Wohnmobil Spanien: Route, Stellplätze, Kosten & Sicherheit (2026)
Wohnmobil Spanien — das Traumziel vieler Van-Lifer in Europa. Von der französischen Grenze über Barcelona und Valencia entlang der Mittelmeerküste bis nach Andalusien war Spanien die längste und schönste Etappe unseres Van Life Europa-Abenteuers. Perfektes Klima, günstige Campingplätze, die entspannteste Van-Life-Szene Europas und eine Küste voller versteckter Stellplätze — in diesem Artikel findest Du unsere komplette Route mit dem Camper durch Spanien, die besten Stellplätze, Kosten und alle Sicherheitsfragen beantwortet.
- Route & Dauer: Von der französischen Grenze über Barcelona, Valencia, Costa Blanca und Cartagena bis Almeria — 3–4 Wochen für die komplette spanische Mittelmeerküste mit dem Wohnmobil.
- Barcelona im Camper: Sagrada Familia, Park Güell und Barri Gòtic sind Pflicht — Stellplatz im Norden (Badalona oder Montserrat) und per Metro in die Stadt. Freies Stehen in Katalonien ist strikt verboten.
- Valencia als Favorit: Ciudad de las Artes, 9 km Turia-Gärten und originale Paella-Menüs für 12–15 € machen Valencia zum beliebtesten Camper-Stopp Spaniens und zur Top-Region zum Überwintern.
- Stehen & Sicherheit: Ab Valencia südwärts wird es entspannter. An Costa Blanca und in Murcia gibt es viele tolerierte Spots. Balearen und Katalonien bleiben tabu.
- Kosten Wohnmobil Spanien: Campingplätze 18–30 €/Nacht, Diesel ~1,55 €/L, Mautgebühren je nach Autobahn 5–15 € pro Etappe, Supermarkt: Mercadona als günstigste Kette — Gesamtbudget 40–60 €/Tag für 2 Personen.
Mit dem Wohnmobil nach Spanien: Route, Anreise & Autobahnen
Wer mit dem Wohnmobil nach Spanien startet, hat im Wesentlichen zwei Varianten. Die schnellste Route führt über Frankreich und das Département Pyrénées-Orientales direkt nach Katalonien — rund 1.600 km von der deutschen Grenze bis Barcelona. Über die französischen Autobahnen fährst Du zügig, musst aber Mautgebühren einkalkulieren: für ein Wohnmobil unter 3,5 t kommen auf der Strecke über Lyon–Perpignan rund 120–150 € Maut zusammen (Klasse 2). Mit einem schwereren Fahrzeug über 3,5 t liegen die Kosten deutlich höher — hier lohnt sich die alternative Route über die kostenlosen Landstraßen durch die Auvergne.
Mautgebühren in Spanien selbst: Die meisten spanischen Autobahnen sind inzwischen mautfrei (die ehemaligen AP-Strecken wurden zwischen 2018 und 2021 schrittweise freigegeben). Ausnahmen sind einige Streckenabschnitte im Baskenland (AP-8, AP-68) und der Tunnel Cadí zwischen Barcelona und Andorra. Für die komplette Spanien-Rundreise entlang der Mittelmeerküste zahlst Du so gut wie keine Maut mehr — ein echter Vorteil für Wohnmobilisten.
Zwischenübernachtung auf dem Weg nach Spanien: Wer nicht in einem Rutsch durchfährt, findet in Südfrankreich zahlreiche Stellplätze. Besonders beliebt sind Aires de Camping-Car in der Ardèche, bei Montpellier oder in der Nähe der spanischen Grenze (z.B. Argelès-sur-Mer). Typischer Preis: 8–15 € pro Nacht inkl. Ver- und Entsorgung. Für eine Übernachtung direkt vor der Grenze ist die Region um Perpignan ideal — am nächsten Morgen bist Du in 30 Minuten in Spanien.
