Great Ocean Road 2026: Route, Etappen & Apollo Bay Guide
Great Ocean Road — Warum dieser Roadtrip mein Highlight in Australien war
243 Kilometer Küstenstraße, zerklüftete Klippen, türkises Wasser und Koalas, die direkt neben der Straße in Eukalyptusbäumen hängen — die Great Ocean Road in Victoria ist der Roadtrip, den jeder Australien-Reisende machen muss. Mein Rat: nicht an einem Tag durchhetzen, sondern in vier Tagen mit Stopps an jedem Aussichtspunkt fahren.
- 243 km Küstenstraße in Victoria — für mich nach vielen Roadtrips weltweit unter den Top 10.
- Plan 3–5 Tage ein. An einem Tag durchzufahren ist möglich, aber du verpasst das Beste der Erfahrung.
- Must-Stops: Twelve Apostles bei Sonnenuntergang, Loch Ard Gorge und wilde Koalas bei Kennett River.
- Beste Reisezeit November bis März. Keine Maut, alle Aussichtspunkte sind kostenlos.
- Drohnen außerhalb der Nationalparks erlaubt. Linksverkehr — nach 2-3 Stunden Routine.
Nach vielen Roadtrips weltweit sage ich: Die Great Ocean Road gehört in die Top 10. Nicht weil sie die längste oder wildeste Strecke ist, sondern weil die Dichte an Wow-Momenten pro Kilometer einfach unschlagbar ist. Alle 10-15 Minuten ein Aussichtspunkt, der besser ist als der letzte.
Great Ocean Road: Die Route von Melbourne nach Allansford (inkl. Apollo Bay)
Die Great Ocean Road beginnt offiziell in Torquay (ca. 1,5 Stunden südwestlich von Melbourne) und endet in Allansford nahe Warrnambool. Die meisten fahren die Strecke von Ost nach West — das hat den Vorteil, dass du auf der Meerseite fährst und direkten Blick auf die Klippen hast.
Etappe 1: Torquay → Apollo Bay (ca. 95 km)
Der erste Abschnitt ist der kurvigste und gleichzeitig der spektakulärste. Die Straße klebt förmlich an den Klippen, und an jeder Kurve öffnet sich ein neuer Blick auf die Brandung. Highlights:
- Bells Beach: Einer der berühmtesten Surfspots der Welt. Auch wenn du nicht surfst — die Wellen hier sind beeindruckend. Vom Aussichtspunkt oben beobachtest du Profisurfer in 3-4 Meter hohen Wellen.
- Split Point Lighthouse: Ein fotogener Leuchtturm in Aireys Inlet mit Panoramablick. Perfekt für Drohnenaufnahmen — mit Drohne (unter 250 g) habe ich hier eines meiner Lieblingsbilder der gesamten Reise geschossen.
- Lorne: Süßes Küstenstädtchen mit guten Cafés. Der Erskine Falls Wasserfall ist einen kurzen Abstecher wert (10 Minuten vom Highway).
- Kennett River Koala Walk: Hier sind die Koalas. Direkt an der Straße, in den Bäumen. Einfach langsam fahren und nach oben schauen. Mit etwas Geduld siehst du hier mehrere Koalas — kein Zoo, keine Eintrittsgebühr.
Etappe 2: Apollo Bay → Port Campbell (ca. 90 km)
Hier verlässt die Straße die Küste und führt durch den Great Otway National Park — Regenwald mit meterhohen Farnen und Wasserfällen. Danach kommt der Abschnitt, wegen dem die meisten überhaupt hierher fahren:
- Twelve Apostles: Die Zwölf Apostel sind riesige Kalksteinfelsen im Meer, geformt durch Millionen Jahre Erosion. Tatsächlich stehen nur noch sieben — der Rest ist eingestürzt. Der Aussichtspunkt ist kostenlos zugänglich, und bei Sonnenuntergang werden die Felsen golden. Drohnenflüge sind hier leider seit 2020 verboten (Nationalpark).
