Italien im Campervan – Toskana, Amalfiküste & Dolce Vita…
Mit dem Campervan durch Italien – von der Toskana über die Amalfiküste bis nach Kalabrien. Italien war die zweite Etappe unseres Van Life Europa-Roadtrips und hat uns mit einer Mischung aus Weltklasse-Essen, dramatischen Küsten und der chaotisch-charmanten Lebensart begeistert. In diesem Italien Roadtrip Reisebericht teile ich die besten Stops, Stellplätze und ehrliche Tipps für Van Life in Italien.
Toskana mit dem Camper – Zypressen, Weinberge & mittelalterliche Dörfer
Die Toskana ist der Inbegriff von Italien-Romantik – und mit dem Van erlebst du sie intensiver als jeder Hotel-Tourist. Die hügelige Landschaft mit ihren ikonischen Zypressen-Alleen, Weinbergen und Olivenhainen ist aus der Drohne ein Traum. Unsere Highlights: San Gimignano (die „Manhattan des Mittelalters“ mit ihren Geschlechtertürmen), Siena (Piazza del Campo!) und die Weinregion Chianti, wo man direkt beim Winzer degustiert.
Stellplatz-Tipp: In der Toskana gibt es viele „Agriturismos“ die Camping anbieten – Bauernhöfe mit Stellplätzen, oft mit Pool und Weinverkostung. 15-25 €/Nacht, authentischer geht es kaum.
Amalfiküste & Cinque Terre – Italiens dramatischste Küsten
Die Amalfiküste (Costiera Amalfitana) ist eine der schönsten Küstenstraßen der Welt – und eine der anspruchsvollsten mit dem Van. Die enge SS163 windet sich zwischen Felsen und Meer, mit Gegenverkehr von Bussen die kaum durch die Tunnel passen. Ehrliche Empfehlung: Wenn dein Van breiter als 2m ist, park ihn in Salerno und fahr mit dem Bus. Die Küste ist den Stress wert – aber nicht mit einem breiten Fahrzeug.
Positano, Amalfi und Ravello sind atemberaubend schön, aber auch extrem touristisch und teuer (Espresso: 5 €, Parkplatz: 30 €/Stunde). Mein Tipp: Die weniger bekannte Cilento-Küste südlich der Amalfi bietet ähnlich spektakuläre Landschaft bei einem Bruchteil der Preise und Touristen.
Praktische Italien-Tipps für Camper
ZTL-Zonen: Viele italienische Innenstädte haben Fahrverbotszonen (Zona a Traffico Limitato). Reinfaahren = automatisches Bußgeld per Kamera (80-100 €). Google Maps warnt nicht immer! Tipp: Park4Night-App zeigt sichere Parkplätze außerhalb der ZTL.
Kosten: Italien ist günstiger als sein Ruf (außer Amalfi und Cinque Terre). Pizza: 6-10 €, Campingplätze: 20-35 €/Nacht, Diesel: ~1.70 €/L. Autobahnmaut: ~10 €/100km.
Freies Stehen: In Süditalien (Puglia, Kalabrien, Sizilien) deutlich lockerer als im Norden. An der Amalfi- und Cinque-Terre-Küste: vergiss es, wird streng kontrolliert.
FAQ – Camper-Roadtrip durch Italien
Kann man mit dem Camper an die Amalfiküste fahren?
Technisch ja, aber nicht empfehlenswert für Fahrzeuge über 2m Breite. Die SS163 ist extrem eng. Besser: in Salerno parken und den SITA-Bus nehmen.
Wo sind die besten Stellplätze in Italien?
Toskana: Agriturismos. Küste: offizielle „Aree di Sosta“ (Wohnmobil-Stellplätze). Süditalien: mehr Freiheit, Park4Night nutzen.
Was kostet Van Life in Italien pro Tag?
Realistisch 50-80 € für 2 Personen (Camping + Essen + Diesel). Deutlich günstiger als Hotel-Reisen.