Barcelona mit dem Camper: Stellplätze & Sehenswürdigkeiten
Barcelona ist eine der Städte, die man als Camper gesehen haben muss — auch (oder gerade) mit dem Wohnmobil vor Ort. Die Sagrada Familia, der Park Güell, die Ramblas und das gotische Viertel (Barri Gòtic) sind fußläufig erkundbar. Und danach gehst Du einfach an den Barceloneta-Strand. Für Wohnmobil-Reisende gilt: direkt in der Innenstadt ist Parken quasi unmöglich. Unsere Lösung: Stellplatz im Norden der Stadt in der Region Badalona oder noch besser im 30 Minuten entfernten Gebirge Muntanya de Montserrat, von wo Du bequem mit Bus oder Metro reinpendelst.
Unser erster Stopp mit dem Camper in Spanien war direkt nach der Grenze im Parc Natural del Cadí-Moixeró: ein kleines, grünes Bergmassiv mit traumhaften Wanderungen auf über 2.000 m Höhe. Hier haben wir unser erstes Mal zusammen gezeltet und uns in einer Hängematte zu zweit einen Schlafsack geteilt — bei 0 Grad nicht gerade Standard, aber ein echtes Camper-Erlebnis. Der Park ist ein Geheimtipp für Wohnmobilisten, die vor Barcelona noch ein paar Tage Ruhe suchen.
Rund um Barcelona selbst haben wir zwei Wochen verbracht — und trotzdem nicht alles gesehen. Ein Top-Stellplatz für Wohnmobile außerhalb der Stadt ist das bereits erwähnte Muntanya de Montserrat, direkt unterhalb der berühmten Gesteinsformationen. Von dort hast Du einen spektakulären Blick über das ganze Tal und kannst direkt vor der Tür wandern. Der Sonnenuntergang dort gehört zu den schönsten, die wir auf unserer Spanien-Reise mit dem Camper gesehen haben.
Valencia: Die unterschätzte Perle (Beste Campingplätze zum Überwintern)
Valencia hat uns deutlich mehr beeindruckt als Barcelona — und ich weiß, das ist eine kontroverse Meinung. Die Ciudad de las Artes y las Ciencias ist architektonisch atemberaubend, die Altstadt charmant, und das Essen ist sensationell gut und günstig. Valencia ist nicht umsonst die Heimat der Paella: ein authentisches Paella-Menü mit Wein kostet Dich 12-15 €. Vergleichbares bekommst Du in Barcelona selten unter 25 €.
Die Turia-Gärten, ein ehemaliges Flussbett, das in einen 9 km langen Park umgewandelt wurde, sind perfekt zum Joggen, Radfahren oder einfach zum Entspannen. Und das Beste: Valencia ist deutlich weniger touristisch und günstiger als Barcelona, was die Stadt auch für längere Aufenthalte mit dem Wohnmobil in Spanien ideal macht.
Campingplätze Valencia und Umgebung: Für Camper ist die Region um Valencia eine der besten Spaniens. Direkt am Stadtrand gibt es mehrere Campingplätze mit Bus- oder Metroanbindung in die Innenstadt. Die Kapu Camping Valencia und Devesa Gardens sind beliebt, kosten 22–28 €/Nacht und haben Wintertarife ab 15 €/Nacht für Langzeitgäste. Zum Überwintern mit dem Wohnmobil ist die Region Valencia bis Alicante perfekt: 18–22 °C Tagestemperatur von November bis März, kaum Regen, viel Sonne.
Wer Valencia mit dem Wohnmobil besucht, sollte unbedingt einen Tag für einen Ausflug nach Albufera einplanen — dem Naturpark südlich der Stadt, in dem die Paella ursprünglich entstanden ist. Reisfelder soweit das Auge reicht, ruhige Wanderungen und kleine Restaurants mit originaler Paella Valenciana.
Costa Blanca mit dem Wohnmobil: Stellplätze, Strände & Schnorchelspots
Nach Valencia ging es für uns weiter an die Costa Blanca — eine der schönsten Küstenregionen Spaniens für Wohnmobile. Wir hatten gehört, dass hier die besten Schnorchelspots Spaniens zu finden sind, also kauften wir uns eine Schnorchelmaske und fuhren an den ersten Spot: Denia. Dort hatten wir einen traumhaften Stellplatz direkt am Wasser — also ging es sofort ins Meer und wir sahen trotz der Dämmerung unfassbar viele Fische.