- Gibson Steps: Eine steile Treppe führt hinunter zum Strand direkt neben den Twelve Apostles. Von unten wirken die 70 Meter hohen Felsen noch imposanter. Achtung: Bei Flut wird der Strand überspült — Gezeiten checken!
- Loch Ard Gorge: Eine enge Schlucht, benannt nach einem Schiffswrack von 1878. Das türkise Wasser in der geschützten Bucht ist surreal schön — einer der fotogensten Orte, die ich je gesehen habe.
- London Arch: Ehemals London Bridge, bis der Bogen 1990 eingestürzt ist (zwei Touristen mussten per Helikopter gerettet werden). Trotzdem beeindruckend.
Etappe 3: Port Campbell → Allansford (ca. 60 km)
Der am wenigsten besuchte Abschnitt — und genau deshalb ruhig und entspannt. Die Bay of Islands hat ähnliche Felsformationen wie die Twelve Apostles, aber ohne die Massen. In Warrnambool kannst du zwischen Juni und September Südliche Glattwale von der Küste aus beobachten — kostenlos.
Mein Foto- und Video-Setup für die Great Ocean Road
Die Great Ocean Road ist ein Paradies für Fotografen. Mein Setup:
- Sony A7V mit Tamron 17-28mm f/2.8 für die Weitwinkel-Küstenshots, Tamron 28-200mm f/2.8-5.6 für Details wie Surfer an Bells Beach und Koalas in Kennett River.
- DJI Mini 5 Pro (unter 250 g) — in Australien ohne Registrierung fliegbar, perfekt für die Küstenabschnitte zwischen den Nationalparks.
- DJI Osmo Action 6 als Dashcam im Mietwagen — die Zeitraffer der kurvigen Strecke zwischen Lorne und Apollo Bay sind cinematisch.
- PolarPro ND64 und ND1000 — unverzichtbar für Langzeitbelichtungen der Brandung an den Gibson Steps und weiche Wasserstrukturen an den Twelve Apostles.
Drohnen-Hinweis: In Nationalparks (Twelve Apostles, Great Otway NP) sind Drohnen verboten. Dafür sind die Küstenabschnitte dazwischen legal und spektakulär von oben. Immer vorher auf der CASA-App checken.
Kosten — Was kostet die Great Ocean Road?
| Posten | Budget | Komfortabel |
|---|---|---|
| Mietwagen (4 Tage, ab Melbourne) | ca. 160-280 AUD (40-70 AUD pro Tag) | höhere Fahrzeugklasse, Preis je nach Anbieter |
| Benzin (ca. 500 km gesamt) | 50-70 € | 50-70 € |
| Unterkunft pro Nacht | 30-60 € (Hostel/Camping) | 120-250 € (Boutique) |
| Essen pro Tag | 25-40 € | 60-100 € |
| Twelve Apostles Helikopterflug | — | 130-200 € |
| Otway Fly Treetop Walk | — | ~22 € |
Gesamt für 4 Tage: 400-700 € (Budget) oder 1.000-2.000 € (komfortabel). Der Roadtrip selbst kostet quasi nichts — es gibt keine Maut und alle Aussichtspunkte sind kostenlos.
Praktische Tipps aus eigener Erfahrung
Wann fahren?
Die beste Zeit ist November bis März (australischer Sommer). Längere Tage = mehr Licht für Fotos. Aber selbst im Sommer kann es an der Küste frisch werden — immer eine Jacke dabeihaben. Im Winter (Juni-August) sind weniger Touristen da, dafür ist das Wetter unberechenbar und einige Wanderwege können gesperrt sein.
Wie viele Tage einplanen?
Mindestens 3 Tage, idealerweise 4-5. An einem Tag durchzufahren ist möglich, aber du verpasst das Beste der Erfahrung. Die besten Momente — Koalas in Kennett River, Sonnenuntergang an den Twelve Apostles, Wanderung im Regenwald — brauchen Zeit.
