topografie ohne hohe Berge, die Wolken abfangen. Durchschnittliche Jahrestemperatur Fuerteventura: 22,4 °C. Im Winter (Dezember–Februar) liegt die Tagestemperatur stabil bei 20–22 °C, im Sommer bei 26–28 °C.
Temperatur-Vergleich der Hauptinseln (Jahresdurchschnitt)
- Fuerteventura: 22,4 °C — wärmste Insel, sehr stabile Temperaturen
- Gran Canaria (Süden): 22,2 °C — warm, trockener Süden, grüner Norden
- Lanzarote: 21,9 °C — wärmer aber mehr Wind als Gran Canaria
- Teneriffa (Süden): 21,5 °C — warm im Süden, deutlich kühler im Norden
- La Palma: 20,1 °C — frischer durch Höhenlage und Nordostlage
- La Gomera: 20,3 °C — mild, oft Passatwolken im Norden
- El Hierro: 20,0 °C — windig und frisch, wärmste Küsten im Süden
Beste Reisezeit pro Reisetyp
- Strandurlaub: Ganzjährig möglich, ideal Oktober–April
- Wandern: März–Mai und September–November (angenehme Temperaturen, wenig Regen)
- Kitesurfen/Surfen: November–März (Passatwinde am stärksten)
- Sternenhimmel (La Palma): August–Oktober (klare Nächte, wenig Passatwolken)
- Tauchen (El Hierro): August–Oktober (beste Sicht)
FAQ — Häufige Fragen zu den Kanarischen Inseln
Sind die Kanaren 7 oder 8 Inseln?
Die Kanaren bestehen aus sieben bewohnten Hauptinseln und mehreren kleinen Nebeninseln. Seit 2018 wird offiziell auch La Graciosa (nordwestlich von Lanzarote) als achte Insel anerkannt — sie hat aber nur rund 700 Einwohner und keinen Flughafen. Im Reisekontext ist meist von den 7 Hauptinseln die Rede: El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa, Gran Canaria, Fuerteventura, Lanzarote.
Gehören die Kanaren zu Afrika oder Europa?
Die Kanarischen Inseln gehören politisch zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Geografisch liegen sie aber auf der afrikanischen Kontinentalplatte, nur etwa 100 km vor der Küste Marokkos und der Westsahara. Für Reisende heißt das: EU-Einreise mit Personalausweis, Euro als Währung, deutschsprachige Ärzte in Touristengebieten — aber das subtropische Klima Afrikas.
Welche kanarische Insel ist am wärmsten?
Fuerteventura ist mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 22,4 °C die wärmste Kanaren-Insel. Der Süden von Gran Canaria (Maspalomas) liegt mit 22,2 °C nur knapp dahinter. Im Winter (Dezember–Februar) sind diese beiden Inseln die verlässlichste Wahl für stabile 20–24 °C.
Welche Kanaren-Insel ist am günstigsten?
Für Pauschalreisende ist Gran Canaria durch die große Flug- und Hotelauswahl oft am günstigsten (ab 400 € pro Woche in der Nebensaison). Individuell reisend ist La Palma mit 55–85 € pro Tag und günstigen Unterkünften die günstigste Insel. Lanzarote und Fuerteventura liegen preislich dazwischen, Teneriffa ist in den Touristenhochburgen am teuersten.
Welche Insel passt für Familien?
Gran Canaria ist die familienfreundlichste Insel: große Pauschalreise-Infrastruktur, kinderfreundliche Strände in Maspalomas und Playa del Inglés, Freizeitparks (Palmitos Park, Sioux City), gute medizinische Versorgung. Alternative: Fuerteventura für Strand-Urlaub mit ruhiger Atmosphäre.
Welche Insel ist die beste für Wanderer?
La Palma führt mit Abstand — die Caldera de Taburiente und die Ruta de los Volcanes gehören zu den spektakulärsten Wanderwegen Europas. La Gomera und Teneriffa (Teide-Nationalpark, Anaga-Gebirge) folgen. Wer es weniger bergig mag, findet auf Gran Canaria abwechslungsreiche Hochland-Wanderungen.
Brauche ich einen Mietwagen?
Ja, auf jeder Insel außer Gran Canaria und Teneriffa-Süd. Die Kanaren haben zwar Busverbindungen zwischen größeren Orten, aber die schönsten Ecken (Caldera de Taburiente, Anaga-Gebirge, El Cotillo auf Fuerteventura) erreichst du nur mit eigenem Auto. Mietwagen-Preise ab 20 €/Tag in der Nebensaison. Achtung: auf El Hierro und La Gomera sind die Bergstraßen kurvig — nicht empfohlen bei Reisekrankheit.
Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?
Die Kanaren sind ein Ganzjahresziel mit angenehmem Klima in allen 12 Monaten. Für Strandurlaub am wärmsten: Juni–Oktober (25–29 °C Wasser). Für Wanderungen und Städtetouren ideal: März–Mai und Oktober–November (angenehme 20–24 °C, wenig Regen). Die Hauptsaison ist Weihnachten/Neujahr und Februar-März (Fasching) — dann sind Flüge und Hotels deutlich teurer.
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