Die Costa Blanca ist für Wohnmobil-Reisen in Spanien besonders attraktiv, weil die Küste von unzähligen kleinen Buchten gesäumt ist, von denen viele noch nicht überlaufen sind. Unsere persönlichen Favoriten:
- Denia — Hafenstadt mit Fährverbindung nach Ibiza, perfekte Stellplätze am Kap San Antonio, viele Campingplätze ab 22 €/Nacht
- Jávea (Xàbia) — drei Strände in einer Stadt, klares Wasser, gute Infrastruktur für Wohnmobile
- Calp (Calpe) — der spektakuläre Penyal d’Ifac, der kleinste Nationalpark Spaniens, ist ein Top-Drohnenmotiv
- Moraira — gehobener Ort mit entspannter Atmosphäre, gute Wohnmobil-Stellplätze außerhalb
Wir verbrachten zwei Wochen an der Costa Blanca und hätten gut doppelt so lange bleiben können. Wer mit dem Wohnmobil in Spanien unterwegs ist und Wassersport liebt, kommt hier voll auf seine Kosten: neben Schnorcheln auch Kajakfahren, SUP und Tauchen in klaren Mittelmeer-Gewässern.
Wohnmobil Spanien: Ist es gefährlich? Freies Stehen, Sicherheit & Kosten
Eine der häufigsten Fragen zum Thema Wohnmobil Spanien: gefährlich oder sicher? — unsere Erfahrung nach 6 Wochen durch das ganze Land: Spanien ist eines der sichersten Van-Life-Länder Westeuropas. Einbrüche sind extrem selten, die Spanier sind grundsätzlich camperfreundlich. Aber: es gibt regionale Unterschiede und einige Regeln, die Du kennen solltest.
In Spanien ist die EU-EHIC theoretisch gueltig, in der Praxis werden Touristen aber haeufig in Privatkliniken verwiesen, die Vorkasse verlangen. Vor allem in Touristengebieten wie den Inseln ist das oeffentliche System ueberlastet:
Freies Stehen in Spanien — Regionen im Detail:
- Katalonien & Barcelona: streng verboten, hohe Bußgelder, auch nachts Kontrollen
- Valencia-Region: offiziell verboten, wird aber außerhalb der Städte meist toleriert
- Costa Blanca & Murcia: lockerer, viele tolerierte Spots an der Küste
- Almeria & Andalusien-Küste: größtenteils toleriert, viele Camper-Treffpunkte
- Balearen (Mallorca, Ibiza): strengstens verboten, extrem hohe Bußgelder
- Inland & Berge: fast überall kein Problem, besonders in dünn besiedelten Regionen
Grundregeln beim Wildcampen mit dem Wohnmobil in Spanien: Nicht direkt am Strand parken (außer es gibt ausgewiesene Stellplätze), keine Campinglatten/Tisch/Stühle rausstellen (gilt als Campen, nicht als Parken), immer respektvoll mit der Umgebung umgehen, keinen Müll hinterlassen. Dann ist das Risiko eines Bußgeldes minimal.
Kosten Wohnmobil Spanien im Detail:
- Campingplätze: 18–30 €/Nacht in der Nebensaison, bis 45 €/Nacht in der Hochsaison (Juli/August)
- Wohnmobilstellplätze (Áreas): 8–15 €/Nacht, meist mit Ver-/Entsorgung
- Diesel: ~1,55 €/L (Stand 2026, günstiger als Deutschland)
- Supermarkt: Mercadona ist die günstigste Kette mit guter Qualität
- Essen gehen: Menú del Día (Tagesmenü) für 10-13 € — 3 Gänge mit Getränk!
- Gesamtbudget für 2 Personen: 40-60 €/Tag bei sparsamem Reisen, 70-90 €/Tag mit häufigem Restaurantbesuch
Fahrzeug-Tipps für Spanien: Die spanischen Campingplätze sind meist großzügig dimensioniert, auch Fahrzeuge über 7 m bekommen fast überall einen Platz. Für enge Altstadt-Gassen in Córdoba, Sevilla oder Granada solltest Du allerdings keine Wohnmobile über 6,5 m mitnehmen — hier reicht der Campingplatz am Stadtrand plus Bus/Taxi in die Innenstadt.