Linksverkehr
Australien fährt links. Die kurvige Küstenstraße ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, besonders mit Gegenverkehr in engen Passagen. Mein Tipp: Den ersten Tag entspannt angehen und nicht auf den Gegenverkehr-Stress reinfallen. Nach 2-3 Stunden ist der Linksverkehr Routine.
Tanken nicht vergessen
Zwischen Apollo Bay und Port Campbell gibt es kaum Tankstellen. In Apollo Bay volltanken — der nächste Abschnitt ist der wildeste und schönste, und du willst nicht mit leerem Tank am Straßenrand stehen.
Australien hat zwar ein gutes Gesundheitssystem, aber Touristen zahlen alles privat und Behandlungen sind sehr teuer, eine Notaufnahme kostet mehrere hundert AUD. Wer in Outback oder am Riff verunglückt, braucht zudem Rückflug-Deckung für den Flying Doctor:
Great Ocean Road als Teil einer längeren Australien-Route
Für eine größere Route ist vor allem die verfügbare Zeit entscheidend. Wer Melbourne als Start oder Ende plant, ergänzt jede Australien-Route mit der Great Ocean Road um drei bis vier Tage. Die Ostküste zwischen Sydney und Cairns umfasst rund 2.900 Kilometer; zwei Wochen sind dafür das Minimum. Eine vierwöchige Variante verbindet diese Küstenroute mit einer zusätzlichen Woche im Red Centre rund um Uluru, Kings Canyon und Kata Tjuta. Wer Australiens Westen kennenlernen möchte, fährt etwa 2.200 Kilometer von Perth bis Broome, auch hier sind zwei Wochen das Minimum.
| Baustein | Strecke, Zeit | Charakter |
|---|---|---|
| Great Ocean Road | Küste, 3–5 Tage | Klippen, Regenwald |
| Ost: Sydney–Cairns | 2.900 km, ab 2 Wochen | Städte, Riff |
| West: Perth–Broome | 2.200 km, ab 2 Wochen | Wildnis, Ningaloo Reef |
Mit fünf bis sechs Wochen lassen sich Ost- und Westküste per Inlandsflug kombinieren. Die Routen im Detail beschreibt der Artikel Australien Ostküste oder Westküste.
Welches Fahrzeug zur Great Ocean Road passt
Für die asphaltierte Great Ocean Road genügt ein normaler Kleinwagen, Allrad brauchst du nur für Schotterpisten im Otway National Park. Bei der Fahrzeugwahl zählt deshalb vor allem, wie die Reise danach weitergeht. Ein Mietwagen ist günstig, flexibel und leicht zu fahren, verlangt aber ein Hotel oder Hostel und bietet keine Kochmöglichkeit; er kostet 40–70 AUD pro Tag. Ein Campervan für zwei Personen verbindet Schlafplatz und Kochmöglichkeit und kostet 100–180 AUD pro Tag. Für Fraser Island und Cape Tribulation wird ein Allradfahrzeug als Tagesmiete dazugebucht. An der Westküste ist ein Mietwagen Pflicht.
Für längere Australien-Roadtrips plane ich höchstens 300 bis 400 Kilometer pro Fahrtag, sonst bleibt von der Reise nur der Beifahrersitz.
Great Ocean Road im Vergleich mit anderen Roadtrips
| Roadtrip | Landschaft | Fotospots | Kosten | Gesamteindruck |
|---|---|---|---|---|
| Great Ocean Road (AUS) | ★★★★★ | ★★★★★ | ★★★★☆ | ★★★★★ |
| Route 1, Big Sur (USA) | ★★★★★ | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | ★★★★☆ |
| Ring Road (Island) | ★★★★★ | ★★★★★ | ★★☆☆☆ | ★★★★☆ |
| Garden Route (Südafrika) | ★★★★☆ | ★★★☆☆ | ★★★★★ | ★★★★☆ |
Die Great Ocean Road gewinnt bei mir knapp vor der Ring Road in Island — hauptsächlich wegen des besseren Wetters und der Tierwelt (Koalas, Wale, Papageien direkt an der Straße).