Nach Italien ging es weiter nach Südfrankreich. Zurück zur Van Life Europa Übersicht. | Zusammenarbeit
Unsere erste sommerliche Station auf dieser Reise – und auch das Land mit den kleinsten & engsten Straßen. 😂 Mit unserem 7 m Sprinter hatten wir hier in einigen Städten/Dörfern ganz schön zu kämpfen und haben uns tatsächlich auch die ersten Schrammen ins Auto gesetzt. 🙄
Als wir über die Grenze fuhren, waren wir gespannt, ob uns aufgrund von Corona eine Kontrolle erwartet, wie es in den Medien überall beschrieben wurde – aber es war niemand dort. 😂 Wir sind also auch nach Italien problemlos eingereist. Im Alltag konnte man Corona aber dann noch sehr gut wahrnehmen, da die Italiener teilweise sogar alleine im Wald eine FFP2-Maske tragen. Natürlich wird hier auch beim Fahrradfahren oder beim Joggen nicht darauf verzichtet, egal wie steil der Berg auch ist. 😆
Was machten wir wohl als Erstes in Italien? Natürlich eine Pizza essen! 🥰 Anschließend ließen wir den schönen Lago Maggiore und den Lago di Como hinter uns und fuhren bis in die beschauliche Stadt Verona, wo wir uns erst einmal mit der italienischen Aperitif-Kultur vertraut machten. 😅🥂
Menschenleer: Venedig
Bei grauem Himmel und mit unserem Regenschirm bewaffnet machten wir uns mit der S-Bahn auf nach Venedig – Autos sind hier nämlich komplett verboten, außer für Anwohner. Anschließend nahmen wir das berühmte Wassertaxi bis zur Rialtobrücke – eines der Hauptwahrzeichen Venedigs. Wir hatten mit dem Wetter tatsächlich Glück und der Regen setzte nur kurz ein, als wir unsere Pizza zum Mittag aßen – gemeinsam mit meiner Familie, die zum selben Zeitpunkt auch Venedig besuchte.
Pünktlich nach dem Mittagessen stoppte dann auch der Regen und wir schauten uns den Markusplatz an – der Dank des Wetters und Corona komplett Menschenleer war – so wenig Menschen hat Venedig bestimmt seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen. 😁
Die beste Pizza unserer Reise: Mailand
Da uns unser Stellplatz in Mailand, mitten auf einem großen Stadtparkplatz, nicht wirklich zusagte, blieben wir nur für eine Nacht in Mailand. Trotzdem schauten wir uns die gesamte Innenstadt an, aßen die beste Pizza unserer Reise und ließen den Abend an der endlos langen Barpromenade mit einem Cocktail ausklingen. Mailand ist für mich wirklich eine der schönsten Städte in Italien – vor allem was die ganzen möglichen Aktivitäten betrifft!
Entlang der Mittelmeerküste
Am nächsten Morgen ging es in aller Früh, und mitten im stressigen Berufsverkehr, auf in den Süden Italiens. Genauer gesagt ging es nach Genua, mit einem kurzen nächtlichen Zwischenstopp im Dorf Crocefieschi, wo wir einen schönen Klettersteig begingen und im Refugio Schutz suchen mussten, vorm annähernden Gewitter. 😳😬 In Genua übernachteten wir mitten auf dem Berg, mit traumhaftem Blick über die gesamte Stadt. Von dort aus ging es für uns immer weiter Richtung Frankreich, mit Zwischenstopps in zahlreichen kleinen, beschaulichen Fischerdörfern.
Die letzten Dörfer vor der Grenze
Auf halber Strecke zur französischen Grenze testeten wir noch einmal die Outdoor Tauglichkeit unseres Sprinters, auf dem Weg zum Klettersteig Degli Artisti. Bei 7 m Länge machten uns die Schlaglöcher und Bodendellen des kleinen Waldweges ziemlich zu schaffen, jedoch schafften wir es bis zu unserem Nachtplatz, ohne aufzusetzen – ob wir hier mit „normalen Straßenreifen“ auch hochgekommen wären? 🤔
Kaum angekommen ging es für uns jedoch schon wieder los zum Klettersteig, der etwa 30min Fußmarsch entfernt war. Auf halber Höhe konnten wir dann plötzlich nur noch 10 m weit schauen, weil wir mitten in den Wolken waren. Das Highlight war dann die 50 m lange Hängebrücke, bei der wir nicht mal bis zur Hälfte schauen konnten. Nach 90min Abstieg zurück über Geröll waren wir dann endlich wieder am Camper angekommen und konnten die Beine hochlegen.
Unser letzter Stopp in Italien war dann die schöne Stadt Imperia, die einen beeindruckenden Hafen zu bieten hat – und einen wunderschönen Stellplatz direkt am Meer. Mit dem E-Scooter machten wir uns los, um die Innenstadt zu erkunden und aßen zum Mittag leckeres All-You-Can-Eat Sushi. 😍Zum Abend schauten wir uns dann noch den traumhaften Sonnenuntergang über dem Hafen an.






