Alicante bis Almeria: Die letzten Stopps entlang der Mittelmeerküste
Nach der Costa Blanca ging unsere Wohnmobil-Tour weiter über Alicante — eine sehenswerte Stadt, aber für uns eher ein Arbeitsstopp. Die Stellplätze an der Steilküste direkt vor der Stadt sind erstklassig, und von dort pendelt man mit dem Bus in die Innenstadt. Die Innenstadt von Alicante ist schön, aber für einen Tag ausreichend. Wer mit dem Wohnmobil in Spanien Zeit hat, sollte lieber ein paar Tage an der Küste südlich verbringen.
Unser nächster Zwischenhalt war Cartagena — eine Hafenstadt mit römischer Vergangenheit. Ehrlich gesagt: nicht unbedingt ein Pflichtstopp. Die Altstadt ist klein, die wenigen Sehenswürdigkeiten sind in einem halben Tag abgehakt. Für Camper interessanter: die Nationalparks und Naturreservate der Region Murcia, z.B. Calblanque mit wunderschönen, einsamen Stränden.
Unsere letzte Station entlang der Mittelmeerküste war Almeria — das Eingangstor zu Andalusien. Die Stadt selbst ist touristisch unterentwickelt, aber genau das macht sie für Wohnmobil-Reisen spannend: günstige Stellplätze, leere Strände (besonders im Cabo de Gata Naturpark), und der Beginn der spektakulären andalusischen Küste. Von Almeria aus ging es für uns weiter ins Landesinnere in Richtung Granada — aber das ist ein eigener Reisebericht.
Die komplette Etappe von der französischen Grenze bis Almeria haben wir in rund 6 Wochen gemacht, mit 12-15 unterschiedlichen Stellplätzen. Wer weniger Zeit hat, kann die wichtigsten Highlights (Barcelona, Valencia, Costa Blanca) auch in 3-4 Wochen abhaken. Mehr als 6 Wochen sind ebenso möglich — Spanien ist riesig und jede Region hätte einen eigenen Artikel verdient.
Vom Mittelmeer weiter nach Andalusien
Kurz gesagt: Nach Almeria lässt sich die Camperroute über Granada, Málaga und Gibraltar bis Tarifa fortsetzen. Damit verbindet die Reise einen Bergsee, maurische Geschichte, die Mittelmeerküste und schließlich den Atlantik.
Hinter Almeria führte unsere Strecke durch die Desierto de Tabernas und an der Sierra Nevada vorbei zum Francisco-Abellán-Stausee. Der blaue See liegt zwischen Bergen und war für uns nicht nur ein Zwischenstopp: Wir standen direkt mit Blick auf das Wasser und gingen am nächsten Tag dort baden. Danach ging es weiter nach Granada. Die Stadt ist eng mit dem einstigen Königreich Granada verbunden; ihr prägendes Ziel ist die Alhambra, eine alte arabische Festung. Für einen vollständigen Besuch des Komplexes mit Nasridenpalästen, Generalife-Gärten und Alcazaba sollte man mindestens 3–4 Stunden einplanen.
Auf Granada folgten für uns wieder ein Stausee an der Strecke und ein kurzer Halt in Málaga. Anschließend erreichten wir den Hafen vor Gibraltar. Dort nutzten wir zum ersten Mal auf dieser Etappe einen Campingplatz. Von diesem Platz waren es nur 10 Minuten zu Fuß bis zur Grenze. So blieb der Camper stehen, während wir Gibraltar zu Fuß erkundeten: Der Weg führte über die bekannte Landebahn des Flughafens in die Innenstadt und weiter zum Affenfelsen. Dort gehören die Aussicht, eine Tropfsteinhöhle und alte Bunker zu den markanten Stationen.