Ausrüstung für den Roadtrip: Welche Technik und Reise-Helfer sich nach vielen Ländern bewährt haben, steht in den besten Reise-Gadgets 2026.
Für Tourism Boards und Marken: Wenn du eine Destination wie diese mit eigenem Reise-Content in Szene setzen willst, findest du Ablauf und Leistungen auf der Seite Travel Content Creator buchen. Für Premium-Kampagnen gibt es zusätzlich Luxury Travel Influencer buchen. Eine Checkliste für das Creator-Briefing steht im Ratgeber Destination Marketing mit Creatoren.
Passend dazu: Australien Ostküste Cairns–Brisbane.
FAQ — Great Ocean Road
Kann ich die Great Ocean Road auch als Tagesausflug ab Melbourne machen?
Technisch ja — viele Tourbusse bieten das an. Aber du hast dann maximal 30 Minuten an den Twelve Apostles und verpasst alles dazwischen. Wenn du nur einen Tag hast, fahr direkt zu den Twelve Apostles (3 Stunden von Melbourne über die Autobahn) und nimm die Küstenstraße zurück. Aber eigentlich: Nimm dir die Zeit.
Brauche ich einen Allradantrieb?
Nein. Die gesamte Great Ocean Road ist asphaltiert und in perfektem Zustand. Ein normaler Kleinwagen reicht völlig. Allrad brauchst du nur, wenn du auf Schotterpisten im Otway National Park abbiegen willst.
Sind Drohnen an der Great Ocean Road erlaubt?
Außerhalb der Nationalparks ja (unter 250 g ohne Lizenz). In Nationalparks (Twelve Apostles, Loch Ard Gorge, Great Otway NP) sind Drohnen verboten — Strafe bis 11.000 AUD. Die Küstenabschnitte zwischen den Parks sind aber legal und liefern fantastische Perspektiven.
Wann ist der beste Sonnenuntergang an den Twelve Apostles?
Die Sonne geht im Sommer links (westlich) der Felsen unter — das perfekte Licht bekommst du zwischen 30 Minuten vor und 15 Minuten nach Sonnenuntergang. Komm mindestens 1 Stunde vorher, um einen guten Platz am Geländer zu bekommen. Der Parkplatz wird ab 17 Uhr voll.
Lohnt sich der Helikopterflug über die Twelve Apostles?
Wenn das Budget es hergibt: absolut. 15 Minuten kosten ca. 130-200 € pro Person, aber die Perspektive von oben ist eine komplett andere Welt. Die Formationen, die Farbkontraste zwischen Fels und Meer — das ist eines dieser Erlebnisse, die man nicht vergisst. Seit Drohnen im Park verboten sind, ist der Heli die einzige Möglichkeit für Luftaufnahmen.
Wie lässt sich die Great Ocean Road in eine längere Australien-Reise einbauen?
Wenn Melbourne Start oder Ende der Reise ist, ergänzt die Great Ocean Road jede Route um drei bis vier Tage. Für die Ostküste (rund 2.900 Kilometer Sydney–Cairns) und die Westküste (Perth–Broome) kommt jeweils ein eigener Zeitblock von mindestens zwei Wochen dazu.
Was kostet ein Mietwagen oder Campervan für Australien pro Tag?
Ein Mietwagen kostet 40–70 AUD pro Tag, ein Campervan für zwei Personen 100–180 AUD pro Tag.
Wie viele Kilometer pro Tag sind auf einem Australien-Roadtrip sinnvoll?
Höchstens 300 bis 400 Kilometer pro Fahrtag.