Etappen zwischen Granada und Tarifa planen
Die südliche Fortsetzung der Spanienroute hat sehr unterschiedliche Stopps. Granada bündelt mit Alhambra, Albaicín und Sacromonte mehrere Ziele, während Málaga als kurzer Küstenstopp funktioniert. Gibraltar lässt sich ohne Camper erkunden, wenn das Fahrzeug am Hafen vor der Grenze bleibt. Tarifa bildet danach einen längeren Abschluss am Atlantik.
| Stopp | Schwerpunkt | Zeitangabe |
|---|---|---|
| Alhambra | Festung und Gärten | mind. 3–4 Std. |
| Gibraltar | zu Fuß erkunden | 10 Min. zur Grenze |
| Tarifa | Kiten und Atlantik | unsere 2 Wochen |
In Granada lohnt es sich, neben der Festung auch den Albaicín mit seinen weißen Gassen und Aussichtspunkten einzuplanen. Unterhalb liegt Sacromonte mit seinen Höhlenwohnungen und seiner Flamenco-Tradition. Gibraltar setzt einen anderen Akzent: Die Innenstadt wirkt englisch, bezahlt wird mit Pfund, und am Affenfelsen liegen Tropfsteinhöhle und Bunker auf derselben Erkundung.
Nach Gibraltar ging es für uns nach Tarifa. Ich hatte zuvor in Südafrika und auf Bali bereits etwas Kiten gelernt und nahm das Training hier wieder auf. Wir blieben insgesamt zwei Wochen, trafen viele Leute und erlebten die große Campergemeinschaft am Strand. Danach folgten ein kurzer Halt in Cádiz und ein längerer Zwischenstopp in Sevilla, bevor unsere Route in Richtung Portugal weiterging.
Tarifa als sportlicher Abschluss der Camperroute
Tarifa war auf unserer Reise mehr als ein kurzer Aussichtspunkt. Die Stadt liegt am südlichsten Punkt des europäischen Festlands, und bei klarer Sicht ist Afrika am Horizont zu erkennen. Vor allem aber ist Tarifa als Kitesurf-Ziel bekannt. Für mich war der Aufenthalt die Gelegenheit, nach mehr als einem Jahr wieder aufs Wasser zu gehen und an frühere Versuche in Südafrika und auf Bali anzuknüpfen.
Der Wiedereinstieg verlief nicht geradlinig. Beim ersten Mal war ich mehr im als auf dem Wasser. Am zweiten Tag riss beim ersten Startversuch mein Chicken Loop, also die Befestigung des Kites, und ich musste mich mit dem Kite aus dem Wasser retten. Nach dem Austausch im Store ging es zwei Tage später erneut hinaus. Diesmal verbrachte ich erstmals mehr Zeit auf dem Wasser als darin. Diese Abfolge macht Tarifa besonders passend für Reisende, die einen längeren sportlichen Stopp statt eines schnellen Stadtbesuchs suchen.
Insgesamt blieben wir zwei Wochen in Tarifa. Am Strandparkplatz standen zahlreiche Camper, sodass schnell Kontakte entstanden. Für unsere Route markierte der Ort zugleich den Wechsel von der Mittelmeer- zur Atlantikküste. Nach dem Aufenthalt führte die Fahrt über Cádiz nach Sevilla. Damit wird aus der reinen Küstenfahrt eine abwechslungsreiche Schlussetappe: Wassersport in Tarifa, ein kurzer Stadtstopp in Cádiz und schließlich die Innenstadt von Sevilla.
Passend dazu: Baskenland, Kroatien-Geheimtipps.
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FAQ: Wohnmobil Spanien — Die häufigsten Fragen
Kann man in Spanien frei stehen mit dem Wohnmobil?
Regional sehr unterschiedlich. Katalonien und die Balearen: strikt verboten mit hohen Bußgeldern. Valencia-Region: offiziell verboten, meist toleriert. Costa Blanca, Murcia und Andalusien-Küste: lockerer, viele tolerierte Spots. Im spanischen Inland ist freies Stehen fast überall möglich. Grundregel: nicht direkt am Strand und nicht in Touristengebieten campen.
Was kostet eine Wohnmobil-Reise durch Spanien pro Tag?
40-60 € pro Tag für 2 Personen bei sparsamem Reisen (Mischung aus Campingplätzen und freiem Stehen, selbst kochen, wenige Restaurantbesuche). 70-90 € pro Tag bei häufigem Restaurantbesuch und nur offiziellen Stellplätzen. Spanien ist eines der günstigsten Van-Life-Länder Westeuropas.
Ist Valencia oder Barcelona besser mit dem Wohnmobil?
Valencia — deutlich entspannter, günstiger, weniger Einschränkungen für Camper, bessere Campingplätze rund um die Stadt. Barcelona ist beeindruckender, aber stressiger, teurer und mit strikten Anti-Camper-Regelungen. Als Einsteiger-Stopp ist Valencia die bessere Wahl.
Wie viel Maut zahlt man mit dem Wohnmobil auf dem Weg nach Spanien?
Durch Frankreich: ca. 120-150 € einfache Strecke für ein Wohnmobil bis 3,5 t (Klasse 2) über die komplette Autobahnstrecke Deutschland-Spanien. Deutlich mehr für Fahrzeuge über 3,5 t. In Spanien selbst sind die meisten Autobahnen seit 2021 mautfrei — Ausnahmen sind AP-8 und AP-68 im Baskenland sowie der Cadí-Tunnel bei Andorra.
Welche Zwischenübernachtungen sind auf dem Weg nach Spanien empfehlenswert?
Klassische Zwischenstopps: Lyon (Frankreich, rund 1.000 km ab Deutschland), Perpignan (kurz vor der Grenze), alternativ durch die Ardèche oder Auvergne. Französische Aires de Camping-Car kosten 8-15 €/Nacht und sind meist gut ausgestattet. Wer langsam reist, kann auch in der Provence einen Tag Pause einlegen.
Wann ist die beste Reisezeit für Wohnmobil Spanien?
Frühling (März–Mai) und Herbst (September–November) sind ideal: angenehme Temperaturen, wenig Touristen, günstige Campingplatzpreise. Die Wintermonate (Dezember–Februar) sind perfekt zum Überwintern in Valencia oder an der Costa Blanca bei 18-22 °C. Der Hochsommer (Juli/August) ist zu heiß für die Innenstädte (40 °C+ im Landesinneren) und Campingplätze sind teuer und voll.
Welche Region Spaniens ist am besten für Wohnmobile geeignet?
Die Costa Blanca (Denia bis Alicante) und die Region Valencia sind die besten Einstiegs-Regionen für Wohnmobil-Reisen in Spanien: viele Stellplätze, entspanntes Klima, gute Infrastruktur, camperfreundliche Einheimische und perfekt zum Überwintern. Für Abenteurer: das Landesinnere (Extremadura, Kastilien) und der Norden (Asturien, Galicien) sind noch weniger touristisch.
Nach Portugal haben wir uns auf unserer Reise wohl am meisten auf Spanien gefreut – unter anderem auch, weil wir endlich unsere erlernten Spanisch Skills anwenden können. 😁 So ganz zum Unterhalten reichte es noch nicht – aber zumindest haben wir etwas essen und trinken können! 😂
Weit sind wir in Spanien anfangs jedoch nicht gekommen, da wir unseren ersten Stopp bereits kurz hinter der Grenze im Parc Natural del Cadí-Moixeró einlegten. Hier machten wir uns auf zu einer schönen Wanderung inkl. Overnighter auf über 2000 m Höhe und bei knapp unter 0 Grad über Nacht. 😋 Tatsächlich war dies unser erstes Mal zusammen zelten und wir haben uns zu zweit in eine Hängematte gedrückt und uns einen Schlafsack geteilt – tatsächlich klappte das aber besser als gedacht und die Nacht war angenehm warm. Am nächsten Morgen ging es in der Früh auf zum Gipfel, von dem man eine wunderbare Sicht auf das Umland hatte. 😍😎
Die Stadt, die nie langweilig wird: Barcelona ☀️🎉
Weiter ging es nach Barcelona – eine Stadt, die nie langweilig wird. Dies ist bereits mein drittes Mal in Barcelona, dennoch gibt es immer etwas Neues zu entdecken! Wir parkten etwas außerhalb in der Natur, weshalb wir täglich mit dem Bus in die Stadt fahren mussten – dennoch viel besser als mitten in der Stadt zu stehen. Neben den üblichen Attraktionen, die Barcelona zu bieten hat, fuhren wir auch in das 30min entfernte Gebirge Muntanya de Montserrat, wo wir einen wunderschönen Stellplatz direkt unterhalb der bekannten Gesteinsformationen hatten. Von dort aus gingen wir dann auch wandern – und hatten Abends einen wunderschönen Sonnenuntergang mit Blick über das Tal. 🌄
Valencia – definitiv einen Besuch wert! 🥰
So richtig überrascht auf unserem Trip hat uns Valencia. Wir waren beide noch nie dort – ich hatte aber bisher nur Gutes gehört, weshalb wir uns direkt entschieden für mehrere Tage zu bleiben. Wir haben es nicht bereut! Neben der tollen Messeanlage mit ihren futuristischen Gebäuden hat uns vor allem auch die Innenstadt begeistert, die wirklich sehr vielseitig ist und wunderschöne Restaurants und Cafés bereithält. Zum letzten Tag haben wir uns noch den Stadtstrand angeschaut und bei einem Beach-Meetup viele neue Leute kennengelernt – nur Schade, dass wir schon wieder weiter fahren… 😬
Schnorcheln an der Costa Blanca 🤿🐠
Auf die nächsten Tage haben wir uns ganz besonders gefreut… die Costa Blanca soll nämlich die besten Schnorchelspots in ganz Spanien bereithalten. Wir kauften uns also eine Schnorchelmaske und fuhren an den ersten Spot: Denia. Dort hatten wir einen traumhaften Stellplatz direkt am Schnorchelspot – also ging es direkt als wir ankamen ins Wasser und wir haben trotz der Dämmerung unfassbar viele Fische gesehen! 🤗 Auch die nächsten Tage verbrachten wir im Wasser, unter anderem bei einer versteckten Höhle, wo wir auch wieder riesige Fischschwärme sahen.
Weiter ging es, entlang der Costa Blanca, bis nach Calp – eine richtige Touristenstadt mit wunderschönem, langem Sandstrand. Abgerundet wird die Kulisse durch den Parc Natural del Penyal d’Ifac – ein Felsen auf dem viele verschiedene Vogelarten beheimatet sind und übrigens auch der kleinste Nationalpark Spaniens. 😁👍
Von Alicante bis nach Almeria 🚐
In Alicante haben wir die Zeit zum Arbeiten genutzt, weil es nicht so viel zu unternehmen gab und wir wieder einen erstklassigen Stellplatz direkt an der Steilküste hatten (generell haben wir wahnsinniges Glück mit unseren Stellplätzen). Natürlich haben wir uns aber trotzdem auch die Innenstadt von Alicante angeschaut, die zwar sehr schön ist, aber ausreichend für einen Tag.
Danach haben wir noch einen kurzen Zwischenhalt in Cartagena eingelegt (muss man sich nicht unbedingt anschauen) und sind im Anschluss weiter bis nach Almeria gefahren. Hier endete unsere Fahrt entlang des Meeres vorerst und es ging weiter ins Innere des Landes. Da es an der Südküste Spaniens aber einfach so viele tolle Orte gibt, kommt der Rest in SPANIEN TEIL 2. 😜🤠
Wie kann die Route nach Almeria weitergehen?
Unsere Strecke führte durch die Desierto de Tabernas und an der Sierra Nevada vorbei zum Francisco-Abellán-Stausee. Danach folgten Granada, ein weiterer Stausee, Málaga, Gibraltar und Tarifa.
Was haben wir am Francisco-Abellán-Stausee gemacht?
Wir standen mit dem Camper direkt mit Blick auf den blauen See zwischen den Bergen. Am nächsten Tag gingen wir dort baden und fuhren anschließend weiter nach Granada.
Wie viel Zeit sollte man für die Alhambra einplanen?
Für den vollständigen Komplex sind mindestens 3–4 Stunden vorgesehen. Dazu zählen die Nasridenpaläste, die Generalife-Gärten und die Alcazaba.
Wie haben wir Gibraltar vom Camper aus besucht?
Wir nutzten einen Campingplatz direkt am Hafen vor Gibraltar. Von dort gingen wir 10 Minuten bis zur Grenze und erkundeten Gibraltar anschließend zu Fuß.
Wie lange blieben wir in Tarifa?
Wir verbrachten insgesamt zwei Wochen in Tarifa. In dieser Zeit ging ich mehrfach kiten, und wir lernten viele Leute aus der Campergemeinschaft am Strand kennen.








































